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Mittwoch, 04. Dezember 2019

Kloster Esthal verkauft

„Slow Life Esthal GmbH“ will Anwesen als Tagungs- und Gästehaus weiterführen

Die Schwestern in Eshal sind erleichtert: Kirche und Friedhof bleiben zur Nutzung bei der Kongregation. Foto: Provinz Nürnberg

Das Kloster St. Maria in Esthal befindet sich nicht mehr in Trägerschaft der Niederbronner Schwestern. Der Orden hat das Anwesen an die „Slow Life Esthal GmbH“ verkauft. Die notarielle Vertragsunterzeichnung war am 21. November.

Die Einrichtung soll als „Kloster Esthal“ als Tagungs- und Gästehaus weitergeführt werden. Die Angebote der bisherigen Jahre mit Seminaren, Exerzitien und Erholung im Pfälzer Wald sollen weitergeführt und ergänzt werden. Die für den Erwerb gegründete Gesellschaft „Slow Life“ mit polnischen Wurzeln und persönlichem Bezug zur Waldgemeinde möchte in Zukunft das Programm durch Workshops besonders für Studenten aus europäischen Ländern erweitern. „Der europäische Gedanke des Zusammenwachsens, der Wertevertiefung und der Begegnung im christlichen Glauben hat uns als Schwestern vom Göttlichen Erlöser besonders gefallen, da er gut zusammengeht mit den Zielen unserer Ordensgründerin, der seligen Alfons Maria Eppinger, Grenzen zu überwinden“, betont Schwester Rosa Fischer (Nürnberg), Provinzleitung der Niederbronner Schwestern. „Die Käufer versicherten unserer Kongregation, dass das Kloster weiterwachsen darf: als Ort der Ruhe, der Stille, des Austausches, der Vertiefung christlicher Werte, der Begegnung der Kulturen über Sprachgrenzen hinweg“, betont sie.
„Wichtig war uns, dass die Klosterkirche und der Friedhof der Schwestern weiter bestehen bleiben. Auch die Schwesterngemeinschaft wird weitergehen.“ Die Mitarbeiter könnten ihren Arbeitsplatz behalten, der Betriebsübergang sei geregelt. Der Käufer werde das Kloster renovieren soweit Bedarf bestehe und ein öffentliches Restaurant ermöglichen, was für den Ort Esthal von Vorteil sein könnte.
Dass sich die Anspannung der letzten zwei Jahre nun löst, freut auch die Esthaler Oberin Schwester Theresia Benedikta Rohrmann: „Der Verkauf wurde sehr bewusst geführt, die Käufer sind offensichtlich positiv religiös eingestellt. Sie wurden ausgewählt, weil sie auch bereit waren, unsere Dienstgemeinschaft zu übernehmen. Kirche und Friedhof bleiben zur Nutzung bei der Kongregation.“ In der Kirche könnten so wie bisher für die Schwestern Jubiläumsfeiern, Beerdigungsgottesdienste und geistliche Angebote stattfinden. Die Schwestern seien erleichtert, dass sie bleiben könnten. „Wir wurden in den letzten Tagen schon von vielen Esthalern angesprochen, die glücklich sind, dass es weitergeht. Unser Stammpublikum hat für das nächste Jahr bereits zahlreiche Buchungen im Gästehaus getätigt“, erklärt sie.
Unterstützung für die neuen Inhaber, die „Slow Life GmbH Esthal“, sichert Manfred Kirr, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, zu. Mit Spannung erwartet man die ersten persönlichen Kontakte und Gespräche. „In den letzten Jahren sind die Übernachtungszahlen in der Verbandsgemeinde dank der Öffnung des Klosters für Gäste stark gestiegen. Auch ist die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Veranstaltungen der Volkshochschule eine Erfolgsgeschichte“, betont er. Positiv wertet Kirr bei allgemein sinkender Zahl an Gastronomie die Ankündigung eines zusätzlichen Restaurationsbetriebes im Kloster Esthal, was auch den Hotelbereich aufwerte.

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