Aus dem Bistum

Mittwoch, 05. August 2020

Ziel: Welt ohne Atomwaffen

Speyerer Pfarrei Pax Christi erinnert an Atombombenabwürfe vor 75 Jahren mit Friedenswache vor dem Dom und Friedensgottesdienst in St. Bernhard

In der Friedenskirche St. Bernhard findet am 9. November ein Friedensgottesdienst statt, zu der Zeit, als über Nagasaki das Inferno hereinbrach. In der Pax-Christi-Kapelle wird Erde aus Nagasaki aufbewahrt. (Foto: Landry)

Die Zerstörung der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch zwei Atombomben jährt sich zum 75. Mal. Die Speyerer Dompfarrei Pax Christi wird aus diesem Anlass des Leids der Opfer gedenken. Sie möchte aber auch auf die fortdauernde Gefährdung des Friedens durch Atomwaffen aufmerksam machen und zur Diskussion von Wegen der Friedenssicherung einladen. Die Dompfarrei schließt sich nach einem Beschluss ihres Pfarreirats der Forderung nach einer weltweiten Ächtung von Atomwaffen an.

Meditatives Friedensgebet
Das Gedenken im Gebet beginnt die protestantische Gesamtkirchengemeinde Speyer mit dem meditativen Friedensgebet am Donnerstag, 6. August, 19 Uhr, in der Speyerer Gedächtniskirche. Das ist der Jahrestag des Abwurfs der ersten Atombombe auf Hiroshima.

Neun Stunden Friedenswache
Am Samstag, 8. August, dem Vorabend des Jahrestags der Zerstörung der japanischen Stadt Nagasaki, hält die Dompfarrei Pax Christi von 17 Uhr am Nachmittag bis 1 Uhr in der Nacht eine Friedenswache vor dem Speyerer Dom. Wer dazustoßen möchte, ist eingeladen, gemeinsam zu beten, Friedenslieder zu hören und seine Friedensvisionen mit den anderen zu teilen.

Gottesdienst zur Stunde des Untergangs
Am Sonntag, 9. August, beginnt um 11 Uhr, zur Stunde des Abwurfs der Atombombe auf Nagasaki, ein Friedensgottesdienst in der Kirche St. Bernhard. Die Messfeier leitet Pfarrer Dr. Patrick Asomugha. Unter dem Chor der Kirche wird in der Pax-Christi-Kapelle Erde aus Nagasaki aufbewahrt. Sie gehört zu einer Sammlung von Steinen und Erde von allen Kontinenten, mit der die Konflikte der Welt und die Hoffnung auf Frieden präsent gehalten werden. Die Friedenskirche St. Bernhard war 1953/1954 gemeinsam von deutschen und französischen Christen als Zeichen der Versöhnung errichtet worden.

Gottesdienstteilnehmer werden gebeten, sich im Pfarrbüro Pax Christi anzumelden (Telefon: 06232/102140). Bei allen Veranstaltungen gelten besondere Corona-Schutzmaßnahmen.

Online-Veranstaltung zu Atomwaffen
Zu einer Online-Veranstaltung „75 Jahre Atomwaffen – (k)ein Auslaufmodell?!“ laden am Mittwoch, 19. August, um 19.30 Uhr, das Forum Katholische Akademie und die Friedensbewegung pax christi im Bistum Speyer ein. Es tragen vor und diskutieren mit den Teilnehmenden zwei Politologen und Theologen: Thomas Zuche von der Arbeitsgemeinschaft Frieden e. V., Trier, und Horst-Peter Rauguth, dem geistlicher Beirat von pax christi Deutschland.

Information: KEB Diözese Speyer, Telefon 06232/102-180 oder Katholische Akademie Rhein-Neckar, Telefon 0621/5999-162. Anmeldung auf der Website des Heinrich-Pesch-Hauses unter https://heinrich-pesch-haus.de/veranstaltungen/75-Jahre-Atomwaffen.

Redakteur:  Bernhard Kaas

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