Im Gespräch

Mittwoch, 24. Juni 2020

Nähe Gottes bezeugt

Beileidstelegramm auch aus dem Vatikan

Dr. Anton Schlembach: „Bischof mit Tiefgang“. (Foto: Landry)

Papst Franziskus hat in einem Beileidstelegramm an Bischof Karl-Heinz Wiesemann seine Anteilnahme am Tod von Altbischof Dr. Anton Schlembach bekundet. In dem von Staatssekretär Kardinal Parolin unterzeichneten Schreiben heißt es:
„Der Heilige Vater verbindet sich mit Ihnen und allen Glaubenden des Bistums Speyer im Gebet für den Verstorbenen. Gemäß seinem Wahlspruch ‚Deus Salus‘ suchte er mit dem Herzen eines wahren Hirten den Menschen stets die Nähe Gottes, des Heils unseres Lebens, zu bezeugen. Dabei waren ihm die Verkündigung und Erneuerung des Glaubens, das karitative Zeugnis der Kirche und der Einsatz für die Heiligkeit und Würde jedes menschlichen Lebens ein zentrales Anliegen.
Gott, der Herr, lohne ihm sein unermüdliches Wirken.“
In einem Nachruf bekundet Weihbischof Otto Georgens, nach der Emeritierung Bischof Schlembachs 2007/2008 Diözesanadministrator, seine Dankbarkeit gegenüber dem früheren Speyerer Bischof:
„Als sein erster Sekretär durfte ich Bischof Anton vom Tag seiner Bischofsweihe an aus nächster Nähe erleben. Der Alltag eines Bischofs mit seinen Höhen und Tiefen war mir dadurch sehr vertraut. Bundeskanzler Helmut Kohl hat es einmal sehr prägnant zum Ausdruck gebracht: „Der Alltag eines Bischofs ist nicht das Pontifikalamt.“ Bischof Anton konnte es bestätigen. Oft sah er sich in der Rolle des Keltertreters (vgl. Jes 63,3). Das Motiv von Christus, dem Keltertreter, findet sich auch auf dem Brustkreuz, das mir bei meiner Bischofsweihe übergeben wurde. Damals – vor 25 Jahren – hat mich Bischof Anton zum Bischof geweiht und mir wichtige Aufgaben im Bistum anvertraut. Über den Tod hinaus bleibe ich Bischof Anton dankbar und im Gebet verbunden.
Anteilnahme kommt auch aus dem Bistum Fulda. Dessen Bischof Dr. Michael Gerber kondolierte  zum Tod des  früheren Speyerer  Oberhirten Bischof Karl-Heinz Wiesemann. „Bischof Anton  war ein aufrechter Arbeiter im Weinberg des Herrn. Leider hatte ich  nur wenige Begegnungen  mit ihm, insbesondere bei den Diakonen- und Priesterweihen befreundeter Mitbrüder. Damals fiel mir auf, wie sehr ihm auch die Sorge um geistliche Berufe ein Anliegen war“, schreibt Gerber in einem Beileidsbrief.
Der Fuldaer emeritierte Bischof Heinz Josef  Algermissen drückte dem  Speyerer Bischof ebenfalls sein Beileid in einem Brief aus und charakterisiert den Verstorbenen darin als einen „Bischof mit Tiefgang“, der sich immer zurückgehalten habe. „Wenn er indes das Wort ergriff, hatte seine Rede Tiefgang und zeugte je von einer großen Liebe zur Kirche“, betonte der frühere Oberhirte.

Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Beitrag an:  is/pil

Deutsche Bischofskonferenz

Anzeige

09. Juli 2020

Hohe Austrittszahlen

Generalvikar Andreas Sturm: Zahlen rufen nach Veränderung


24. Juni 2020

Nähe Gottes bezeugt

Beileidstelegramm auch aus dem Vatikan


Anzeige

Anzeige

Abo der Pilger

Bestellen Sie bequem online Ihre persönliche Ausgabe der Kirchenzeitung.

Anmeldung im Benutzerbereich

Passwort vergessen?
neu registrieren