Diözesanes Forum VII

Rückblick auf das Geschehen im Prozess „Gemeindepastoral 2015“

Blick auf das Forum in der Aula der Maria-Ward-Schule in Landau.

Beginnend 2009, befindet sich der Erneuerungsprozess von „Gemeindepastoral 2015“ nach sechs Jahren nun auf der Zielgeraden. Die damit verbundenen Herausforderungen stehen aber noch bevor, so machte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bereits bei der Eröffnung deutlich. „Im Prinzip geht es ja jetzt erst richtig los.“ Innehalten, Rückschau, Bewertung, dies seien Ziele des heutigen siebten Forums. Es findet in der Aula der Maria-Ward-Schule in Landau, in direkter Nachbarschaft der großen Landauer Marienkirche, statt.


In seinen Begrüßungsworten erwähnte der Bischof besonders die Vorsitzende des Katholikenrats, Maria Faßnacht, die im Plenum trotz ihrer schweren Erkrankung, teilnimmt. Gedacht wurde in einer kurzen Stille der beiden verstorbenen Katholikenratsmitglieder Rudi Oswald und Dr. Heribert Kleinmann.


„Ein starkes Signal für die weitere Arbeit mit und an diesem Grundsatzpapier“, nannte Generalvikar Dr. Franz Jung in seiner Rückschau auf die bisherigen Ereignisse des Jahres 2015, die einstimmige Annahme des Papiers bei zurückliegenden, sechsten Forum. Ein wichtiges Faktum war die Entscheidung über die Zahl der Gemeinden. 376 sind es in den künftig 70 Pfarreien. Es ist ein weites Spektrum zwischen der Pfarrei Feilbingert in der Nordpfalz mit einer einzigen Gemeinde und der Pfarrei Dahn in der Südwestpfalz mit insgesamt zwölf Gemeinden. Dr. Jung berichtete über die Pfarrverbandsbesuche in der ersten Jahreshälfte, über den Testlauf in Sachen „Mitarbeitergespräche“, den Ökumenischen Kirchentag mit dem „Ökumene-Leitfaden“, die vier Probevisitationen des Bischofs in den Projektpfarreien und die Einrichtung der sechs Regionalverwaltungen.


Ausgewertet wurde eine Umfrage unter den 136 Forumsteilnehmern, 52 davon haben sich an der Umfrage beteiligt (etwas mehr als 38 Prozent). Sie erlebten den Entstehungsprozess zu „Gemeindepastoral 2015“ als „gut dialogisch“ (7,66 von maximal zehn Punkten), die Umfrageteilnehmer sind „recht zufrieden“ mit dem Ergebnis der Beratungen (7,26 von zehn Höchstpunkten). Eine deutliche Herausforderung sehen die Befragten in der Aufgabe, das Zukunftskonzept an die Basis der Kirche zu tragen. Denn nur mit 4,21 von maximal zehn Punkten wird bewertet, wie gut „Gemeindepastoral 2015“ bei den Kirchenmitgliedern bekannt ist.


In zehn Kleingruppen wurde im Lauf des Vormittags der gesamte Prozess unter die Lupe genommen. Euphorie, gleichermaßen Skepsis als auch Stolz angesichts des Erreichten oder des Bevorstehenden werden geäußert – etwa auf der Gefühlsebene. Nach wie vor Infodefizite, Ängste, Sorgen sind festzustellen – von den Lanzen zu den Winzermessern“ - mit diesem Bild wird beschrieben, wie sich ein „Wachsen vieler Befürchtungen hin zu Hoffnung“ entwickelt hat. Außerdem: Die Forumsteilnehmer schätzen sich untereinander, man ist gemeinsam, auf Augenhöhe unterwegs, und das soll weitergehen. „Es wäre traurig, wenn es das letzte Forum wäre, wir freuen uns, wenn wir uns in diesem Rahmen wieder treffen“, so zieht eine Gruppe Bilanz. Eine andere Gruppe hatte die Aufgabe, Kritik am Prozess zu üben. Kritisiert wurde das anfängliche Misstrauen in den Beratungen oder auch die Zuschnitte der Pfarreien, die zunächst von oben herab angeordnet wurden, manchmal ohne Bezüge zu den weltlichen Bezügen vor Ort. In den Stolpersteinen – etwa Frage nach Ehrenamtlichen, nach Personalgemeinden oder nach dem „Wir-Gefühl“ in den neuen Pfarreien – seien die „Baustellen für die Zukunft“, an ihnen solle jetzt weiter gearbeitet werden. Zur Außenwahrnehmung wurde festgestellt, dass Verunsicherung herrscht in vielen Gemeinden, teilweise aber auch Desinteresse. Wie geht es in der Zukunft weiter – dies fragten zwei Kleingruppen. Es geht jetzt an die Umsetzung, dazu braucht es eine „Kreativpause“, also keine weitere Erarbeitung von Konzepten, sondern die Verwirklichung.

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Künftige Pfarreien und Gemeinden im Bistum

Eine Übersicht über Pfarreien und Gemeinden im Bistum Speyer nach dem Konzept "Gemeindepastoral 2015" finden Sie in dieser pdf-Datei zum Download.

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