Aus dem Bistum

Freitag, 16. Juni 2017

Wichtigster Wallfahrtsort nach dem Dom

Zahlreiche Gläubige beim traditionellen Wallfahrtsfest auf dem Rosenberg

Nach dem Pontifikalamt mit Weihbischof Georgens (rechts) zogen die Gläubigen in einer Lichterprozession zur Lourdesgrotte. Foto: Teuscher

Seit fast 300 Jahren wird zum großen Wallfahrtstag nach Maria Rosenberg eingeladen. Auch in diesem Jahr zeigte sich, dass diese besonderen Tage nichts von ihrer Anziehung verloren haben. Weit über 1000 Besucher waren am 7. und 8. Juni nach Waldfischbach-Burgalben gekommen. Zum Auftakt zelebrierte Weihbischof Otto Georgens das Pontifikalamt im Freien; am zweiten Wallfahrtstag stand Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am Altar.

In seiner Begrüßung am ersten Wallfahrtstag hieß Pfarrer Volker Sehy unter anderen und „mit großer Freude“, die ehemaligen „Rosenberger“, die beiden Mallersdorfer Ordensfrauen Eleonore und Gerburga, willkommen. Gleichzeitig erinnerte er an das zurückliegende „Jahr der Barmherzigkeit“, als am Wallfahrtsort Tausende von Menschen durch die „Pforte der Barmherzigkeit“ schritten, sowie an seinen Besuch in St.Benedict in Iowa/USA, wo er gemeinsam mit Pastoralreferent Steffen Dully die Grab-und Wirkungsstätte der Stifter vom Rosenberg besucht hatte. Die Kollekte der beiden Pontifikalämter während des Wallfahrtsfestes, so Sehy, sei für die Pflege dieser Stätten und auch des hiesigen Stiftergrabes bestimmt.

Weihbischof Otto Georgens bezeichnete in seiner Festpredigt Maria Rosenberg nach dem Speyerer Dom als wichtigsten Wallfahrtsort in der Diözese. Hier könne der Mensch Maria, der Muttergottes, begegnen und sich mit seinen Fragen, Sorgen und Anliegen an sie wenden. Georgens erinnerte daran, dass Jesus selbst uns seine Mutter als unsere Mutter gegeben habe. Sie habe die Menschen aufgefordert: „Was er auch sagt, das tut.“ Maria sei uns Vorbild im Glauben geworden.

Maria Rosenberg sei ein Ort, an dem die Augen der Muttergottes „dich ansehen, treffen, auffangen; wo uns Marias Augen sagen, gut dass es dich gibt“, so der Weihbischof. Marias Blick sei ein immerwährendes Geschenk. Er befreie, begleite, beschütze und helfe; er lasse den Menschen in seiner Einsamkeit nicht alleine, mache ihn solidarisch. „Wir sind ein Volk, das Rosenberger Volk, unter dem Blick der Muttergottes“, betonte der Weihbischof. Wallfahrtsdirektor Volker Sehy nahm in seinen Abschlussworten diese Botschaft auf und bekräftigte sie.

Gut 600 Wallfahrer zogen im Anschluss an das Pontifikalamt in einer Prozession mit brennenden Kerzen in ihren Händen und gemeinsam mit Messdienern und Priestern zur Lourdesgrotte. Daran schloss sich ein gemütliches Beisammensein mit vielen Gesprächen und dem Austausch von Erinnerungen bei Speisen und Getränken im Wallfahrtshof an.     

Pontifikalamt mit Bischof Wiesemann
Am zweiten Wallfahrtstag zelebrierte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann das festliche Pontifikalamt im Wallfahrtshof. Auch zu diesem Gottesdienst waren viele Gläubige auf den Rosenberg gekommen. Bischof Wiesemann stellte seine Festpredigt unter das Thema „Maria – Mutter der Einheit“. Sie führe alle Christen in allen Teilen der Welt zusammen. Zeitgleich fand ein Kindergottesdienst mit Pastoralreferent Steffen Dully an der Lourdesgrotte statt. Am Nachmittag informierten Sehy und Dully noch einmal über ihre Reise nach Amerika zu den Gräbern der Rosenberger Stiftern. (red)

Redakteur:  Redaktion

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