Aus dem Bistum

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Neu: „Das offene Ohr“ auf dem Rosenberg

Fünfköpfiges Team steht für Gespräche zu jeder Thematik des Lebens zur Verfügung

Das fünfköpfige Team, das abwechselnd für Gespräche zur Verfügung steht (von links): Steffen Dully, Schwester Roswitha, Margit Maar-Stumm, Pfarrer Dariusz Stankiewicz und Pfarrer Volker Sehy. Foto: Teuscher

„Das offene Ohr“ lautet der Titel eines neuen seelsorglichen und konfessionsübergreifenden Angebots, das am 1. Oktober am Wallfahrtsort Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben an den Start ging. „Wir sind einfach da“ – mit diesen Worten brachte Wallfahrtsdirektor Volker Sehy bei der Vorstellung des Projektes auf den Punkt, was sich hinter diesem Angebot verbirgt. An jedem Sonntagnachmittag zwischen 16 und 17.30 Uhr und an jedem dritten Donnerstagnachmittag von 16.30 bis 18.30 Uhr (vor der Feierabendmesse) steht unter den Arkaden des Wallfahrtshofes oder im benachbarten Lichthof eine Person aus einem fünfköpfigem Team für „offene Gespräche und zu jeder Thematik des Lebens“ zur Verfügung.

Die Gruppe setzt sich aus Pfarrer Sehy, Pfarrer Dariusz Stankiewicz, Schwester Roswitha (Oberin im Nardinihaus in Pirmasens), Pastoralreferent Steffen Dully und Margot Maar-Stumm (ausgebildete geistliche Begleiterin) zusammen. Sowohl der Mix aus Männern und Frauen, wie auch der Generationen – das Alter der Gesprächspartner liegt zwischen 43 und 75 Jahren – zeigt, „dass wir möglichst viele Menschen ansprechen wollen“, betonte Sehy.

Die Idee basiert auf eigenen Erfahrungen Sehys. Als der Leiter von Maria Rosenberg im Sommer einen Platz unter den Arkaden im Sommer kurzerhand als Büro genutzt hatte, konnte er feststellen, dass viele Besucher zu dieser Jahreszeit zum Wallfahrtsort kommen. „Die Leute sehen, hier sitzt ein Priester und gehen auf ihn zu, und im Nu entwickelte sich ein Gespräch.“ Die spontanen Unterhaltungen hätten öfters sehr schnell in die Tiefe geführt. Auch habe er schon gesegnet, gelacht und geweint. Viele Rosenbergbesucher hätten ihm auch gesagt: „Es ist ein schönes, ein gutes Gefühl, hier auf dem Rosenberg zu sein.“

Begegnungen mit solchen Gesprächssuchenden bestätigten auch Schwester Roswitha, Pastoralreferent Steffen Dully und Pfarrer Dariusz Stankiewicz. „Das eigene Herz auszuschütten bei einem Menschen, der zuhört ohne zu fragen, ist eine große Chance für die Leute“, so Sehy. Die Gnadenkapelle sei ein besonderer Anziehungspunkt für die Besucher des Wallfahrtsortes; aber auch die Natur, die Wallfahrtskirche, die Kreuzwegkapelle und die Lourdesgrotte übten eine besondere Wirkung aus. „Das sind Orte, an denen die Menschen zur Ruhe kommen können.“ Und genau diesen Effekt, zur Ruhe zu kommen und einfach reden zu können“ will man mit dem neuen Angebot unter den Arkaden erreichen. „Es soll eine Gesprächsbereitschaft auf niederschwelligem Angebot, was zu unserem schlichten Wallfahrtsort passt, sein“. so Pfarrer Sehy. In der  kalten Jahreszeit soll es in den warmen Lichthof gehen.

Wer jeweils als Gesprächspartner bereit steht, wird in der Gottesdienstordnung des Wallfahrtsortes veröffentlicht. Ein entsprechender Infoständers ist geplant. „Wir sind selbst gespannt, wie dieses Angebot angenommen wird. Und jetzt schauen wir, was passiert.“ ist Pfarrer Volker Sehy gespannt. (mt)

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