Aus dem Bistum

Mittwoch, 05. Juni 2019

Das Haus fit für die Zukunft machen

Professor Erich Schlick ist neuer Vorsitzender der Stiftung Heilsbach

Abschied und Neubeginn: Professor Erich Schlick, Pfarrer Friedrich Mohr und Claudia Engel von der Mitarbeitervertretung am Ende des Gottesdienstes anlässlich des jährlichen Familientages in der Heilsbach. Foto: Würth

Zum 1. Juni vollzog sich ein Wechsel an der Spitze der Stiftung Heilsbach in Schönau. Zum neuen Vorsitzenden des Stiftungsrats wurde Professor Erich Schlick aus Otterstadt berufen. Schlick gehört dem Stiftungsrat bereits seit Februar des vergangenen Jahres an. Er ist Nachfolger von Pfarrer Dr. Friedrich Mohr, Kooperator der Pfarrei Pax Christi in Speyer, der die Stiftung Heilsbach seit dem Tod von Stiftungsgründer Prälat Johannes Urich im Jahr 2014 geleitet hatte.

Beim jährlichen Familientag in der Heilsbach an Christi Himmelfahrt übergab Mohr am Ende des Gottesdienstes den Staffelstab an Professor Schlick. Es sei eine nicht immer einfache, aber auch eine schöne Zeit gewesen, sagte Mohr in seinen Abschiedsworten. Stellvertretend für das Personal der Heilsbach dankte Claudia Engel von der Mitarbeitervertretung dem scheidenden Vorsitzenden und hieß seinen Nachfolger willkommen.

Schlick ist 1952 in Dahn geboren und aufgewachsen. Der Facharzt für Pharmakologie und Professor für Immunpharmakologie an der Universität Heidelberg lebt mit seiner Frau in Otterstadt bei Speyer. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder. Einen Teil seines Berufslebens arbeitete Schlick als Arzt an der Universität Heidelberg und am Amerikanischen Krebsforschungszentrum Bethesda in Washington (DC) sowie 15 Jahre lang bei der BASF Pharma/Knoll AG. In dieser Zeit war er zehn Jahre lang Vorstandsmitglied mit weltweiter Verantwortung für die Entwicklung neuer Arzneimittel.

Seit 2005 ist Schlick Mitglied bei der Investmentgesellschaft „Wellington“, die auf dem Gebiet der Bio- und Gesundheitswissenschaften zu den führenden Investmentgesellschaften in Europa zählt. Obwohl er schon das Ruhestandsalter erreicht hat, arbeitet Schlick an zwei Tagen die Woche weiter in der Firma.

„Zu Hause sitzen und Däumchen drehen ist nicht meine Sache“, sagt der 67-Jährige. Zeit seines Lebens ist Schlick kirchlich engagiert. In seiner Jugend war er im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) aktiv. Seit über zehn Jahren ist er in seiner Heimatgemeinde Otterstadt Mitglied im Verwaltungsrat der Pfarrei und bei der Sozialstation Limburgerhof.

Durch sein Engagement kam er mit dem Bischöflichen Ordinariat in Kontakt und wurde angesprochen, ob er sich vorstellen könne, den Vorsitz im Stiftungsrat zu übernehmen. „Ich engagiere mich in Kirche und Gesellschaft, weil es mir ein Bedürfnis ist, etwas von dem zurückzugeben, was ich im Leben geschenkt bekam“, so Schlick.

Die Heilsbach fit für die Zukunft zu machen, ist ihm ein Herzensanliegen, dafür will er sich einsetzen. „Wir müssen die Übernachtungszahlen steigern, um in ein paar Jahren auf eigenen Füßen stehen zu können.“ Eine kurzfristige Schließung der Einrichtung und die Diskussion darüber seien auf jeden Fall vom Tisch, sagte Schlick, das habe man ihm in Speyer zugesichert. Auch die Zuschüsse würden zunächst weiter fließen. Nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle betragen sie derzeit 200 000 Euro pro Jahr.

Zu den ersten Dingen, die Schlick angehen möchte, gehört die Internetpräsenz der Einrichtung. „Man findet die Heilsbach nur, wenn man gezielt nach ihr sucht, das muss sich ändern.“ Wichtig ist ihm auch, neue Besucherkreise zu erschließen – auch solche, die nicht so nah an der Kirche dran sind. „Ich habe großes Interesse im Bereich Medizinethik, vielleicht könnte das auch ein Thema sein, wo sich etwas entwickelt“, so Schlick. Auch Familien mit Kindern sind ihm ein Anliegen.

Auf dem Feld der geistlichen Begleitung der Einrichtung hofft Schlock weiterhin auf die Mitarbeit von Pfarrer Friedrich Mohr und Pfarrer i.R. Norbert Kaiser. Aber auch zum Team der Pfarrei Heiliger Laurentius im Dahner Felsenland will er Kontakt suchen. Zu seinen ersten Amtshandlungen gehören aktuell die Gespräche mit Bewerbern für die offene Stelle des leitenden Mitarbeiters. „Hier braucht es auf jeden Fall jemanden mit Ideen und der Fähigkeit, Neues für das Haus zu entwickeln“, sagt Schlick, „da müssen wir zusammenarbeiten, das kann einer nicht alleine.“ Dass es keine leichte Aufgabe sein wird, die Heilsbach zukunftsfähig zu machen, ist Schlick durchaus bewusst. www.heilsbach-schoenau.de

(wü)

Redakteur:  Redaktion

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