Aus dem Bistum

Mittwoch, 09. Oktober 2019

Beeindruckende und bewegende Feier

Edith-Stein-Gesellschaft beging in Speyer ihr 25-jähriges Bestehen

Beeindruckend: der „KonzertChor“ der Stimmwerkstatt Oberkirch in der Klosterkirche von St. Magdalena.

Im Jahr 1994 wurde in Speyer die „Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland“ gegründet. Am Ort ihrer Gründung – im Kloster St. Magdalena – wurde am 22. September das 25-jährige Bestehen der Gesellschaft gefeiert. Im Mittelpunkt  standen keine langen Festreden, sondern ein eindrucksvolles Konzert unter dem Thema „Durst nach Leben“ mit Texten Edith Steins in der Klosterkirche, eine Begegnung in der benachbarten Klosterschule und eine den Tag abschließende Vesper mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.
Dr. Katharina Seifert, Präsidentin der Edith-Stein-Gesellschaft, überbrachte zum Auftakt die herzlichen Grüße und Segenswünsche von  Bischof em. Dr. Anton Schlembach. Er hatte vor 25 Jahren die Gründung der deutschen Edith-Stein-Gesellschaft angeregt und gefördert. Seifert begrüßte besonders die anwesenden Gründungsmitglieder, unter ihnen die frühere Präsidentin Dr. Monika Pankoke-Schenk. Zur Jubiläumsfeier war auch eine kleine Delegation aus Echt gekommen, wohin Edith Stein 1938 vor den Nationalsozialisten geflohen war und von wo aus 1942 ihr Weg nach Auschwitz begann. Ein besonderer Dank der Präsidentin galt den Schwestern vom Kloster St. Magdalena für die Mithilfe bei der Ausrichtung der Feier – und vor allem für das Mühen, das Lebenszeugnis Edith Steins lebendig zu halten.
Bewegend war das Konzert, mit dem der „KonzertChor“ der Stimmwerkstatt Oberkirch unter Leitung von Peter Erdrich Leben und Werk Edith Steins beleuchtete – der Jüdin, Christin, Philosophin, Frauenrechtlerin, Karmelitin, Mystikerin, Opfer des Nationalsozialismus und Mitpatronin Europas. Peter Erdrich ließ diese bedeutende Frauengestalt zu den Zuhörern sprechen in Texten und Textvertonungen. Zu den Höhepunkten des Programms zählten sicher die Ausschnitte aus ihrem Werk, in denen Edith Stein in ihren eigenen Worten den Zuhörern näher kam. Neben Chorwerken aus verschiedenen musikalischen Stilen und Epochen erklangen auch solistische Beiträge und Improvisationen von Peter Erdrich (Gesang und Saxofon) und Bernd Mathias (Klavier).
Eindrucksvoller hätte man Edith Stein nicht ehren können, betonte Präsidentin Seifert nach dem Konzert, für das es viel Beifall gab. Vor dem Bild von Edith Stein und dem Betstuhl, auf dem diese in ihrer Speyerer Zeit so viele Nächte durchwacht hatte, legte Katharina Seifert ein Rose nieder – ein bewegender Moment.
Bischof Wiesemann unterstrich im Rahmen der Vesper die Bedeutung der Edith-Stein-Gesellschaft und dankte für deren Arbeit. Im Leben Edith Steins fänden  sich vielfältige Begegnungen wieder, für die sie mit ihrem Leben und Werk einstehe: die Begegnung zwischen Christentum und Judentum,  zwischen Vernunft und Glaube, zwischen Philosophie und Theologie, zwischen Wissenschaft und Gottesdienst, zwischen dem Selbstverständnis von Mann und Frau, zwischen aktivem und kontemplativen Leben. Diesem Erbe habe sich die Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland bei ihrer Gründung vor 25 Jahren verpflichtet. „Es ist uns als Gesellschaft ein Anliegen, treue Hüter der Botschaft und des Lebenszeugnisses Edith Steins zu sein“, sagte Bischof Wiesemann, ein Wort Papst Johannes Pauls II. aufgreifend. In den 25 Jahren ihres Bestehens habe die Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland durch vielfältige Initiativen, Tagungen, Veröffentlichungen und Wallfahrten dazu beigetragen, diesem Auftrag gerecht zu werden. Und Bischof Wiesemann fügte hinzu: „Ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich Dank sagen! Besonders auch meinem Vorgänger Bischof Dr. Anton Schlembach, der die Entstehung der Gesellschaft vor 25 Jahren mit großem Engagement gefördert hat.“

Redakteur:  rn

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