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Kirche und Welt

Mittwoch, 27. Januar 2021

Vatikan greift durch

Erstmals sind zwei Ex-Banker wegen Geldwäsche veruteilt worden

Foto: kna/Osservatore Romano/Romano Siciliani (Foto: kna/Osservatore Romano/Romano Siciliani)

Mit der Verurteilung des früheren Vatikanbank- Chefs Angelo Caloia will die päpstliche Justiz ein Exempel statuieren. Erstmals überhaupt ist im Vatikanstaat eine Spitzenfi gur wegen Finanzdelikten schuldig gesprochen worden. Für den ehemaligen Bankchef Angelo Caloia und seine Mitangeklagten wurden drastische Strafen verhängt. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Unmittelbar nach dem Urteil kündigten die Anwälte Caloias sowie der Mitangeklagten Gabriele und Lamberto Liuzzo Berufung an. Caloia, von 1989 bis 2009 Präsident des als Vatikanbank bekannten „Instituts für die religiösen Werke“ (IOR), bezeichnete sich laut Medienberichten während des Verfahrens als Opfer einer Verschwörung. Es geht um die Veräußerung von 29 Immobilien der Vatikanbank und der von ihr kontrollierten „Societa‘ per gestioni di immobili Roma“ (SGIR) in den Jahren 2002 bis 2007. Der Verkauf erfolgte unter Marktwert und über ein Konstrukt ausländischer Firmen; Caloia und sein Rechtsberater Gabriele Liuzzo bereicherten sich dabei nach Auff assung der Justiz um 59 Millionen Euro. Liuzzos Sohn Lamberto half demnach, einen Teil des Geldes über Schweizer Konten zu waschen. Nicht genug Haftzellen Richter Pignatone sprach für Caloia und Gabriele Liuzzo eine Freiheitsstrafe von je acht Jahren und elf Monaten aus – mehr als von der Anklage gefordert. Lamberto Liuzzo erhielt fünf Jahre und zwei Monate. Hinzu kommen Geldstrafen von je 12 500 Euro für Caloia und Vater Liuzzo sowie 8 000 Euro für den Sohn. Alle drei dürfen künftig keine öff entlichen Ämter mehr im Vatikan ausüben. Weiter verfügte das Gericht die Einziehung von bereits beschlagnahmten 38 Millionen Euro von Konten der Beschuldigten. Sie müssen zudem mehr als 20 Millionen Euro Schadenersatz an das IOR und die Immobiliengesellschaft SGIR zahlen. Womöglich will der Vatikan an Caloia ein Exempel statuieren. Der Prozess könnte ein warnendes Vorspiel für die Beteiligten an einer aktuellen Aff äre um einen Londoner Immobilienerwerb durch das Staatssekretariat sein; auch hier geht es um Korruption und Veruntreuung. Mit fast neun Jahren Gefängnis für Angolo Caloia und Gabriele Liuzzo nimmt sich das Urteil drakonisch aus. Ob es je zum Haftantritt kommt, steht dahin. Die Entscheidung erging in erster Instanz. Sofern die Beschuldigten nicht so leichtsinnig sind, sich im Vatikan festnehmen zu lassen, wird Italien sie nicht ausliefern, abgesehen davon, dass der päpstliche Staat nicht genug Haftzellen für das Trio hätte. Zuletzt spricht das Alter der Hauptangeklagten gegen den strikten Strafvollzug: Caloia ist 81, Liuzzo 97. Bald wird sie ein anderer Richter erwarten.

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