Silbermöwe

Mittwoch, 12. Juni 2019

Ein Leben für die Kinder in Peru

Pfarrer Alois Eichenlaub berichtet in Herxheim über sein jahrzehntelanges Wirken

Das Schul- und Sozialzentrum in Cajamarca. Foto: privat

Pfarrer i. R. Alois Eichenlaub berichtet am Montag, 17. Juni, um 19 Uhr, im Pfarrheim seiner Heimatgemeinde Herxheim bei Landau über sein jahrzehntelanges segensreiches Wirken als Weltpriester und Sozialpraktiker in der Bergarbeiterstadt Cajamarca in Peru.

Zusammen mit Alex Jose, dem derzeitigen Leiter des von Alois Eichenlaub gegründeten Schul- und Sozialzentrums, wird er den Zuhörern ein Beispiel von gelebter Solidarität seiner Heimatpfarrei Herxheim mit den benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus Cajamarca vor Augen führen.
Eichenlaub und Jose verdeutlichen in ihren Ausführungen die überaus positiven Wirkungen der schulischen Bildung und der sozialpädagogischen Betreuung für benachteiligte junge Menschen.

Alois Eichenlaub, nach Theologiestudien in Innsbruck, Salamanca/Spanien und München 1957 in Speyer zum Priester geweiht, entschied sich gegen Ende seiner Kaplansjahre 1961 nach einem Aufruf von Papst Johannes XXIII. an junge europäische Priester, ihren priesterlichen Dienst in den ärmsten Regionen Südamerikas fortzusetzen, diesem Aufruf zu folgen, um im Auftrag des Speyerer Bischofs ab 1962 in Peru in der Bergbauregion Cajamarca zu wirken.
Als Alois 1962 dort ankam, hatte Cajamarca vielleicht 40 000 Einwohner, die ihren Lebensunterhalt in den meist illegalen und hochgiftigen Goldminen ohne jegliche sicherheits-oder sozialrelevanten Arbeitsbedingungen verdienen mussten und darüber hinaus auch sehr viele Kinder und Heranwachsende für ihre Familien in den Minen tätig waren.

Für Alois Eichenlaub galt es deshalb von Anbeginn seines Wirkens neben seinen priesterlichen Tätigkeiten, das soziale Geschehen in seiner Pfarrei zu beeinflussen und zu verändern.

Dank vieler Freunde und Förderer aus seiner Heimatdiözese und der maßgeblichen Hilfe seiner Heimatpfarrei unter dem früheren Ortspfarrer Bernhard Bohne und dem heutigen Pfarrer Arno Vogt konnte Alois Eichenlaub ab dem Jahr 2005 sein bestehendes Schul- und Sozialzentrum so entscheidend weiterentwickeln, dass es in der inzwischen über 280 000 Einwohner zählenden und immer noch unter unzureichenden Arbeitsbedingungen leidenden Goldminen-Stadt zu einem schulischen und sozialen „Leuchtturmprojekt“ geworden ist.

Von seiner Heimatpfarrei Herxheim hat Alois Eichenlaub für die von ihm gegründete Schule und das dazugehörende Sozialzentrum bis 2010 insgesamt 69 000Euro zur Verfügung gestellt bekommen.

(a-dü)

Redakteur:  Redaktion

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