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Kirche und Welt

Mittwoch, 28. Oktober 2020

„Eine große Sache“

Die Papstworte zur Homosexualität erregen weltweit Aufsehen

Zwei Männer vor einem Kerzenaltar mit Marienikone: Viele Homosexuelle wünschen sich mehr Anerkennung von der Kirche. (Foto: kna/Harald Oppitz)

Franziskus tut das, was er schon mehrmals getan hat: Er signalisiert eine Öffnung, ohne verbindlich zu werden.
Traditionalisten sind irritiert, Reformer jubeln – der Papst hat mit Äußerungen zur Homosexualität weltweit für Schlagzeilen gesorgt. In einer Szene des in Rom vorgestellten Films „Francesco“ befürwortet er deutlich wie nie eingetragene, zivile Partnerschaften für homosexuelle Paare. „Homosexuelle haben das Recht, in einer Familie zu leben“, sagt er in der Doku des Regisseurs Jewgeni Afinejewski. Auch sie seien Kinder Gottes und sollten rechtlich abgesichert sein. „Was wir benötigen, ist ein Gesetz, das eine zivile Partnerschaft ermöglicht“, so der Papst. Dafür habe er sich schon früher eingesetzt.
„Papst erteilt Gay-Hochzeiten seinen Segen“, schrieb ein britisches Boulevardblatt. Das stimmt so nicht. Die Einlassungen sind weniger revolutionär, als es den Anschein hat. Dennoch: Form und Inhalt sind ein weiteres Zeugnis für den neuen Stil, den Franziskus im Umgang mit Homosexuellen pflegt.
Ohne Lehrautorität
Zwar sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften in vielen Staaten längst behördlich anerkannt oder juristisch vollends mit der Ehe gleichgestellt. Aber darauf zielt die Forderung des Papstes nicht ab. Der US-Jesuit James Martin entgegnete jenen, die meinen, der Kommentar des Papstes sei keine große Sache: „vielleicht in den USA oder Westeuropa“. Aber in Ländern wie Polen verfolgten etliche Bischöfe einen Anti-Homosexuellen-Kurs. In Uganda seien Kleriker gar für eine Kriminalisierung von Homosexualität. „Es ist eine große Sache“, schrieb Martin auf Twitter.
Franziskus tut das, was er in heiklen Familienfragen schon mehrmals getan hat: Er signalisiert eine Öffnung, ohne verbindlich zu werden. Dazu passt das Medium des Dokumentationsfilms, dem keinerlei kirchliche Lehrautorität zukommt.
In konservativen Kreisen kommt die neue Haltung weniger gut an. Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller signalisierte ebenso Bedenken wie US-Kardinal Raymond Burke. Der beklagte die „große Verwirrung“, die unter Gläubigen ausgelöst werde. Die Äußerungen des Papstes stellten einen Widerspruch zur kirchlichen Lehre dar.
Aus der Luft gegriffen sind die Einwände der Kritiker nicht. In einem Schreiben der Glaubenskongregation von 2003 heißt es: „Nach der Lehre der Kirche kann die Achtung gegenüber homosexuellen Personen in keiner Weise zur Billigung des homosexuellen Verhaltens oder zur rechtlichen Anerkennung der homosexuellen Lebensgemeinschaften führen.“ Unterzeichnet ist der Text vom damaligen Kurienkardinal Joseph Ratzinger.

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