Dienstag, 17. März 2026
Bistum will Tagungsbetrieb in Maria Rosenberg schließen

Der Wallfahrtsort Maria Rosenberg hat eine lange Geschichte. Der Tagungsbetrieb wird dort nun eingestellt. (Foto: Pilger-Archiv)
Das Bistum Speyer hält an seinen Plänen für den Wallfahrtsort Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben fest. Der stark defizitäre Tagungsbetrieb soll geschlossen, das Geistliche Zentrum erneuert werden.
Das Bistum Speyer hält an der zum 1. Juli geplanten Schließung des Tagungsbetriebes in seinem Geistlichen Zentrum Maria Rosenberg im westpfälzischen Waldfischbach-Burgalben fest. Die Vorschläge der Interessengemeinschaft Forum Maria Rosenberg für die künftige Weiterentwicklung des Wallfahrtsortes seien finanziell nicht umsetzbar, sagte Generalvikar Markus Magin. „Nach eingehender Prüfung hat sich gezeigt, dass der vorgelegte Entwurf des Forum Maria Rosenberg nicht realisierbar ist. Die Vorschläge hielten einem Faktencheck in vielerlei Hinsicht nicht stand. Das funktioniert nicht!“, fasste Magin zusammen. „Für uns ist Maria Rosenberg ein wichtiger Ort. Deshalb investieren wir dort auch sehr viel, um das Geistliche Zentrum fortzuführen und zu erneuern. Aber wir werden als Bistum kleiner, die Zahl der Gläubigen geht zurück, somit auch die finanziellen Möglichkeiten. Wir unternehmen zwar große Anstrengungen für den Rosenberg. Aber wir können unsere Gelder nicht an einer Stelle so sehr konzentrieren, dass andere Institutionen und Einrichtungen des Bistums dadurch in Schwierigkeiten kommen.“
Ausdrücklich betonte Magin in diesem Zusammenhang, dass sich die Bistumsleitung an die bereits vorliegenden Beschlüsse der synodalen Gremien gebunden sieht. Bereits im letzten Jahr hatten jedoch die zuständigen synodalen Gremien des Bistums – darunter die Diözesanversammlung, der Allgemeine Geistliche Rat, der Priesterrat sowie der Diözesanvermögensverwaltungsrat – beschlossen, den stark defizitären Tagungshausbetrieb zu schließen und die maroden Gebäudeteile aus den 70iger und 80iger Jahren abzureißen. Das Geistliche Zentrum sollte dagegen erneuert und die historischen Gebäudeteile saniert werden.
Magin dankte den Vertreterinnen und Vertretern des Forums für den Hinweis, dass nun zeitnah Übergangslösungen für Gruppen gefunden werden müssen, die sich bisher sehr regelmäßig auf dem Rosenberg treffen. Er sicherte zu, sich um Lösungen zu bemühen und hat die Mitglieder des Forums dabei um ihre Unterstützung gebeten.
Im Rahmen eines Gesprächs mit der Vertretern der Initiative am 9. März hatte das Fachpersonal aus verschiedenen Arbeitsbereichen des Bischöflichen Ordinariats in Speyer seine Einschätzung zum vorliegenden Konzeptentwurf des Forum Maria Rosenberg abgegeben. Die Initiative hatte im Dezember des vergangenen Jahres der Bistumsleitung eine Online-Petition mit der Forderung übergeben, den Tagungshausbetrieb auf Maria Rosenberg nicht zu schließen. Man wollte Ideen vorlegen, wie die nicht mehr benötigten Gebäudeteile auf dem Rosenberg weiter betrieben werden können.
Die Geschichte von Maria Rosenberg mit seiner Gnadenkapelle und Wallfahrtskirche und einem umfangreichen Gebäudekomplex geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Der Baubestand um den Wallfahrtshof, das Stifterhaus mit den umliegenden Arkaden und dem Gästehaus ist über 100 Jahre alt. Zwei Tagungshäuser wurden in den 1970er und 1980er Jahren errichtet.
der pilger /epd / Bischöfliche Pressestelle







































