Aus dem Bistum

Donnerstag, 16. März 2017

Miteinander ist immer besser

Kinderkirchentag in Kaiserslautern mit kurzweiligem und lehrreichem Programm

Europa-Workshop beim Kinderkirchentag: welches Land ist für Tulpen bekannt, in welchem ist Baguette besonders beliebt? Foto: Jung

Von samstäglicher Ruhe war im Edith-Stein-Haus in Kaiserslautern nichts zu spüren. Dafür sorgte eine muntere Schar von gut 60 Kindern zwischen sieben und elf Jahren, die am 11. März der Einladung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zum traditionellen Kinderkirchentag gefolgt waren. Das diesjährige Motto „Miteinander statt Gegeneinander“ zog sich als roter Faden durch den Nachmittag und sollte Zeichen setzen in einer Zeit, die von Kriegen und Krisen, Terror und Verfolgung geprägt ist.  „Wir möchten den Kindern spielerisch aufzeigen, dass man durch Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung mehr erreichen kann als durch Ab- und Ausgrenzung“, erklärte Kerstin Nicolay vom Kaiserslauterer Dekanatsvorstand des BDKJ.

Drei Workshops machten die Veranstaltung zu dem, was sie sein soll: ein fröhliches Miteinander im Rahmen eines ebenso kurzweiligen wie lehrreichen Programms. „Dabei können die Kinder kreativ werden und sich in unterschiedlichen Bereichen ausprobieren“, sagte Yvonne Allmeda, Jugendreferentin im Dekanat Kaiserslautern. In kooperativen Spielen waren nicht nur Geschick und gegenseitige Unterstützung gefragt, die Kinder mussten auch gut durchdachte Taktiken entwickeln. Sei es, um einen fiktiven Fluss zu überqueren und sich beim Bau von Brücken gegenseitig zu helfen. Oder Zahlen, die kreuz und quer im Raum ausgelegt waren, per Fuß oder Hand zu berühren. „Und zwar immer der aufsteigenden Reihenfolge nach und ohne dabei zu sprechen“, erklärte die ehrenamtliche Workshop-Leiterin Christine Lauer die Regel.

Gegenüber in der Kita St. Martin konnten die jungen Teilnehmer der Europa-Gruppe zeigen, was sie mit anderen Ländern verbinden. „Das sollen sie auf kleine Zettel schreiben oder malen und diese dem entsprechenden Land auf der großen Europakarte zuordnen, die wir extra angefertigt haben“, so Kerstin Nicolay. Während für Jana eine große Portion Spagetti mit Tomatensoße typisch für Italien ist, malte Laura eine königliche Pferdekutsche, „weil die Queen in England immer damit fährt“. Für Holland gab es Blumen, für Frankreich Baguette und den Eiffelturm. Ein Junge zeichnete eine Alm. „Die liegt in Deutschland, aber wo genau, weiß ich nicht.“

Der dritte Workshop war einem Theaterstück gewidmet. Schnell waren Freiwillige gefunden, die in die Rollen von Anna, Mira und Leon schlüpften und den Anweisungen des Drehbuchs folgten. In dessen Zentrum stand eine alltägliche Situation: Die drei Kinder haben sich zum Kartenspiel um einen Tisch versammelt. Doch was fröhlich begann, endete in einem Streit. Die beiden Mädchen gerieten sich in die Haare und Leon zwischen die Fronten. Was tun, um die Wogen zu glätten? Der Lösung sollten die Kinder selbst auf die Spur kommen. Nach mehreren Vorschlägen war sie gefunden: Leon fungierte als Schlichter und konnte die Mädchen dazu bewegen, sich beieinander zu entschuldigen. Das Ziel der Aktion war erreicht, die Botschaft bei den Kindern angekommen: miteinander ist immer besser als gegeneinander.

Um das Programm zu stemmen, waren neben den drei Hauptamtlichen auch zehn bis 15 Ehrenamtliche im Einsatz. „Wenn so viele Kinder zu beschäftigen sind und in den Pausen verköstigt werden, muss man breit aufgestellt sein. Deshalb sind wir froh über die ehrenamtlichen Helfer“, sagte Yvonne Allmeda.

Da der Kinderkirchentag nicht ohne Höhepunkt ausklingen durfte, hielt Pfarrer Marco Gabriel zum Abschluss eine kleine Andacht, zu der auch die Eltern, Freunde und Verwandte geladen waren. (friju)

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