Aus dem Bistum

Freitag, 10. Mai 2019

Auch viele Kirchenferne unter den Lesern

Das Magazin „der pilger“ findet mit Angeboten aus dem Bistum auch über den Lesezirkel Verbreitung

Titel des Sommer-Magazins. das die Leserinnen und Leser der Bistumszeitung zum 2. Juni erhalten. Die Schwerpunktgeschichte geht unter der Überschrift „Abschied vom Elternhaus“ der Frage nach, wie es gelingt, die Dinge, die uns ein Leben lang begleitet haben, loszulassen und die Erinnerungen zu bewahren.

„Ein spannendes Projekt“, so titelte kürzlich die Katholische Nachrichtenagentur über das Magazin „der pilger“ aus Speyer. Ende Mai erscheint im Peregrinus-Verlag die insgesamt zehnte Ausgabe. Seit Frühjahr 2017 gibt es Deutschlands älteste Bistumszeitung nicht nur wie gewohnt als wöchentliche Lektüre für Katholiken in der Diözese Speyer und als Monatsmagazin, sondern zusätzlich viermal im Jahr auch als großzügig gestaltetes christliches Magazin für den gesamten deutschsprachigen Raum. „Magazin für die Reise durchs Leben“, heißt es im Untertitel des Heftes, das im Einzelhandel und im Abo zu haben ist. Im kommenden Magazin wird es in einer regionalen Lesezirkelausgabe zusätzlich 16 regionale Seiten geben. Darin finden sich eine Vielzahl von kirchlichen Angeboten aus dem Bistum Speyer.

Überwältigend positive Resonanz

Zum Erscheinen der zehnten Ausgabe des Magazins zieht Chefredakteur Norbert Rönn eine positive Bilanz. Die Reaktionen der Leser nennt er „überwältigend positiv“: „Offensichtlich treffen wir einen Nerv der Zeit, wenn wir den Sehnsüchten der Menschen nachspüren, nach Stille und Sinnfindung, nach einem erfüllten Leben, nach Achtsamkeit, die das ganze Leben umfasst.“ Eine zu Beginn des Jahres unter wissenschaftlicher Begleitung durchgeführte Leserbefragung untermauere diese Einschätzung.

Anschlussfähig sein

Bei Peregrinus will man mit dem Magazin „der pilger“ für möglichst viele Menschen anschlussfähig sein und sieht es daher im weitesten Sinne auch als ein „missionarisches Projekt“, wie Rönn betont. „Wir wollen Menschen erreichen, die nicht mehr zum Kern der kirchlichen Gemeinschaft gehören, aber ansprechbar sind für die Inhalte, die das Magazin bietet. Die Beiträge lassen den Atem der christlichen Botschaft spüren, erzählen und erklären Interessantes und Wichtiges zu religiösen Themen.“ Das komme an, denn es gebe viele Menschen, die sich gerade in den zurückliegenden Jahren innerlich von der Kirche verabschiedet hätten und trotzdem ihre religiösen Fragen nicht an der Kirchengarderobe abgegeben hätten.

Dass es gelingt,  Menschen mit einer „gewissen Distanz“ zu den Kirchen anzusprechen, belegen viele Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern und nicht zuletzt die Leserbefragung vom Beginn des Jahres, die unter wissenschaftlicher Begleitung konzipiert und – anhand von rund 400 Antwortbögen – ausgewertet wurde. Die Leserbefragung gebe wertvolle Hinweise und mache empirisch belastbar eindeutige Tendenzen sichtbar, so Rolf Porst, Forschungsberater für empirische Sozialforschung, der die Erhebung begleitete.

Gefragt wurde auch nach der Konfessionszugehörigkeit und nach der Kirchenbindung. Laut Befragung sind rund 65 Prozent der Leserinnen und Leser katholisch, etwa 25 Prozent gehören der evangelischen Kirche an. Zehn Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Befragung gaben an, keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft anzugehören. Ein weiteres Ergebnis: Für 15 Prozent hat die Religion im Alltag keine oder wenig Bedeutung. Bemerkenswert ist für das Pilger-Team auch die Tatsache, dass 37 Prozent der teilnehmenden Leserinnen und Leser angaben, selten oder nie  kirchliche Angebote zu nutzen. „Dass dieser Prozentsatz so hoch ist – wie auch der der nicht konfessionell gebundenen Leser –, hat uns überrascht, zeigt jedoch, dass wir viele Menschen ansprechen, die ansonsten kaum Berührungspunkte mit der Institution Kirche haben“, so Rönn. „Mit unserem redaktionellen Konzept erreichen wir eine in unseren Augen wichtige Zielgruppe, die mit den klassischen kirchlichen Medien nur schwer angesprochen werden kann.“

Zusätzliche regionale Verortung

Eine zusätzliche regionale Verortung erhält das Magazin „der pilger“ mit der Sommerausgabe, die Ende Mai erscheint. In einer Teilausgabe speziell für die Nutzer des Lesezirkels im Bistum Speyer und den angrenzenden Regionen  – und die Abonnenten der Bistumszeitung – werde es 16 zusätzliche Seiten geben mit einer Vielzahl von Veranstaltungshinweisen, Angeboten und Hinweisen aus dem Bereich des Bistums Speyer, informiert Peregrinus-Geschäftsführer Marco Fraleoni. Im Editorial zu den Seiten heißt es: „Unsere Heimatregion hat eine Menge zu bieten – Dinge, die Spaß machen, Begegnung schaffen und bereichern.“ Vier Rubriken ordnen die Angebote ein: Meditation und Gebet, Pilgern und aktives Leben, Konzerte und Ausstellungen sowie Vorträge und Gespräche.

Kirchliches im Lesezirkel

Laut Media-Analyse 1/2019 erreicht eine Ausgabe im Lesezirkel im Bundesdurchschnitt 66 Personen pro Auslagestelle. Das Pilger-Magazin erhält keinen zusätzlichen Lesezirkelumschlag und ist auf diese Weise zwei bis drei Monate, bis zum Erscheinen der nächsten Ausgabe, für Leser sichtbar. „Das Magazin mit den kirchlichen Angeboten findet in einer Auflage von 20 000 Exemplaren über den Lesezirkel den Weg in Cafés, Arztpraxen, Friseursalons und viele andere Auslagestellen“, erläutert Fraleoni. Da die einzelnen Exemplare von vielen Menschen in die Hand genommen würden, „ergibt sich eine immense Zahl von Kontakten“, ergänzt er. Darin sieht er einen „Doppelnutzen“: „Das Bistum kann über eine neue Schiene mit Menschen kommunizieren, die es ansonsten möglicherweise nicht erreicht, und unser Pilger-Magazin findet sicher neue Freunde“, ist Fraleoni sicher.

Zahlen zum Magazin „der pilger“

Neben dem pfälzischen und saarpfälzischen Stammpublikum der Bistumszeitung konnte der Peregrinus-Verlag zwischenzeitlich fast 5 000 zusätzliche Abonnenten im gesamten deutschsprachigen Raum gewinnen, welche ausschließlich das Magazin beziehen. In der Summe lesen mehr als 18 000 Abonnenten die christlichen Inhalte des Heftes. Über den Handel (Kiosk, Bahnhofsbuchhandlungen, Klosterläden, Vivat etc.) werden zwischen 10 000 und 13 000 weitere Hefte pro Ausgabe verkauft. Zudem werden über den Lesezirkel 20 000 Exemplare im Bistum Speyer und in den angrenzenden Regionen verteilt. Die Druckauflage liegt bei insgesamt 75 000 Exemplaren pro Ausgabe. (pil)


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