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Wochenkommentar

Mittwoch, 17. Februar 2021

Staub und Emojis

Gerade erst ist uns mit dem Empfang des Aschenkreuzes wieder unsere Vergänglichkeit ins Gedächtnis gerufen worden, denn Staub sind wir und zu Staub kehren wir zurück

Ob das auch immer den Reichen und Einflussreichen dieser Welt bewusst ist, die sich mit einem Palast auf der Krim, Milliarden auf dem Konto oder Millionen Followern auf Twitter vielleicht noch nicht für unsterblich, aber wohl doch für unersetzlich halten, wage ich zu bezweifeln.
Dabei wird zumindest hierzulande jeder, der ein „Gotteslob“ besitzt und nutzt, vermutlich auch außerhalb der Fastenzeit ahnen, dass wir nur Gast auf Erden sind: „…und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.“ Ein Klassiker der Gottergebenheit, der uns Gläubige daran erinnert, dass wir zwar sterblich sind, aber selbst im Angesicht des Todes niemals ganz allein sein werden.
Was für eine tröstliche Botschaft! Wer sie nicht kennt oder ihr nicht glaubt, muss sich auf andere Tröstungen verlassen. Die finden sich im Angehörigen- und Freundeskreis, wenn nahestehende Menschen uns mit Gesten und Worten bewegen oder wenn wir schmerzhaft schöne Erinnerungen betrachten.
Immer öfter begegnen sie einem in der digitalen Welt, bei virtuellem Kerzenschein, in Online-Todesanzeigen, wenn der Status „in Trauer“ heißt oder wenn Emojis versuchen, uns zu berühren. Viele Verstorbene hinterlassen heute ein umfangreiches digitales Erbe aus Bildern, Texten und Videos.
Besonders zu Herzen geht es Hinterbliebenen, wenn sie sich den WhatsApp-Verlauf eines Toten anschauen. In der ganz alltäglichen Kommunikation („Habe eingekauft. Bin in zwanzig Minuten daheim. Hab‘ Dich lieb“) begegnet einem dann der vertraute Mensch wieder. Manche Angehörige bewahren diese kleinen Nachrichten auf und meist auch das Smartphone. Schließlich war es der Gegenstand, den der Verstorbene ständig bei sich trug und der einen ähnlich einer „Berührungsreliquie“ an ihn erinnert.
So ändern sich die Trauerpraktiken mit den Zeiten. Emojis tauchen auf und verschwinden wieder. Und die Emotionen bleiben.

Redakteur:  Philip

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