https://pornova.org/3d-hentai-video/5177-gravure-idol-audition.htmlhttps://myhentai.org/english-games/3d/6325-kirakira-stars-idol-project-ai.html

Geistliches Leben

Mittwoch, 09. September 2020

Vergeben, immer

Barmherzigkeit ist alternativlos

An der Nordwand der Kathedrale von Coventry steht eine Bronzestatue der Künstlerin Josefina de Vasconelles, die für Vergebung und Versöhnung steht. Das britische Coventry wurde während des Zweiten Weltkrieges von deutschen Bombern weitgehend zerstört. (Foto: KNA)

Das Thema von Schuld und Vergebung ist eines der zentralsten Themen der Menschheit und auch jedes Einzelnen von uns. Deshalb spricht Jesus im vorliegenden Gleichnis davon, dass man verzeihen soll, und zwar immer und immer wieder.
Ist das denn so schwer zu verstehen, dass Petrus noch einmal zurückfragen muss?
Ja, ich hätte auch gefragt. Und ich hätte nicht nur „wie oft?“ gefragt, sondern „warum denn überhaupt?“ Warum soll ich immer und immer wieder verzeihen? Verzeihen mir denn alle? Als ob das Leben mit mir barmherzig wäre und Barmherzigkeit unsere Welt regieren würde. Wenn ich einen Fehler mache, dann habe ich die Konsequenzen zu tragen, und keiner fragt, ob ich will oder nicht. Wenn ich heute meine Gesundheit ruiniere, kann ich da etwa darauf bauen, dass mir das Leben vergibt? Nein, ich habe ganz unbarmherzig über Jahrzehnte hinweg die Konsequenzen meines Tuns zu tragen.
Kann es sich die Gesellschaft erlauben, bzw. leisten, alle nach den Maßstäben der Barmherzigkeit zu behandeln, auch wenn sie sich wiederholt größere oder nur kleinere Fehler geleistet haben?
Eigentlich hätte sich doch Jesus selbst diese Fragen als Erster stellen müssen: Er hat erlebt, wie unbarmherzig unsere Welt reagiert. Er hat es am eigenen Leib erfahren: Die Unbarmherzigkeit eines religiösen Systems, einer ganzen Gesellschaft und die Unbarmherzigkeit ganz konkreter Menschen. Er hätte doch als Allererster fragen müssen, wie sich Vergebung mit solchen Rahmenbedingungen verträgt.
Und ich bin mir sicher, dass sich Jesus diese Fragen auch gestellt hat. Vielleicht sind die Sätze des Evangeliums die Antworten auf seine Fragen: Aufbegehrende Antworten, die sich nicht mit der Kraft der Fakten zufrieden geben. Es ist eben nicht so, dass die Welt nun einmal so ist und dass man deshalb nichts verändern kann. Vielleicht sind Jesu Sätze genau aus der Erkenntnis erwachsen, dass irgendwann einmal Schluss sein muss mit dem ewigen Träumen von einer besseren Welt, einem Träumen, das immer nur beim Träumen stehen bleibt. Es muss Schluss sein, mit dem ewigen Gerede, dass wir ja doch nichts ändern können.
Wie oft sollen wir vergeben? Petrus schlägt ein Maß von sieben Mal vor und meint wohl, damit sehr hoch zu liegen. Dabei scheint die Frage nach dem Maß aber sehr unvernünftig zu sein, denn ich kann doch nicht immer nachgeben, ich kann nicht immer verzeihen. Dann werde ich ausgenutzt und fördere nur die Schlechtigkeit des anderen. Spontan neigen wir eher zur Vergeltung oder zum „Gleichgewicht der Gewalt“, wie es in der Politik manchmal heißt.
Jesus bietet Petrus und uns im Gleichnis eine einfache Lösung an: Jeder einzelne von uns ist dafür verantwortlich, dass unsere Welt eben nicht unbarmherzig, friedlos und ungerecht ist. Ich kann dafür sorgen, dass sich die Welt immer mehr in die Richtung entwickelt, die Gott uns vorgegeben hat. Das ist der Anfang einer neuen Welt, wie ihn nur Menschen machen können, die eben vergeben, wo andere unbarmherzig sind, die Frieden stiften, wo überall sonst Krieg angezettelt wird, und die den Mut haben, dies trotzdem zu tun, auch wenn die Umstände immer noch so sind, dass man dann wie selbstverständlich eben den Kürzeren zieht.
Wenn es solche Menschen nicht gibt, die trotzdem anfangen und der Unbarmherzigkeit trotzen, selbst auf die Gefahr hin, dass es ihnen persönlich im Letzten nur Nachteile bringt, dann wird sich nie etwas ändern. Wenn es solche mutigen Menschen nicht gibt, die der Unbarmherzigkeit mit Vergebung begegnen, dann werden die aktuellen Zustände siegen und unsere Welt wird ungerecht, friedlos und unbarmherzig bleiben.
Keiner von uns will das, jeder träumt von einer anderen Welt. Jeder träumt davon, dass ihm verziehen und vergeben wird, dass er Barmherzigkeit und Friede erfährt. Aber wenn es nicht Traum bleiben soll, dann muss einer den Anfang machen, dann muss ICH ganz einfach damit beginnen. Und wenn ich beginne, dann ist Schluss mit dem, was war und es ist ein neuer Anfang. Deshalb soll ich meinen Mitmenschen immer und immer wieder vergeben, unzählbar oft: Damit endlich das Neue beginnt, der neue Anfang, die neue Welt, die Gott uns Menschen in Jesus Christus vorgegeben hat: Keine Vergebung aus Berechnung, sondern aus der neuen Perspektive heraus, die Jesus Petrus und damit mir hier anbietet. Versuchen wir es doch gleich aus in unserem Leben, ich bin mir sicher, es lohnt sich und je mehr mitmachen, desto besser ist es!

Redakteur:  Luise Gruender

aktuelle Nachrichten

23. September 2020

Traum rückt in weite Ferne

Das ist eine ganz kalte Dusche aus dem Vatikan und ein schwerer Schlag für den kommenden...


23. September 2020

Wer im Weinberg des Herrn arbeitet

„Glaube ja, Kirche nein“, das erlebte auch Jesus schon


23. September 2020

Von Mythen und Medien

Vortrag in Ludwigshafen: Die Gefahr von Verschwörungsglaube und Antisemitismus


Anzeige

Abo der Pilger

Bestellen Sie bequem online Ihre persönliche Ausgabe der Kirchenzeitung.

Anmeldung im Benutzerbereich

Passwort vergessen?
neu registrieren