Aus dem Bistum

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Neues Gebäude ermöglicht Tagesbetreuung

Ökumenische Sozialstation Waldfischbach ist in Neubau umgezogen – Sonnenenergie wird zu Strom

Verwaltungsleiter Rolf Roschy (links) und der Vorstand der Sozialstation, Berthold Martin, am Eingang zum neuen Gebäude. Fotos: Daum

Die Ökumenische Sozialstation in Waldfischbach-Burgalben hat Grund zum Feiern: Neuer Standort, moderne Räume, erweitertes Angebot. Auf den Tag genau 45 Jahre nach Gründung der Ökumenischen Sozialstation Waldfischbach e.V. konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 1. Oktober ihren Dienst im neuen Gebäude der
Sozialstation aufnehmen.
„Eine tolle Punktlandung“, freuen sich Rolf Roschy, Verwaltungsleiter mit geschäftsführenden Aufgaben, und der Vorstand der Sozialstation, Berthold Martin.
Am 26. Oktober wird die neue Sozialstation in der Heinestraße 3 bis 9 in Waldfischbach-Burgalben offiziell eröffnet. 62 Mitarbeiter, von denen 52 im Pflegebereich im Außendienst tätig sind, haben ein neues berufliches Zuhause. Und die Sozialstation bietet hier künftig eine Tagesbetreuung.
Ein großer multifunktionaler Raum ist das Herzstück für dieses Angebot. Der Raum schließt als einstöckiger Flachbau an das neue zweistöckige Verwaltungsgebäude an. „Wir haben funktional und zukunftsgerichtet gebaut“, unterstreichen Roschy und Martin. Zum Beispiel im Bereich Energieversorgung. Mittels Fotovoltaik wird Strom erzeugt. „Den nutzen wir zunächst selbst“, sagt Roschy. Mittels Batteriespeicher. Es werde mehr Strom produziert, als selbst verbraucht werde. Der übrige Solarstrom wird ins Netz eingespeist. Genutzt wird der Solarstrom auch, um die ersten Elektroautos, die mittlerweile zum 42 Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark der Sozialstation gehören, mit Energie zu betanken. Über 450 000 Kilometer legen die Mitarbeiter jährlich zurück. Sie versorgen mehr als 400 Patienten und Kunden im nördlichen Teil des Landkreises Südwestpfalz, im Schwerpunkt in den  Verbandsgemeinden Waldfischbach-Burgalben, Rodalben und Thaleischweiler-Wallhalben.
Der Digitalisierung und Netzwerktechnik wurde zukunftsgerichtet ein Augenmerk gewidmet. Für Roschy und Martin steht fest, dass im Pflegebereich immer noch und auch in Zukunft der Mensch im Mittelpunkt stehen wird. Deshalb spiele das christliche Menschenbild, das die Arbeit der Sozialstation präge, eine entscheidende Rolle beim mittlerweile drittgrößten Arbeitgeber am Ort. Der hat immer Bedarf an gut ausgebildetem Personal und bezahlt nach Tarif. Pflege, medizinische Versorgung nach ärztlicher Verordnung, Menüservice und Haushaltshilfe bietet die Sozialstation unter anderem an.
„Es war eine harmonische Abwicklung und effektive Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern auf der Bauherrenseite“, freut sich Architekt Reiner Bosle aus Weselberg über das Projekt, das 2014 mit Vorplanungen begonnen wurde.  2015 wurden die alten Häuser abgerissen, die dem Neubau Platz machten. 2016 erfolgte der Spatenstich. 2,8 Millionen Euro wurden investiert. Bezuschusst wurde das Bauprojekt mit 215 000 Euro vom Deutschen Hilfswerk (Fernsehlotterie).
Das Gebäude bietet auf zwei Stockwerken 875 Quadratmeter Nutzfläche. Drei wesentliche Funktionsbereiche, kennzeichnen den Neubau, erläutert Bosle: Verwaltungsräume  im Obergeschoss, Räume für Pflegedienst  inklusive Lagermöglichkeiten im Erdgeschoss und der Mehrzweckbereich mit Tagesbetreuung im Erdgeschoss. Bei der Farbgebung des Gebäudes waren die Farben der Sozialstation, also weiß, rot und orange, maßgeblich.
Künstlerische Akzente werden durch Bleiglasfenster der Firma Glaskunst Krumholz aus Bad Bergzabern im Tagesbetreuungs- und Eingangsbereich gesetzt.

Kontakt: Telefon 06333/77255; www.sozialstation-waldfischbach.de


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