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Geistliches Leben

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Die Liebe ist der Grund von allem

Daraus kommen Sinn und Leben aller Gebote

Leben in Corona-Zeiten. Zeichen der Verbindung und der Liebe schenken Menschen Kraft und Hoffnung. (Foto: actionpress)

„Die Nächstenliebe ist wichtiger als die Gesetze“ – so zogen die Schülerinnen der Maria-Ward-Schule Resumee, als wir im Religionsunterricht über die Heilung eines Gelähmten am Sabbat sprachen. Sie kamen gar nicht auf die Idee, die Nächstenliebe selbst als Gesetz oder Gebot zu definieren. Jesus wendet sich, den argwöhnischen und empörten Pharisäern zum Trotz, dem Mann mit der verdorrten Hand zu und heilt ihn. Seine Tat der Nächstenliebe, seine menschliche Zuwendung, steht dem jüdischen Gesetz entgegen.
Wie ist die Fangfrage der Pharisäer nun gemeint? Nach der Einheitsübersetzung wollen die Schriftgelehrten das nach Jesu Meinung „wichtigste“, das größte Gebot wissen. Im griechischen Text steht allerdings nicht der Superlativ, sondern lediglich „groß“. Wenn man einen Blick auf die Markusperikope (12,28-34) wirft, die dieser Stelle als Vorlage diente, erkennt man einen etwas anderen Sprachgebrauch: Dort fragt der Gesetzeskundige aus den Reihen der Pharisäer nach dem „ersten aller Gebote“. Dabei geht es ihm weniger um das Ziel, eine Reihenfolge der Gewichtung aufzustellen, sondern vielmehr fragt er nach dem „großen Gebot im Gesetze“, nach dem „Prinzip“ im Gesetz, von dem die einzelnen Gebote abgeleitet werden können. Also genau hier liegt das Grundprinzip unseres Christseins und unserer Nachfolge Jesu: Nächstenliebe ist kein Gesetz im juristischen Sinn, denn sie kann nicht gerichtlich eingefordert werden. Ich kann nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn ich NICHT die kranke Nachbarin darauf anspreche, wie es ihr geht und ob sie Hilfe bracht. Oder: Wer richtet mich, wenn ich mich NICHT bei der Freundin entschuldige für mein Unverständnis? Auch meine Ehe besteht auf dem Papier, ob ich meinen Partner nun tatsächlich liebe oder nicht. Noch deutlicher wird es bei der Gottesliebe: Gott selbst fordert sie nicht ein als strenger Richter, sondern er schenkt mir die Freiheit, mich jederzeit für ihn und seine Liebe entscheiden zu können. Es ist nie zu spät.
Wenn wir uns aber dazu entschieden haben, diese Welt und uns Menschen mit dem Blick Gottes zu sehen, wenn wir erkannt haben, wie schön alles geschaffen wurde und wie stark und mächtig das Gute im Menschen und die Liebe letztlich ist, dann sollten wir nicht vergessen, was Jesus einst seinen Jüngern gesagt hat: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).
Ohne die Liebe wird keines von allen Geboten wirklich erfüllt. Sie bleiben leer, denn erst die Liebe erfüllt sie mit Leben. Papst Benedikt XVI. schreibt: „Gottes- und Nächstenliebe sind untrennbar. Es ist nur EIN Gebot. Beides aber lebt von der uns zuvorkommenden Liebe Gottes, der uns zuerst geliebt hat. So ist es nicht mehr „Gebot“ von außen her, das uns Unmögliches vorschreibt, sondern geschenkte Erfahrung der Liebe von innen her, die sich … weiter mitteilen muss. Liebe wächst durch Liebe.“
In Jesus ist ein ganz neues Verständnis von Liebe angebrochen: Die christliche Liebe wendet sich nicht nur dem Niedergedrückten und Verlorenen, sondern sogar dem Unscheinbaren und Kleinen zu. Ich möchte hier Ernst Boch („Das Prinzip Hoffnung“) zitieren, der dafür sehr starke Worte gefunden hat: „Zu einem Kind, das im Stalle geboren, wird gebetet. Näher, niedriger, heimlicher kann kein Blick in die Höhe umgebrochen werden. … Das Unerwartete, den Erlöser als hilfloses Kind zu finden, teilte sich der christlichen Liebe dauernd mit, am sichersten franziskanisch; sie sieht das Hilflose als bedeutend, das von der Welt Weggeworfene als berufen.“ Bloch sieht hier „die Bewegungsumkehr“ der Liebe: Sie wird umgelenkt zu den „Nebenpunkten, Stillepunkten, Anti-Größen der Welt“.
In diesen Tagen sind wir sehr intensiv vor die Aufgabe gestellt, Hygienepläne, Abstandsregeln und Corona-Vorschriften richtig einzuhalten. Wir tun dies auch bereitwillig, dem Prinzip der Nächstenliebe folgend. Und doch sollten wir immer bedenken, dass selbst ein korrektes Einhalten von Geboten sonderbar blutleer bleibt ohne die Liebe. Erst mit dem konkreten Blick auf den Nächsten wird dem gottesfürchtigen Miteinander wirkliches Leben eingehaucht.

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