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Geistliches Leben

Mittwoch, 25. November 2020

Wachsam sein

Wir dürfen die Anforderungen nicht verschlafen

Mit dem Synodalen Weg will die Kirche in Deutschland „wachsam“ Entwicklungen nachspüren und Antworten finden. (Foto: KNA)

Viermal ruft Jesus  in dem kurzen Evangelium  zum ersten Advent zur Wachsamkeit auf. Eine begründete Mahnung an seine Jünger, den rechten Augenblick nicht zu verschlafen! Es könnte ja sein, dass sie so sehr mit ihrem vertrauten Alltag und seinen Sorgen beschäftigt sind, dass sie die „Rückkehr des Hausherrn“ gar nicht bemerken. Sollten sie damit rechnen, dass sich seine Wiederkunft erst irgendwann in weiter Ferne abspielt? Vielleicht übersehen sie auch, dass Christus  auf seine Weise stets auf sie zukommt.
Während der Abwesenheit des Hausherrn hat jeder Knecht einen bestimmten Auftrag. Eine besondere Aufgabe fällt dem Türhüter zu. Gleich welche Aufgabe aber jemand hat, jeder ist zur Wachsamkeit  verpflichtet.  
Zu jeder Zeit sind die Jünger Jesu aufgerufen wachsam und achtsam zu sein. Für uns heute bedeutet dies, mit offenen Augen und hellhörig das Geschehen unserer Tage zu beobachten. Unübersehbar sind die Probleme der Zeit:  Menschen sind auf der Flucht über das Mittelmeer oder sie leben unter menschenunwürdigen Bedingungen in Flüchtlingslagern. Andere werden verfolgt wegen ihrer anderen Hautfarbe oder Rasse, wegen ihrer politischen Überzeugung oder Religionszugehörigkeit. Menschen sorgen sich um ihre Freiheit, ihre Gesundheit und wirtschaftliche Existenz.  Wenn wir wachsam die Augen offen halten, werden wir entdecken, welches Handeln und Verhalten heute jeweils erforderlich ist. Unser Verstand  und unsere Erfahrung helfen uns als Ebenbild Gottes seinen Willen zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir sind eingeladen, „kämpferisch gelassen und verantwortlich mitfühlend“ aus der Verbundenheit mit der göttlichen Quelle, Antworten zu finden, die dem Leben dienen.
Die Kirche hat neben anderen Institutionen die Position des Türwächters einzunehmen. Sie wird das Bewusstsein für unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen und der gesamten Schöpfung Gottes wachhalten. Wenn nötig muss sie aufwecken und aufschrecken, damit wir nicht blindlings die Natur und damit unsere Zukunft aufs Spiel setzen. Sie verweist darauf, dass der Mensch sich ändern muss, um leben zu können Die Konsequenzen zielen auf manchmal notwendige Einschränkungen in unserem Verhalten hin. Diese können auch Verzicht mit sich bringen.
Wenn die Kirche den Ruf zur Wachsamkeit verschläft, weil sie müde geworden ist, entgeht ihr, wie Christus in ihr und durch sie ankommen will. Der Wächter muss sich selbst wachhalten. Was aber wenn er bereits eingeschlafen ist? Die Verlockung ist groß, sich bequem und unsensibel hinter den Mauern einer „ewigen“ Tradition oder eines festgefahrenen Kirchenrechts einzurichten und dabei den Menschen und seine Seele zu vergessen.
Zeitlos sind aber die wenigsten kirchenrechtlichen Bestimmungen. Zeitlos ist die Würde des Menschen als Geschöpf und Erlöster. In der Geschichte der Kirche waren es häufig mutige Gründer von Orden, hervorragende Frauen und Männer, die sahen, wo es die  offizielle Kirche verschlafen hatte, auf die Entwicklung in der Gesellschaft einzugehen. Sie hatten ein Gespür dafür, wo es sich bei neuen gesellschaftlichen Bewegungen nur um ein oberflächliches Getue handelte oder wo eine notwendige Entwicklung begonnen hatte. Mit der befreienden Botschaft Jesu begegneten sie den jeweils neuen Fragen und Sorgen der Menschen ihrer Zeit und suchten nach Lösungen. Auch heute brauchen wir Menschen, Heilige, prophetische Gestalten – und es gibt sie  schon, – die über die Mauern einer verfestigten Tradition hinweg rufen „Wacht auf!“ Der Synodale Weg oder ein neues Konzil könnten z.B. eine Möglichkeit dazu bieten und der Kirche einen heilsamen Weg ebnen.
Zu einem wachen Blick in unser eigenes Leben weckt uns das Evangelium auf. Er lässt uns erkennen, wo Berge und Schluchten unser Denken und Tun einengen.  Belastungen, Ängste und Verzweiflung, die uns niederdrücken, dürfen leichter werden durch die Zuwendung von Menschen und durch  Gottes Nähe. So können wir aufwachen mit einem mit einem weiten Blick. Wir dürfen aus der Erfahrung des gegenwärtigen Gottes in unserem täglichen Leben Kraft und Vertrauen schöpfen. „Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“
Der Advent lädt uns ein, uns auf seine Ankunft mitten im Alltag einzulassen. Er lädt uns ein, wachsam und achtsam zu sein für Augenblicke, in denen Gott uns begegnen will in Menschen und in seiner Schöpfung. Er lädt uns ein, freundlich zu uns selbst zu sein. Trotz aller Sorgen und Probleme dürfen wir mit Optimismus und Vertrauen auf Gottes Nähe auf Weihnachten zugehen und unsere Zeit gestalten, „behütet und getröstet wunderbar“.

Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Beitrag an:  Theo Wingerter
 
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