In Gemeinschaft Kochen

"In der Weihnachtsbäckerei …"

… gibt’s so manche Leckerei“. Frei nach einem bekannten Kinderlied ging es in der Kindertagesstätte Mariä Himmelfahrt in Speyer besonders lecker und festlich zu.

Zwischen Mehl und Milch verwandelten die kleinen Bäcker die Kindertagesstätte in eine vorweihnachtliche Konditorei. Tatkräftige Unterstützung hatten sie von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

„Du Herr Bischof, was sollen wir denn backen?“ fragte eine kleine Bäckerin und knetete den Teig zu einer Kugel. Die Kinder und die Leiterin der Kindertagesstätte, Ulrike Mahler, staunten nicht schlecht, wie geschickt und flink Bischof Wiesemann aus einem Stück Teig den Speyerer Dom als Antwort formte.

Kreativität wird in der der katholischen Kindertagesstätte „Mariä Himmelfahrt“, die der Dompfarrei Speyer zugehörig ist, gezielt gefördert. Aus diesem Grund stechen die kleinen Weihnachtsbäcker die Plätzchen auch nicht mit klassischen Backformen aus. Stattdessen formen, kneten, schneiden und dekorieren die Kinder nach Lust und Laune. Ein pädagogischer Ansatz ist es, damit die Neugierde und Freude am Lernen zu fördern.

Kreativität und Gemeinschaft werden in „Mariä Himmelfahrt“ groß geschrieben. Ulrike Mahler: „Wir wollen dazu beitragen, die sozialen Kompetenzen jedes einzelnen Kindes zu stärken, was in der heutigen Gesellschaft besonders wichtig ist!

Man merkt Bischof Wiesemann an, dass ihm die Arbeit mit den Kindern leicht von der Hand geht: Er ist mit vollem Eifer beim Kneten und Formen mit dabei. Sogar das schwarze Jackett bleibt nicht verschont und bekommt einige Spritzer Mehl ab. „Nicht schlimm“, lacht der Bischof und klopft sich den Mehlstaub von der Kleidung: „Wer so aktiv das Miteinander und Begegnung in der Gemeinschaft lebt, dem schmeckt’s in der Gemeinschaft doppelt gut!“

Insgesamt 19 Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. Nach getaner Arbeit heißt es für die Plätzchen „ab in den Ofen“. Jetzt muss nur noch darauf geachtet werden, sie wieder rechtzeitig aus der heißen Röhre zu holen, sonst bewahrheitet sich eine weitere Zeile aus dem oben zitierten Kinderlied: „… warten wir gespannt – verbrannt!“

Lukullische Hochburg Queidersbach

Dank Ursula Kühn, Mutter von Dekan Steffen Kühn, ist das beschauliche Örtchen Queidersbach in der Pfalz zu DER kulinarischen Anlaufstelle für Leckermäuler schlechthin geworden.

Ursula Kühn ist die gute Seele im Haus und bekocht immer das gesamte Pfarrteam. Die köstlichen Düfte wehen auch immer mal wieder über das Pfarrhaus hinaus, sodass auch gerne Kollegen von Dekan Kühn vorbeischauen. "Oh, backt die Mama heute wieder? Dann kommen wir zu Kaffee vorbei!" heißt es nicht selten.

Herzstück ...

... ist beim Ehepaar Pappon die Küche. Diese ist jedoch nicht nur im Haus wichtig. Auch auf den diversen Jugendfreizeiten, die von den beiden engagierten Pastoralreferenten organisiert werden, ist sie DIE zentrale Anlaufstelle für alle Themen, Sorgen und Probleme, die bewegen.

Es wird nicht nur gemeinschaftlich gekocht, sondern auch diskutiert. Auftretende Probleme werden gemeinsam gelöst. In der ungezwungenen Küchenatmosphäre lässt es sich oft leichter und vertrauter reden, als beispielsweise in einem Arbeitszimmer.

"Mittlerweile ist das Küchenteam so beliebt, dass wir eine Art 'Warteliste' für die nächste Freizeit führen müssen", lacht Stefan Pappon.

Unsere Bilder zeigen die fleißigen Köche aber im Pfarrhaus in Elschbach, wo zusammen mit den Gruppenleitern der Jugendfreizeiten ein himmlisches Tiramisù gezaubert wurde.

Kochen is(s)t Leidenschaft

Liesel Schermer ist Köchin aus Leidenschaft. Die Haushälterin des Domkapitulars em., Hubert Schuler, liebt es, Freunde und Bekannte zu bekochen. Sie freut sich, wenn ein gutes Essen alle Leute am Tisch entspannt und zu guten Gespräche anregt.

Daher ist im schönen Haus am Edith-Stein-Platz auch immer was los. Die Teller sind bei Liesel Schermer immer gut gefüllt. Die agile Dame freut sich, wenn – wie in diesem Fall Dompfarrer Matthias Bender kurzum Kaplan Thomas Becker – spontan an ihrem Tisch Platz nehmen.

Kochen als Berufung

So schmeckt Kochen in Gemeinschaft: Liesel Stief und fleißige Helfer bekochten in der Vergangenheit Gesellschaften bis zu hundert Personen. Die rüstige Dame bot Kochkurse an und hat selbst schon ein lokales Kochbuch auf den Markt gebracht.

Liesel Stief hat es schon immer Spaß gemacht, mit anderen gemeinsam in der Küche zu stehen und ihr Wissen weiter zu geben. Sie findet es einfach schön, mit vielen Menschen etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen.

Heute wird in etwas kleinerem Rahmen gekocht. Aber immer noch zusammen mit den Damen aus dem ehemaligen Pfarrteam. Die eine füllt das Eis in die Guggelhupfform, eine andere püriert die Erdbeeren für die leckere Mousse und wieder andere fleißige Hände decken den Tisch.

Gemeinsames Kocherlebnis

Es gibt ein Gericht, das nur in Gemeinschaft schmeckt: Fondue.

Während die mundgerechten Fleischstücke langsam vor sich hin garen, bietet sich ausreichend Gelegenheit für angenehme Gespräche. Das wissen auch Pfarrer Hermann Kast und sein Team zu schätzen.

Natürlich fällt die Mittagspause nicht jeden Tag so feudal aus. Ab und zu sollte man sich aber die Zeit nehmen, in Gemeinschaft zu essen. Das ist auf Dauer für Leib und Seele gesund!

 

In Gemeinschaft kochen

Die Mitmach-Aktion
"In Gemeinschaft kochen" verbindet Gemeinschaft und Genuss in der Gemeindearbeit.

Wie der Erfolg des ersten Pilger-Kochbuchs "Hier schmeckt’s himmlisch" gezeigt hat, erfüllt die Genuss-Tour durch das Bistum Speyer einen wichtigen Sinn und Zweck: Leser lernen ihre Pfarrer und ihre Haushälterinnen sowie engagierte Kirchenmitglieder aus Gemeinden und Verbänden besser kennen.

Umgekehrt nutzen kochende Seelsorger das Pilger-Kochbuch dazu, um Gemeinschaft und Genuss in der Gemeindearbeit miteinander zu vereinen. Die Idee für die Mitmach-Aktion "In Gemeinschaft kochen" war geboren.

Daher fördert das zweite Buch aus der pilger-Kochbuch Reihe "Himmlische Leckereien" die Mitmach-Aktion "In Gemeinschaft kochen".

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Kaiserdom Speyer Virtuell

Erleben Sie den Speyerer Dom im Internet auf der 360-Grad-Präsentation "Kaiserdom virtuell"

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