Dienstag, 10. Februar 2026
Wohnprojekt für suchtbelastete Familien

Wenn es zu Hause Suchtprobleme gibt, finden Frauen und Kinder Zuflucht in einer Wohnung der Diakonie. (Foto: kna-bild / Harald Oppitz)
Frauen und ihre Kinder, die sich von suchtkranken Partnern trennen oder sich neu orientieren wollen, finden Zuflucht in einer Wohnung der Diakonie in Ludwigshafen.
Das Wohnprojekt „Auszeit“ des Diakonischen Werks Pfalz für Frauen und Kinder aus suchtbelasteten Familien in Ludwigshafen ist in neuen Räumlichkeiten wiedereröffnet worden. Eine voll möblierte Wohnung stehe Betroffenen in der Innenstadt zur Verfügung, sagte der Projektleiter Marc Hoffmann von der Suchtberatung des Hauses der Diakonie dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Wohnangebot solle Frauen und ihren Kindern vorübergehend Schutz und Abstand von suchtkranken Partnern bieten, es sei bundesweit in dieser Form einmalig.
In der 60 Quadratmeter großen Wohnung stehen für eine Frau mit bis zu zwei Kindern zwei Zimmer kostenlos zur Verfügung, sagte Hoffmann. Diese könnten dort bis zu einem Jahr wohnen, um „zur Ruhe zu kommen und um ihr Leben neu zu orientieren“, ergänzte Fachreferentin Anette Schilling. Das Angebot richte sich an Frauen, die sich von ihrem suchtkranken und oft auch gewalttätigen Partner trennen wollten oder vorübergehend eine „Auszeit“ benötigten. Voraussetzung für die Aufnahme sei, dass die Frauen ihren Haushalt selbstständig führen können und ihren Wohnsitz in Ludwigshafen oder im Umkreis haben.
Intensive psychosoziale Betreuung
Teil des Projekts ist eine intensive psychosoziale Betreuung durch Mitarbeitende der Fachstelle Sucht der Diakonie. Zudem könnten die Bewohnerinnen und deren Kinder auch weitere Hilfsangebote im Haus der Diakonie nutzen. In Gesprächen sollten sie stabilisiert und neue Lebensperspektiven sowie existenzielle Sicherheit entwickelt werden. Der Platz in der noch freien Wohnung werde nach Bedürftigkeit vergeben, eine Warteliste gebe es nicht, sagte der Sozialpädagoge Hoffmann. Ermöglicht werde das 2010 ursprünglich in einer Wohnung des Hauses der Diakonie gestartete Wohnprojekt durch eine anonyme Erbschaft. Die Finanzierung sei auf fünf Jahre gesichert, Spenden seien willkommen, sagte Fachreferentin Schilling. (epd)







































