Kultur

Mittwoch, 13. November 2019

Auszeichnung für Kinder- und Jugendzirkus

Bezirksverband Pfalz verleiht Preise in vier Kategorien bei der Pfalzpreis-Gala in Kaiserslautern

Die Jury des Ludwig-Wagner-Preises (von links): Theo Wieder, Gisela Bill, Werner Stumpf und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (obere Reihe), Dieter Burgard, Brigitte Mannert und Oberkirchenrätin Dorothee Wüst. Foto: Bezirksverband Pfalz/Regina Reiser

Zum zweiten Mal vergibt der Bezirksverband Pfalz den mit 5 000 Euro dotierten Ludwig-Wagner-Preis für Toleranz und Zivilcourag. In diesem Jahr erhält ihn der Kinder- und Jugendzirkus „Pepperoni“ in Rockenhausen. Dafür sprach sich die siebenköpfige, hochkarätig besetzte Jury nach eingehender Diskussion und Begutachtung von 17 Vorschlägen einstimmig aus.
Es votierten Gisela Bill, Vorsitzende des Landesfrauenbeirats Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard, Beauftragter der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen in Rheinland-Pfalz, Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz in Kaiserslautern, Werner Stumpf, Vorsitzender des Kaiserslauterer Vereins „arm, alt und allein“, der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Oberkirchenrätin Dorothea Wüst von der Evangelischen Kirche der Pfalz. Der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder moderierte die Sitzung ohne Stimmrecht.
„Pepperoni“ könne sein Publikum nicht nur unterhalten, sondern engagiere sich auch auf vorbildliche Weise für Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung, so die einhellige Meinung der Jury. Sie begeisterte sich für dieses „wunderbare Projekt“, das jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung gebe, ihnen Mut mache, sie auf kreative, mentale und motorische Weise sowie ihr Sozialverhalten fördere. „Die Angebote sind spannend und gehen auch in die Breite.“ Zudem fuße der 1988 gegründete Verein auf einer soliden Mischfinanzierung. Der Bezirkstagsvorsitzende erläuterte eingangs, dass der Preis, den der Bezirksverband Pfalz vor drei Jahren anlässlich seines 200-jährigen Bestehens gestiftet habe, eine außergewöhnliche Initiative anerkennen wolle. „Alle Projekte, die uns vorgeschlagen wurden, sind ohne Zweifel wichtig und wertvoll“, betonte Wieder ausdrücklich.
Bei der Pfalzpreis-Gala am Sonntag, 17. November, ab 18 Uhr, im Pfalztheater Kaiserslautern, Willy-Brandt-Platz 4–5 (Eintritt frei, Einlass ab 17.30 Uhr, freie Platzwahl), verleiht der Bezirksverband Pfalz Preise in vier Kategorien: Neben dem Ludwig-Wagner-Preis für Toleranz und Zivilcourage würdigt er mit dem Pfalzpreis für pfälzische Geschichte und Volkskunde, dem Zukunftspreis Pfalz und dem Pfalzpreis für Literatur das Schaffen von Historikern, Forschern und Literaten; zudem erhält der Begründer des Berliner GRIPS-Theaters, Volker Ludwig, der 1937 als Eckart Hachfeld in Ludwigshafen geboren wurde, den (undotierten) Lebenswerkspreis für Literatur.
Für die drei Pfalzpreise, die der Regionalverband als Haupt- und Nachwuchspreis (je 10 000 beziehungsweise 2 500 Euro) vergibt, werden insgesamt 23 Nominierte in Präsentationen und Filmporträts vorgestellt. Dann nimmt der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder kategoriegemäß die jeweilige Preisverleihung vor. Nominierte Kandidatinnen und Kandidaten, die nicht zum Zug kommen, erhalten 500 beziehungsweise 200 Euro. Zudem gibt es beim Geschichts- und Zukunftspreis fünf Schüleranerkennungen (à 500 Euro). Um die Talente seiner Region zu fördern und zu würdigen, schüttet der Bezirksverband Pfalz an diesem Abend 50 000 Euro in Form von Preisgeldern, Urkunden und Trophäen aus.
Die musikalische Gestaltung des feierlich-unterhaltsamen Abends übernimmt das Orchester des Pfalztheaters unter Leitung von Generalmusikdirektor Uwe Sandner. Als Rezitator steht der Schauspieler Martin Schultz-Coulon zur Verfügung. Die Moderation der gut zweistündigen Gala liegt in den bewährten Händen von Chefdramaturg Andreas Bronkalla und Schauspieler und Pressesprecher Günther Fingerle. Abschließend lädt der Bezirksverband Pfalz zu einem Empfang ein.

Redakteur:  zg

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