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Aus dem Bistum

Mittwoch, 14. Oktober 2020

„Genetischer Zwilling“ ist Franzose

Pastoralassistent Michael Gutting hat einem an Leukämie erkrankten Mann seine Stammzellen gespendet

Lebensretter zu werden, war für Michael Gutting die Motivation, sich bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen. (Foto: Landry)

Anderen zu helfen, ist Michael Gutting eine Herzensangelegenheit. So wundert es nicht, dass sich der 32-Jährige Pastoralassistent für einen seelsorglichen Beruf entschieden hat. Doch Michael Gutting will noch mehr. Er möchte dazu beitragen, das Leben von Menschen zu retten.
Deshalb spendet er nicht nur seit zehn Jahren regelmäßig Blut, sondern ließ sich auch im September 2019 in der Spenderdatei der Stefan- Morsch-Stiftung registrieren, um im Bedarfsfall Leukämie- bzw. Tumorkranken Stammzellen zu spenden. „Eigentlich hatte ich das schon länger vor, aber es irgendwie versäumt zu machen“, gesteht der angehende Pastoralreferent im Gespräch mit dem „pilger“.
Bei einem Blutspendetermin vor 13 Monaten im Pfarrheim von St. Jakobus in Schifferstadt habe er die Gelegenheit beim Schopf ergriffen. „Dort gab es einen Stand der Stefan-Morsch-Stiftung, und nach meiner Blutspende ließ ich mich registrieren.“
Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz im rheinland-pfälzischen Birkenfeld gilt als erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Namensgeber ist Stefan Morsch, Sohn der beiden Gründer, bei dem als erster Europäer eine Stammzellentransplantation mit einem nichtverwandten Spender durchgeführt wurde. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, die Hilfe brauchen, und solche, die helfen möchten, zusammenzubringen. Dabei besteht die Herausforderung darin, einen Stammzellenspender zu finden, der in den entscheidenden Gewebemerkmalen mit dem Patienten übereinstimmt, etwa im Hinblick auf die Blutgruppe.
Michael Gutting staunte nicht schlecht, als er bereits zwei Monate nach seiner Registrierung einen Anruf mit der Nachricht erhielt, dass eventuell ein Empfänger gefunden wurde. Dann, kurz vor Weihnachten, ein erneutes Telefonat. „Ich sei einer von zwei weiteren möglichen Spendern, wurde mir mitgeteilt.“ Einen Tag später die Gewissheit: Seine Stammzellen kommen in Frage.
Deren Entnahme erfolgte aus dem Blut. Dafür musste sich der Pastoralassistent, der seit dem Sommer 2018 in der Pfarrei Heilige Hildegard von Bingen Dudenhofen arbeitet, einer speziellen Prozedur unterziehen. „Ende Januar dieses Jahres spritzte ich mir zunächst fünf Tage lang ein Medikament unter die Haut, das die Stammzellenproduktion im Knochenmark stimuliert“, beschreibt Michael Gutting den ersten Teil des medizinischen Verfahrens. „Im nächsten Schritt wurden die Stammzellen aus meinem Blut herausgefiltert. Dies funktionierte ähnlich wie bei einer Dialyse.“ Nach fünf Stunden hatte der Badener, der aus Oberhausen-Rheinhausen stammt, das Ganze überstanden. Zwei Tage später wurde dem Patienten, einem 50-jährigen Mann aus Frankreich mit der Diagnose Leukämie, die Stammzellen von Michael Gutting mittels einer Bluttransfusion verabreicht.
Gerne hätte Michael Gutting gewusst, wie es dem Erkrankten nach der Transfusion geht, und ob er sich auf dem Weg der Besserung befindet. In Deutschland sehen die Richtlinien vor, dass sich Spender und Patient erst zwei Jahre nach der Spende persönlich kennenlernen dürfen. In der Zwischenzeit besteht jedoch die Möglichkeit, der anonymen Kontaktaufnahme zwischen Spender und Patient. In Frankreich gibt es ein solches Regelwerk nicht.
Ende April schrieb Michael Gutting seinem „genetischen Zwilling“ anonymisiert einen eineinhalb-seitigen Brief in Englisch, der ins Französische übersetzt wurde. Leider erhielt er keine Antwort. Gutting führt das auf die geringe Auskunftsfreudigkeit der Franzosen zurück. Im August bestätigte sich sein Verdacht. „Nach einer telefonischen Anfrage teilte mir die Stefan-Morsch-Stiftung mit, dass aus Frankreich bis zum heutigen Tag keinerlei Informationen geflossen sind. Niemand weiß, wie es dem Mann geht, ob er den Eingriff überhaupt überlebt und den Brief im Frühjahr erhalten hat.“
Da die Empfänger von Stammzellen häufig noch Blutplasma benötigen, damit ihr Immunsystem gestärkt wird, und es vorkommen kann, dass eine Transfusion wiederholt werden muss, bleibt Michael Gutting noch zwei Jahre für den unbekannten Mann aus Frankreich registriert.
Der Sportbegeisterte ist froh, dass er helfen konnte, „auch wenn ich nicht weiß, ob es gut ausgegangen ist“. Gleichzeitig möchte er andere ermutigen, das Gleiche zu tun. „Aus meiner Sicht sollte das selbstverständlich sein“, unterstreicht er. Das sage ihm seine christliche Grundeinstellung. Zeitweise habe ihn sein Gewissen geplagt, „weil ich mich nicht bereits vor einigen Jahren registrieren ließ. Dann hätte ich eventuell schon früher Leben retten können.“ Andererseits – wer wisse schon, ob sich damals so schnell ein Empfänger gefunden hätte, fügte er nach einer kurzen Pause hinzu.
Mit seiner Registrierung befindet sich Gutting jedenfalls in guter familiärer Gesellschaft. Auch die Eltern und sein Bruder sind in einer Stammzellenspenderdatei gelistet.

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