Aus dem Bistum

Donnerstag, 11. August 2011

Hintergründe des Weggangs unklar

Homburg: Eva-Maria Wenzel-Staudt nicht mehr Direktorin des Johanneums

2008 trat Eva-Maria Wenzel-Staudt ihr Amt als Direktorin des Johanneums an; 2011 endete ihre Tätigkeit abrupt. Foto: Wolf

Eva-Maria Wenzel-Staudt ist nicht mehr Direktorin des Homburger Gymnasiums Johanneum. In einer kurzen Mitteilung auf der Homepage der Einrichtung teilt der Vorsitzende des Stiftungsrates, Pater Professor Dr. Ulrich Berges, mit, dass Studiendirektor Helmut Seiwert mit Beginn des neuen Schuljahres die Aufgaben seiner Vorgängerin übernommen hat; als Stellvertreter fungiert Studiendirektor Martin Fuchs. Am Ende der Erklärung heißt es lapidar: „Der Schulträger bedankt sich bei Frau Wenzel-Staudt für die geleistete Arbeit und wünscht ihr auf ihrem weiteren Berufsweg alles Gute.“

Warum Wenzel-Staudt nicht mehr an der Spitze der Einrichtung steht, ist unklar. Pater Werner Gahlen, einer der beiden Geschäftsführer des Schulträgers, der Johanneum gGmbH, war auf Anfrage nicht zu erreichen. Sein Kollege, der Zweibrücker Anwalt Christoph Basler, verwies auf die nicht öffentliche Sitzung des Stiftungsrates, die es ihm verbiete, sich zu den Hintergründen zu äußern. Der Stiftungsrat, in dem die Gründer des Johanneums, die Hiltruper Missionare, die Mehrheit bilden, spielt bei Entscheidungen im Hinblick auf das Johanneum eine wesentliche Rolle.

Wie die Zweibrücker Lokalausgabe der „Rheinpfalz“ (9. August) berichtet, sei laut gut informierter Kreise die ehemalige Direktorin nicht ganz freiwillig gegangen. In den Sommerferien sollen die Verantwortlichen in Homburg die Schulleiterin vor die Tür gesetzt haben. Allem Anschein nach, so die „Rheinpfalz“, sei man nicht einverstanden gewesen, dass sie sich an einer anderen Schule beworben habe. Wenzel-Staudt könne jedoch als Landesbeamtin des Saarlandes nicht einfach gekündigt, sondern lediglich vom Dienst freigestellt werden, heißt es weiter. Die Tageszeitung zitiert im Zusammenhang mit der Entscheidung der Geschäftsführung des Schulträgers Domdekan Dr. Christoph Kohl, Leiter der Schulabteilung im Bischöflichen Ordinariat und bis zu den Sommerferien für das Bistum Speyer Mitglied im Stiftungsrat, mit den Worten: „Vorgehensweise und Stil hätten anders sein können.“ 

Auch haben laut „Rheinpfalz“ die Verantwortlichen am Johanneum lediglich das saarländische Bildungsministerium über den personellen Wechsel informiert; das Bistum Speyer wurde nicht unterrichtet. Der Domdekan habe „auf anderen Wegen“ davon erfahren. 

Klar ist, dass Eva-Maria Wenzel-Staudt das Johanneum verlassen wollte. Klar ist aber auch, dass sie sich bei Eltern und Schülern großer Beliebtheit erfreute. Und nicht zuletzt hatte sie sich für eine lückenlose Aufklärung der unlängst bekannt gewordenen Missbrauchsfälle am ehemaligen Internat eingesetzt. (pede)

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