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Kirche und Welt

Mittwoch, 18. November 2020

Schatten auf Pontifi kat

Missbrauchsskandale stürzen Polens Kirche in eine Vertrauenskrise

Sekretär des Papstes: Kardinal Stanislaw Dziwisz hält im März 2016 ein Bild von Johannes Paul II. in der Hand. (Foto: kna/Marcin Mazur)

Eine zentrale Rolle in der aktuellen Debatte spielt Kardinal Stanislaw Dziwisz, langjähriger Sekretär von Papst Johannes Paul II. Immer noch berufen sich Polens katholische Bischöfe und Priester oft auf Papst Johannes Paul II. Er besitzt die größte Autorität im Land. So versprachen sich die Bischöfe von seiner Heiligsprechung 2014 eine Festigung des katholischen Glaubens in Polen. Trotzdem befindet sich die Kirche jetzt in einer Vertrauenskrise – und das hängt auch mit dem einstigen Kirchenoberhaupt zusammen. Eine Schlüsselfigur ist der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz. Er war fast 40 Jahre persönlicher Sekretär von Karol Wojtyla, dem späteren Papst Johannes Paul II. Nun wird er beschuldigt, sexuellen Missbrauch in der Kirche gedeckt und die Opfer im Stich gelassen zu haben. Dziwisz war in den letzten Jahren des Pontifikats im Vatikan fast so mächtig wie der schwerkranke Papst. Nun berichtete der Nachrichtensender TVN24, Dziwisz habe von Kindesmissbrauch durch den Gründer der Legionäre Christi, Marcial Maciel Degollado, und den früheren US-Kardinal Theodore McCarrick gewusst und beide dennoch gestützt. Obendrein wurde ihm Bestechlichkeit vorgeworfen. McCarrick habe ihm im Juli 1988 10 000 Dollar für eine Privataudienz mit Papst Johannes Paul II. gezahlt.

Nichtaufklären schadet
Auch im McCarrick-Report, den der Vatikan jetzt veröffentlichte, wird Dziwisz mehr als 40 Mal erwähnt. Er war es, an den McCarrick 2000 seinen Brief adressierte, in dem er beteuerte, „niemals sexuelle Beziehungen mit einer Person“ gehabt zu haben. Nach dieser Beteuerung ernannte der Papst ihn zum Erzbischof von Washington D.C. Die Polnische Bischofskonferenz nimmt die Vorwürfe ernst. „Ich hoffe, dass die zuständige Kommission des Apostolischen Stuhls alle in der Reportage präsentierten Zweifel klärt“, sagte ihr Vorsitzender Erzbischof Stanislaw Gadecki. Den polnischen Papst verteidigte er: „Der Fall des ehemaligen Kardinals McCarrick ist auch ungerecht für den heiligen Johannes Paul II., der von ihm zynisch betrogen wurde.“ McCarrick habe Johannes Paul II. in dem Brief angelogen. Kritischer äußerte sich Piotr Studnicki, Leiter des Büros des Bischofskonferenz- Delegaten für Kinder- und Jugendschutz: „Ich bin überzeugt, das Nichtaufklären dieser Sache hat der ganzen Kirche geschadet und auch einen Schatten auf das Pontifikat von Johannes Paul II. geworfen.“ Dziwisz sagte, er habe nie Geld genommen, um etwas zu verheimlichen. Der Unmut über die Kirche in Polen ist groß. 65,7 Prozent der Polen sind nach einer Umfrage der Meinung, die Kirche spiele eine negative Rolle im öffentlichen Leben.

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