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Geistliches Leben

Mittwoch, 20. Januar 2021

Sofort und ganz

Jesus macht keine Angebote, er stellt Forderungen

Ja, die berühmte „Gretchenfrage“. Sie ist heute vielleicht aktueller und brisanter denn je. In Goethes Drama „Faust“ wirbt der ältere hochstudierte, aufgeklärte Gelehrte Heinrich Faust um die viel jüngere, fromme Margarete.

Einmal fragt sie ihn: „Nun sag, wie hast du‘s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“ Faust weicht aus. Er ist ja beileibe kein Atheist, aber seine „Religion“, wenn man sie so nennen möchte, ist eher ein nicht greifbares, schwammiges Gefühl, in dem er nun in vielen diffusen Worten umherschweift. Für Margarete ist dies keine Antwort: „Wenn man‘s so hört, möchte es leidlich scheinen, steht aber doch immer schief darum; denn du hast kein Christentum.“
Das „Christentum“ ist tatsächlich alles andere als diffus und schwammig. Das „Christentum“ ist ja ganz konkret der Glaube an Jesus Christus, der als Mensch Gott greifbar und begreifbar machte. Für den Glauben an Jesus Christus braucht es auch nicht viel Worte. Das älteste Glaubensbekenntnis lautete einfach: „Jesus Christus ist der Herr!“ Das wäre auch eine Antwort auf die „Gretchenfrage“. Nun könnte dies aber so ähnlich schwammig werden, wenn das „Christentum“ lediglich ein Angebot unter anderen wäre und keine Forderung(en) stellen würde. Was also erfordert der Glaube an Jesus Christus? Oder anders gefragt: Was macht uns zu Christen? Darauf gibt das Evangelium vom heutigen Sonntag (Markus-Evangelium 1, 14–20) Antwort, wenn man nur mal die klaren Rufe Jesu nimmt, die weder Widerspruch noch Aufschub dulden.    
Als Jesus erstmals öffentlich auftritt, fordert er zur Umkehr auf, die er noch näher bestimmt: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“. Dieses „Kehrt um!“ jedoch meint nicht einfach eine äußere Kehrtwende, wie man etwa auf der Straße wendet, wenn man sich verfahren hat. Dieses „Kehrt um!“ fordert viel, viel mehr, nämlich eine innere Umwandlung, die sich dann natürlich auch nach außen hin zeigt. Das griechische Wort metanoeite, das hier mit „kehrt um!“ übersetzt ist, bedeutet: Dreht euren Sinn um, wendet euer ganzes Sinnen und Trachten um! Wandelt euch durch ein neues Denken! Werdet anders! Denkt und lebt umgekehrt!
Der zweite Teil von Jesu Ruf gibt die Richtung und das Ziel der Umkehr an: „Glaubt an das Evangelium!“ Dies meint nicht einfach ein „Glauben“ wie etwa an die Wettervorhersage oder den Zugfahrplan. Auch hier reicht das griechische Wort pisteuete, das mit „glaubt!“ übersetzt ist, weiter und tiefer: Richtet euch ganz nach dem Evangelium! Setzt alles auf‘s Evangelium! Und weil es eben „das Evangelium Gottes“ ist (Markus-Evangelium 1,14), heißt dies also: Baut euer Leben allein auf Gott! Vertraut ganz auf die Treue Gottes! Verwurzelt, verankert, befestigt euer Leben, euch selbst mit all eurem Denken und Tun ganz und gar in Gott!  
Im zweiten Teil des Evangeliums, das so unmittelbar mit dem ersten Teil nichts zu tun haben scheint, wird erzählt, wie Jesus seine ersten Jünger beruft. Es soll hier nicht darum gehen, die Berufungsgeschichte bis in alle Einzelheiten auszuloten, sondern allein um diesen Ruf Jesu: „Kommt her, mir nach!“ Das muss ja ein Ruf gewesen sein, der diese Männer wie Donner und Blitz mitten ins Herz traf. Nicht anders auch die „Erklärung“ Jesu, die ihnen ja in diesem Augenblick eigentlich recht wenig erklärt: „Ich werde euch zu Menschenfischern machen!“ Jedenfalls wird gesagt, dass sie tatsächlich sofort alles – ihre Arbeit, ihre Familie, ja, ihr Leben – stehen und liegen lassen und Jesus folgen. Sie spürten: Dieser Ruf vertrug kein Wenn und Aber.
Diesen rigorosen „Ton“ haben alle „Rufe“ Jesu: „Kehrt um!“. „Glaubt an das Evangelium!“. „Kommt her, mir nach!“. Das hört sich nicht an wie Angebote oder Einladungen. Das sind glasklare, unmissverständliche Forderungen. Und genau sie stellt Jesus heute an uns. Umkehr, Glaube, Nachfolge – in der Klarheit, wie Jesus sie fordert, von uns gelebt, übertragen ins Heute, ohne Wenn und Aber: Das macht unser Christsein aus, das ist das „Christentum“. Das verträgt weder eine verschämte, kleinlaute Ängstlichkeit noch ein rechthaberisches, blindes Verharren in – gelinde gesagt – überholten Verhältnissen, die sich in manchen Fällen sogar als falsch oder sündig erwiesen haben. Schlimm ist, dass in unserer von gewaltigen Krisen geschüttelten Zeit die Kirche(n) – meist selbstverschuldet – und sogar die Christen als Christen nicht mehr als systemrelevant, noch schlimmer: nicht mehr als Sinn gebend und Identität stiftend wahrgenommen werden.
Da stellt sich die „Gretchenfrage“ – in all ihren aktuellen Verifikationen – sehr viel schärfer als zu anderen Zeiten. Greifbare Antwort(en) auf sie zu geben, in genau dem Sinn der Forderungen Jesu, ist heute notwendiger denn je.

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