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Aus dem Bistum

Mittwoch, 24. Februar 2021

Sie sollte es in jedem Ort geben

Zum zehnjährigen Bestehen der „Allianz gegen Altersarmut“ würdigen Persönlichkeiten das Bündnis

Statement des Sprechers der „Allianz gegen Altersarmut“, Hans Mathieu. Sämtliche Wortbeiträge stehen auf der Homepage www.katholikenrat-speyer.de (Arbeitsweise/Initiativen und Bündnisse/Allianz gegen Altersarmut). (Foto: Katholikenrat im Bistum Speyer)

Seit Jahren wird das Problem der Altersarmut immer dringlicher. Grund genug für den Katholikenrat im Bistum Speyer, 2010 die „Allianz gegen Altersarmut“ zu gründen, der mittlerweile Verbände und Vereine der katholischen und der evangelischen Kirche sowie Gewerkschaften und Einzelpersonen angehören. Seither informiert das Bündnis  in regelmäßigen Vortragsveranstaltungen und Workshops über aktuelle Entwicklungen zum Thema Altersarmut und fordert von der Politik wirksame Ursachenbekämpfung.
Ihr zehnjähriges Jubiläum wollte die Allianz in einem Festakt am 5. Dezember vergangenen Jahres in Ludwigshafen begehen. Aber die Corona-Pandemie durchkreuzte dieses Vorhaben. Ins Wasser fallen musste die Feier dennoch nicht – sie fand digital statt. Das Engagement und die Bedeutung der Allianz würdigen acht Persönlichkeiten mit kurzen Statements.

Bischof Dr.
Karl-Heinz Wiesemann

Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann widmet sich der Frage, warum sich Kirche gegen Altersarmut einsetzen soll. „Kirche sollte sich für Altersarmut einsetzen und (tut es!), weil unsere tiefste Bestimmung darin liegt, ,Kirche für andere‘ (Dietrich Bonhoeffer) zu sein. Wir sollen – nach dem Vorbild Jesu – denen eine Stimme geben, die in unserer Gesellschaft zu wenig Gehör finden, und denen beistehen, die sich aus eigener Kraft nicht helfen können. Gerade in den Armen, Schwachen und Benachteiligten begegnet uns Jesus Christus. Durch unseren Einsatz sollen sie erfahren: Gott will für jeden Menschen das ,Leben in Fülle‘!‘“

Kirchenpräsidentin
Dorothee Wüst

Derselben Frage nimmt sich auch die Oberkirchenrätin und künftige Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst an. Sie tritt ihr neues Amt offiziell am 1. März an. „Wenn nach einem Leben, das viel für die Gesellschaft geleistet hat, der Lebensabend in Armut mündet, ist das ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft. Jede Aktion, die darauf aufmerksam macht, sich für Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit einsetzt, folgt den christlichen Grundgedanken, dass jeder Mensch vor Gott Würde und Wert hat. Gerade dann, wenn er selbst nichts mehr leisten kann, sondern auf Unterstützung angewiesen ist. Daran bemisst sich der Wert einer funktionierenden Solidargemeinschaft.“

Maria Faßnacht, ehemalige
Vorsitzende des Katholikenrates

Weshalb sich vor zehn Jahren die Allianz gegen Altersarmut gegründet hat, erläutert Maria Faßnacht, von 2008 bis 2016 Vorsitzende des Katholikenrates, in ihrem Statement. „Als Vorsitzende des Katholikenrates gehörte ich jahrelang dem Arbeitskreis Arbeit und soziale Gerechtigkeit an. Daher förderte ich 2010 die Idee einer Allianz gegen Altersarmut, denn Altersarmut ist zunehmend ein Problem unserer Gesellschaft. Das überkonfessionelle Bündnis zeigt, dass Kirche politisch ist und sich einmischen muss. Es wäre nicht die Kirche Jesu Christi, wenn sie nur um sich selber kreisen würde. Ich wünsche allen engagierten Frauen und Männern weiterhin gute Ideen und Gottes Segen.“

Professor Friedhelm
Hengsbach, Sozialethiker

Zur Notwendigkeit sozialen Engagements gerade bei der Frage Altersarmut sagt der Sozialethiker und Jesuit Friedhelm Hengsbach: „Abstrakte Altersarmut übersetzt Franziskus in die ihm eigene Sprache: ,Fratelli Tutti‘ beklagt eine selbstverliebte Gesellschaft, die arme, ältere Menschen als unnütz empfindet und brutal wegwirft. Persönliche Klage verhallt, diese Armut hat strukturelle Ursachen. In den 1990er Jahren haben Politiker verantwortungslos die Tarifverträge ausgehöhlt, die gesetzliche Rentenformel manipuliert, die private Alterssicherung verteidigt. Heute suchen junge Menschen gute und sichere Arbeit jenseits der Industrie – in den Sektoren Gesundheit, Pflege, ökosozialer und kultureller Dienste.“

Wolfgang Wirtz-Nentwig, Wirtschaftsredakteur
Welche politischen Weichenstellungen wären notwendig, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen? Diesen Aspekt griff Wolfgang Wirtz-Nentwig, Wirtschaftsredakteur beim Saarländischen Rundfunk, auf. „Als Journalist bin ich strikt den Fakten verpflichtet. Und die besagen, dass durch die systematische Kappung der gesetzlichen Rente ein riesiges Problem auf uns zukommen wird – für die nächsten Generationen noch viel stärker als heute. Wie man auf die Idee kommen könnte, dass uns ausgerechnet die Akteure der Finanzwirtschaft retten sollten, ist mir bis heute ein Rätsel. Allianzen gegen Altersarmut sollte es in jedem Dorf und jeder Stadt geben, damit die Politik endlich aufwacht!“

Thomas Heitz, BDKJ im Bistum Speyer
Warum das Thema Altersarmut auch für junge Menschen wichtig ist, erklärt Thomas Heitz vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Speyer. „68 Prozent der Jugendlichen haben Angst vor Altersarmut. Um Altersarmut zu vermeiden, muss sich Rentenpolitik auch an den Bedürfnissen junger Menschen ausrichten. Geringes Einkommen und befristete Arbeitsverhältnisse erschweren es, eine systematische Altersvorsorge zu betreiben.“

Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Beitrag an:  Friederike Jung
 
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