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Geistliches Leben

Mittwoch, 13. Januar 2021

Gott ruft, auch heute

Das Hören kann seine Zeit brauchen

„Als Prophet des Herrn setzte er das Königtum ein und salbte Herrscher für sein Volk“. Mit diesen Worten beschreibt Jesus Sirach das Tun Samuels (Sir 46,13). Unter Samuels maßgeblicher Mitwirkung entstand in Israel das Königtum. Im Auftrag Gottes salbte er Saul zum ersten König von Israel und später auch dessen Nachfolger David.

Die Samuelbücher sind ein Stück israelitischer Geschichtsschreibung, die am Ende der Richterzeit (um 1000 vor Christus) mit der Geburt Samuels einsetzt. Geschichte zu schreiben heißt für die Verfasser, die Ereignisse im Licht des Glaubens zu deuten, den Weg Israels als Geschichte eines Volkes mit seinem Gott zu beschreiben. Israelitische Geschichtsschreibung ist von ihrem Wesen her Theologie.

Den Autoren, die die Samuelbücher in der vorliegenden Form gestaltet haben, lagen schon größere Erzählsammlungen vor, die sie aufnahmen, weiter ausgestalteten und miteinander verknüpften.

Das erste Samuelbuch beginnt mit der Kindheitsgeschichte Samuels, einer Überlieferung, die eng mit dem Heiligtum in Schilo verbunden war, wo die Bundeslade stand. Die Geschichte berühmter Männer beginnt im Alten wie im Neuen Testament häufig mit einer Kindheitsgeschichte, in der eine Frau – zumeist die Mutter – eine Schlüsselrolle übernimmt (vgl. z.B. Buch Exodus 2,1–10: Mose; Buch der Richter 13: Simson; Lukasevangelium 1–2: Jesus). Kindheitsgeschichten dürfen nicht als historische Berichte missverstanden werden. Sie sind eher wie Ouvertüren zu einer großen Komposition zu lesen. In ihnen verdichtet sich die spätere Bedeutung eines Menschen zu einem von Gott gestifteten neuen Anfang.
Die biblischen Erzählungen um Samuel beginnen mit der Wallfahrt der über lange Jahre kinderlosen Hanna nach Schilo, zum zentralen Heiligtum der Stämme des Alten Israel. Obwohl ihr Ehemann Elkana sie sehr liebt, ist sie doch untröstlich wegen ihrer Kinderlosigkeit und so schüttet sie am heiligen Ort dem Herrn ihr Herz aus. Ihr verzweifeltes Gebet fällt dem Priester Eli auf, der sie anhört und dann entlässt mit der Zusage, dass sich ihre Bitte um einen männlichen Nachkommen erfüllen wird.

Und Hannas Bitte wird erhört, sie bekommt einen Sohn, dem sie den Namen Samuel (Schama el – „Gott hat erhört“) gibt. „Als sie ihn entwöhnt hatte“, ging sie wieder nach Schilo hinauf, um den Knaben, mit dem Einverständnis ihres Mannes, in die Obhut des Priesters Eli zu geben. Später bekam Hanna noch drei Söhne und zwei Töchter, aber „der Knabe Samuel wuchs beim Herrn heran“ (1 Sam 2,21). All das geschieht in einer Zeit, in der „die Worte des Herrn selten und die Visionen nicht häufig waren“ (1 Sam 3,1).
Hier nun setzt die heutige Lesung ein, die eine der eindrücklichsten Berufungsgeschichten der Bibel erzählt. Wir befinden uns im Heiligtum von Schilo, ungefähr 1000 Jahre vor Christi Geburt. Es ist kurz vor Morgengrauen, „die Lampe Gottes war noch nicht erloschen“. In dieser Zeit zwischen Traum und Tag ruft Jahwe den Samuel mit Namen. Doch „Samuel kennt den Herrn noch nicht und das Wort des Herrn war ihm noch nicht offenbart worden“. Dreimal läuft er zu Eli. Eli, alt geworden und nur noch mit schlechter Sehkraft ausgestattet, begreift schließlich, was in dieser Nacht vor sich geht, dass es Gottes Anruf ist, den Samuel hört. Und er schickt Samuel noch einmal zurück, damit er beim vierten Anruf die Botschaft Gottes an ihn erfahren kann.
Samuel wird in der schwierigen Zeit des Übergangs vom Stämmebund zum Königtum von Gott zum Propheten in Israel berufen. Er gehört zu den großen Gestalten des Alten Testaments. Und doch ist die Geschichte seiner Berufung eine Geschichte von Suchen und Fragen und tastenden Schritten. Sie zeigt, dass Glaubenslernprozesse Zeit brauchen und ihre Zeit auch getrost haben dürfen, dass Gott immer und immer wieder ruft, mit unendlicher Geduld und dass es auf diesem Weg auch erfahrene Wegbegleiter braucht, die ermutigen, sich dem Anruf Gottes zu stellen.

„In jenen Tagen waren Worte des Herrn selten; Visionen waren nicht häufig. … Aber die Lampe Gottes war noch nicht erloschen“. Gott ruft Menschen auch heute. Nicht nur zum Dienst im Heiligtum. Er ruft jeden zu seinem spezifischen Dienst innerhalb der menschlichen Gemeinschaft.

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