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Kirche und Welt

Mittwoch, 16. September 2020

„Auslöschung droht“

Die Indigenen und der Regenwald in Brasilien sind bedroht wie nie

Die Existenz der indigenen Völker in Brasilien ist bedroht. Hier demonstrieren Mitglieder vom Volk der Huni Kuin in Brasilia. (Foto: actionpress)

Brandrodungen und Vertreibung sind jetzt Normalität. Schutz vor dem Coronavirus verweigert Präsident Bolsonaro den Ureinwohnern auch. „Schlimm, schlimmer, am schlimmsten“: Wenn Regina Reinart von den rund 300 indigenen Völkern in Brasilien und dem Raubbau am größten tropischen Regenwald dieser Welt spricht, ist sie kaum zu bremsen. Rund zwölf Jahre hat sie in Brasilien gelebt. Seit 2013 ist sie Brasilien-Referentin für das katholische Hilfswerk Misereor. Doch das, was sie am Amazonas erlebt, seitdem Staatspräsident Jair Bolsonaro das Land regiert, verschlägt der 51-Jährigen den Atem. Brandrodungen, Vertreibung, Verdrängung, ja sogar Mord bestimmen den Alltag der Ureinwohner Brasiliens. Zudem leiden die rund 1,3 Millionen Indigenen seit einigen Monaten unter dem Coronavirus wie kaum ein anderes Volk auf der Erde. Über die Hälfte der 300 Ethnien sind betroffen. Es gibt unzählige Tote. Doch Bolsonaro verweigert jede Hilfe. Während von 100 000 Brasilianern 900 mit Corona infiziert sind, sind es bei den Indigenen 1500. Jüngst lehnte Bolsonaro ein Gesetz ab, das Behörden verpflichtete, „den indigenen Gemeinschaften mehr Krankenhausbetten, Beatmungsgeräte und Sauerstoffgeräte zur Verfügung zu stellen“, so Reinart. „Einigen Völkern droht die Auslöschung“, sagt Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann- Simon.

Gefahr für das Weltklima
Doch nicht nur die Pandemie gefährdet das Überleben der traditionellen Volksgruppen Brasiliens. Seit Bolsonaro regiert, erleidet das Land einen nie dagewesenen Raubbau an seiner Natur. Allein die Zahl der oft illegalen Brandrodungen hat sich auf mehr als 80 000 Feuer jährlich verdoppelt. Verbrannt und gefällt werden die Bäume, um Platz für die industrielle Vieh- und Landwirtschaft zu schaffen. Etwa für den Anbau von Soja. Neben Großgrundbesitzern, die die Ureinwohner mit bewaffneten Milizen vertreiben, überfluten Goldgräber und Wilderer das Land. Ganze Arten stehen vor dem Aussterben. Zudem werden auf Brasiliens Böden Agrargifte eingesetzt, die in Europa verboten sind. Oppositionelle und Menschenrechtsaktivisten sind überzeugt, Bolsonaros vordringlichste Agenda sei es, das Amazonasgebiet für Industrie und Landwirtschaft zu erschließen. Tatsächlich wurden laut Umweltexperten bisher 17 Prozent des für das Weltklima so wichtigen Amazonaswaldes niedergebrannt oder für die Möbelindustrie abgeschlagen. Wissenschaftler wie Hans Joachim Schellnhuber, lange Direktor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, warnen: Wenn 25 Prozent des Regenwaldes verschwunden sind, kommt jede Hilfe für das Weltklima wohl zu spät.

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