Redaktion der pilger

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Kreativität zahlte sich aus

Sterne in unterschiedlichen Farben und Größen bastelten die vier Frauen aus Lachen-Speyerdorf für ihre Aktion. (Foto: Geider/Privat)

Frauen aus Lachen-Speyerdorf verkauften Origamisterne für Kitas in Flutregionen

Sterne der Hoffnung – so könnte man die Aktion nennen, die vier Frauen aus Lachen-Speyerdorf gestartet haben, um Kindertagesstätten (Kitas) zu helfen, die durch die Flutkatastrophe heimatlos geworden sind. Hunderte Origamisterne haben sie gebastelt, verkauft und einen Erlös von 3 000 Euro erzielt. Geld, das nun drei betroffenen Kindergärten zugute kommen soll.

Ideengeber war ein Aufruf des Referats Kindertagesstätten im Bistum Speyer. Unter dem  Titel „Niemand im Regen stehen lassen – Kitas helfen Kitas“ warb er um Unterstützung für katholische Kindertagesstätten im Kreis Ahrweiler, die von der Flut zerstört worden sind. „Ich hatte davon gehört und daraufhin Kontakt mit ehemaligen Kolleginnen aufgenommen, sagt Hildegard Geider, die bis zum Ruhestand selbst Erzieherin in einer Kita in Limburgerhof war. „Wir waren uns schnell einig, dass auch wir helfen wollten. Also haben wir uns an das Referat Kindertagesstätten gewandt und von einem Mitarbeiter die Adressen zweier Kitas in der Eifel bekommen.“ Denn auch dort habe die Flut so gewütet, dass ihre Räume nicht mehr genutzt werden können und sie jetzt in Containern untergebracht werden müssen.

„Da ich mit einer Kollegin schon einmal Origami-Sterne für private Zwecke gebastelt hatte, haben wir diese Idee wieder aufgegriffen. Außerdem sind Sterne ein passendes Symbol für Advent und Weihnachten.“ Im Oktober legten die Frauen los. In sorgsamer Arbeit entstand aus unzähligen Papierbögen eine stattliche Kollektion von 500 bis 800 unterschiedlich großen Sternen. „Die genaue Zahl wissen wir nicht, wir haben es leider versäumt, von Anfang an mitzuzählen“, sagt Hildegard Geider. Viele Stunden hat sie mit ihren Kolleginnen in das Hilfsprojekt investiert. Denn für einen Stern brauche man etwa 20 bis 25 Minuten.

Doch der Einsatz hat sich gelohnt. Den ersten Verkauf starteten die Frauen an St. Martin in den umliegenden Kindertagesstätten. „Das Datum schien uns dafür wie gemacht, schließlich geht es an diesem Tag im Sinne des heiligen Martin ums Helfen und Teilen. Da Kinder es gern bunt mögen, haben wir die Sterne in allen Farben des Regenbogens hergestellt.“ Teils liebevoll in Zellophantütchen verpackt, teils mit einem Sternen-Gedicht als Beilage gingen die Sterne weg wie warme Semmeln. „Eine Ex-Kollegin hat dann noch mit den Kindern einer Edesheimer Kita eine Verkaufsaktion gestartet, die ebenfalls eine erfreuliche Summe eingebracht hat. Das hat uns motiviert, auch in der Nachbarschaft und im Bekanntenkreis Abnehmer zu finden.“

 Eine der Frauen habe sie sogar auf der Straße und bei ihrem Zahnarzt an den Mann gebracht. Eigentlich hatte das kreative Kleeblatt vor, Sterne noch auf dem Weihnachtsmarkt oder nach dem Gottesdienst in der Kirche anzubieten, doch Corona hat den Plan zunichte gemacht.
Dennoch ist die ansehnliche Summe von 3 000 Euro zusammen gekommen. Das Geld soll jetzt an die Eifeler Kitas in Schleiden und Schleiden-Gemünd gehen. „Nachdem eine Kollegin in Kontakt mit einer weiteren betroffenen Kita in der Region ist, werden wir den Betrag durch drei teilen.“ Damit setzen die Frauen ein Zeichen der Solidarität und leisten einen Beitrag, um verloren gegangene Dinge wieder zu ersetzen.

Auch sie selbst habe von der Aktion profitiert, sagt Hildegard Geider. „Zum einen hat das Sternefalten großen Spaß gemacht, zum anderen wurden die etwas eingeschlafenen Kontakte zu meinen ehemaligen Kolleginnen wiederbelebt. Das ist eine echte Bereicherung.“(friju)

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