Aus dem Bistum

Donnerstag, 04. April 2013

Drei informative musikalische Tage

Bundesweites Pueri-Cantores-Treffen in Ludwigshafen – Neue Chöre willkommen

Zum Praxiskurs„offenes Singen“ trafen sich Sängerinnen und Sänger in der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt in Ludwigshafen-Oggersheim. Links im Bild Dekanatskantor Georg Treuheit. Foto: Heib/zg

Mitte März trafen sich Chorleiterinnen und Chorleiter von Kinder- und Jugendchören, die dem katholischen Welt- und Bundesverband Pueri Cantores angeschlossen sind. Gemeinsam mit dem Präsidenten des nationalen Pueri-Cantores-Verbandes, Mattias Balzer, und der Geschäftsführerin, Dr. Friederike Dahlmann, wurde die diesjährige Tagung im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen organisiert. Wie Georg Treuheit, Dekanatskantor und Präsident der Pueri Cantores im Bistum Speyer, gegenüber dem „pilger“ betonte, war er mit dem Ablauf und der Resonanz der Fortbildungstage in Ludwigshafen sehr zufrieden.

„Rund 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland erlebten drei informative musikalische Tage. Dieses Fortbildungstreffen war eine optimale Gelegenheit, Kollegen aus allen Regionen zu treffen, sich auszutauschen und gegenseitig neue Impulse zu geben“, fasst Treuheit zusammen. „Profitiert haben die Chormusiker durch die hochwertigen Workshops, zu denen kompetente und überzeugende Referenten eingeladen waren.
Stimmbildung, Vermittlungstechniken und zeitgenössische Chorliteratur wurden ebenso angeboten wie ein Praxiskurs zum „offenen Singen“. Die Teilnehmer erhielten Tipps, wie man ein breites Publikum motiviert und neue Lieder optimal einstudiert, was gerade in Bezug auf die Einführung des neuen Kirchengesangbuches von Bedeutung ist. „Freitags traf man sich zum offenen Singen in der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, gefolgt vom Abendlob. Alle anderen Veranstaltungen – die Eucharistiefeier ausgenommen – wurden im Heinrich Pesch Haus abgehalten“, so der Dekanatskantor. „Positiv war, dass die drei Workshops parallel im rotierenden System stattfanden; so konnte man kleinere Gruppen bilden.“
Vermittlungstechniken in der Chorarbeit lautete das Workshop-Thema von Professor Martin Berger, Domkapellmeister am Würzburger Dom. „Professor Berger hatte 16 junge Leute von der Domsingschule mitgebracht und in den Workshop integriert, um methodisches Arbeiten deutlicher darzustellen und umzusetzen“, erläutert Treuheit das gelungene Konzept.
Der Trierer Domkantor Thomas Kiefer vermittelte den Workshop-Besuchern zeitgenössische Chorliteratur. „Er präsentierte Beispiele verschiedener moderner Komponisten. Zugangsmöglichkeiten eröffnete er anschaulich durch Module wie rhythmisches Klatschen und andere Mittel der Körperperkussion“, fasst der Dekanatskantor zusammen.
Wie Stimmbildung bei Kindern in der Praxis funktioniere, habe Karl-Heinz Liebel, Chorleiter und Stimmbildner bei den Regensburger Domspatzen, lebendig demonstriert. „Er hatte vier Jungs von seinen Domspatzen im Alter von etwa zehn Jahren mitgebracht. Es war schon etwas Besonderes, mit vier ,Originalen‘ arbeiten zu können.“ Die jungen Sänger kamen dann auch in der Eucharistiefeier zum Einsatz, die vom geistlichen Beirat Marius Linnenborn und Regens Markus Magin zelebriert wurde. Domkapellmeister Stephan Rommelspacher aus Trier spielte die Mayer-Orgel.
Abgerundet wurde das musikalische Wochenende durch Professor Meinrad Walter (Freiburg), der „Liturgische Splitter“ präsentierte, bezogen auf die Arbeit mit Kindern. „Er zeigte, wie Liturgie durch Spiele und Symbole vor dem Hintergrund fundierter Theologie musikalisch umgesetzt werden kann“.
Teilnehmer und Organisatoren waren gleichermaßen von der Veranstaltung angetan. „Man verständigte sich deshalb darauf, solche bundesweiten Fortbildungen im Turnus von drei Jahren durchzuführen. Auch die Begegnungen sind es, die Fortbildungen lebendig machen. Die Teilnehmer erhielten viele methodische, pädagogische und spirituelle Impulse. Sie empfanden es als sehr entspannend, einmal nicht als Verantwortliche agieren zu müssen, sondern begleitet zu werden und einfach nur selbst zu singen“, zieht Treuheit Bilanz.
In der Diözese Speyer gehören 19 Kinder- und Jugendchöre dem Verband Pueri Cantores an. „Wir sind interessiert, neue Mitgliedschöre zu gewinnen, helfen beratend bei der Chorgründung und unterstützen bestehende Gruppen in vielen Belangen – von der Organisation bis hin zu Fortbildungen vor Ort“, ermutigt Georg Treuheit. Er sieht die jungen Chöre als wichtigen Teil der Kirchengemeinden. „Sie bringen sich regelmäßig bei Veranstaltungen in den Pfarreien ein. Auch hinsichtlich des neuen Gotteslobes werden wir uns einsetzen. Es werden beispielsweise Videoclips von unseren Chören auf Youtube eingestellt. So können die Gesänge des Monats, die ab April auf der Bistumsseite erscheinen, auch am PC gehört und erlernt werden.“ (red)

Informationen über Pueri Cantores und Ansprechpartner unter www.pueri-cantores.de(/diözesen/speyer.html)

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