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Kirche und Welt

Mittwoch, 15. Januar 2020

Wirbel um neues Buch

Benedikt XVI. und Kurienkardinal Sarah verteidigen den Zölibat

Benedikt XVI. will keine Ausnahmen vom Zölibat. (Foto: kna/Vatican Media)

Erneut bricht der emeritierte Papst sein Schweigen und mischt sich kirchenpolitisch ein – ein Affront gegen Papst Franziskus.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat abermals weltweit für Schlagzeilen gesorgt. In einem Buch mit dem afrikanischen Kurienkardinal Robert Sarah meldet er sich aus seinem selbstgewählten Ruhestand zu Wort. Das Thema lässt vor allem deshalb aufhorchen, weil es zuletzt im Mittelpunkt innerkirchlicher Reformkontroversen stand: Benedikt XVI. und Sarah verteidigen in ihrem Buch den Zölibat für Priester. Es ist nicht das erste Mal, dass Benedikt XVI. sein selbst gelobtes Schweigen bricht. Viel Kritik handelte sich der 92-Jährige ein, als er 2019 einen Aufsatz über den sexuellen Missbrauch im Klerus schrieb und die Hauptschuld in einem Zusammenbruch der Sexualmoral verortete. Damals wurde der Artikel überwiegend kirchenintern wahrgenommen. Anders diesmal: In deutschen Medien wurde der Zölibatsvorstoß als Affront gegen Papst Franziskus gewertet, der in Kürze über mögliche Ausnahmegenehmigungen beim Zölibat entscheiden will. Im Oktober hatte die Amazonassynode mit einer Zweidrittelmehrheit dafür votiert, für seelsorgerische Notstandsgebiete Ausnahmen zuzulassen. Angesichts dieser Situation schreibt die FAZ, Benedikt XVI. falle Papst Franziskus offen in den Rücken, und folgert: „Damit ist der Geist der Kirchenspaltung aus der Flasche.“

Vatikan bemüht sich um Schadensbegrenzung

Im Vatikan bemüht man sich um Schadensbegrenzung. In einer Stellungnahme, die den Alt-Papst nicht erwähnt, erinnert Pressesprecher Matteo Bruni daran, dass sich Papst Franziskus noch vor knapp einem Jahr klar gegen eine Abschaffung des Zölibats ausgesprochen und nur Ausnahmen in extremen Situationen angedeutet hatte. Zwischen den Zeilen bedeutete das Vatikan-Statement: Es gibt keinen Affront, weil beide Päpste in dieser Sache weitgehend einer Meinung sind. Der jüngste Vorstoß des Ex-Papstes offenbart aber ein Problem neuer Art. Benedikt XVI. ist, wie unlängst ein Dokumentarfilm des Bayerischen Fernsehens zeigte, kaum noch in der Lage, verstehbar zu sprechen oder einer längeren Unterhaltung zu folgen. In dieser Verfassung kann er leichte Beute für jene werden, die ihn für ihre Agenda in Stellung bringen wollen. Die Kernaussage des Buches und die Absicht, sich einer Modernisierung des Priestertums entgegenzustemmen, dürfte zwar dem Denken Benedikt XVI. entsprechen. Weniger klar ist, ob er noch überblickt, welche Verwerfungen er damit in den innerkirchlichen Debatten auslöst. Seine konservativen Mitstreiter wissen das sehr wohl.

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