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Kultur

Mittwoch, 13. Januar 2021

Einsatz für den Fortschritt

Der Steyler Missionar Peter Janser aus Bexbach leistete Bahnbrechendes

(Foto: Joachim Specht/Wikimedia Commons)

Er hat sich als Steyler Missionar in einigen Ländern verdient gemacht. In den USA ermöglichte Pater Peter Janser Afroamerikanern den Zutritt zum Priesteramt.
Als 1895 die ersten Steyler Missionare in die USA gingen, sollten sie sich im Auftrag des Ordensgründers Arnold Janssen um die vielen deutschen Einwanderer kümmern und für die deutschsprachige Ordenszeitung ‚Stadt Gottes‘ in den Staaten ein eigenes Vertriebssystem aufbauen. Für die europäischen Missionare, die nach Amerika gingen, war es unbegreiflich, warum es für die vielen katholischen Afroamerikaner keine eigenen Priester gab.

In China, im ersten Missionsgebiet des 1876 gegründeten Ordens, hatten die Steyler bereits nach 20 Jahren die ersten Chinesen zu Priestern geweiht. Afroamerikanische Katholiken gab es schon seit Hunderten Jahren. Aber für die weißen US-Bürger waren Afroamerikaner immer noch die Nachkommen der Sklaven, unwürdig und unfähig für das Priesteramt, besonders in den Südstaaten. Dieses Urteil teilten Laien, Kleriker und Bischöfe.
Nach einigen Jahren gab Rom den Steyler Missionaren den Auftrag, unter den bisher vernachlässigten Afroamerikanern eine Seelsorge aufzubauen. Da die erste Generation der Missionare dieser Aufgabe nicht gewachsen war, schickte noch der Ordensgründer selbst 1905 Pater Peter Janser SVD in die Staaten, um diese Aufgabe zu übernehmen.
   
Begründer des Aufschwungs
Peter Janser wurde 1878 im damaligen Mittelbexbach geboren, er trat im Jahr 1890 dem Orden der Steyler Missionare bei, 1902 wurde er in Steyl zum Priester geweiht und ging 1905 in die USA. Unter Pater Jansers Leitung nahm die nordamerikanische Provinz einen raschen Aufschwung. Er gründete die beiden Niederlassungen St. Mary in Techny (bei Chicago) in Illinois und Herz Jesu, in Girard, Pennsylvanien. Da es bis dahin in den USA nur einen einzigen britischen Orden gab, der sich um die afroamerikanische Bevölkerung kümmerte, erkannte Pater Janser sehr schnell, dass nur eine eigene afroamerikanische Priesterschaft das Vertrauen der Nachkommen der seit 1619 nach Nordamerika verschleppten Sklaven in die katholische Kirche gewinnen konnte.

Signal gegen Diskriminierung
So verfasste Peter Janser 1921 zusammen mit dem Generalprokurator der Steyler in Rom, P. Friedrich SVD, eine Denkschrift, die Papst Pius XI. 1923 an die US-Bischöfe als päpstliches Schreiben weiterleitete. In ihr lobte der Papst die Gründung eines speziellen Priesterseminars für farbige Studenten und erteilte der SVD den Auftrag dazu. Nun mussten alle Diözesen diese Einrichtung akzeptieren.
Die Steyler Missionare setzten ein erstes starkes Zeichen gegen die Rassendiskriminierung, als sie in ihrem Kleinen Seminar in Bay St. Louis am Golf von Mexiko erstmals farbige Schüler aufnahmen, allerdings – wie in den Südstaaten geboten – im Wohnbereich und im Speisesaal getrennt von den hellhäutigen Mitschülern. Die Steyler wurden damit in der US-Ortskirche zum Vorreiter bei der Überwindung der Rassentrennung.
Nach dieser Pionierleistung war man auch in Rom auf Pater Janser aufmerksam geworden. 1925 wurde er nach China geschickt, um auch dort die Inkulturation der Kirche in die chinesische Kultur voranzubringen.1932 übernahm Peter Janser die Leitung der SVD in Indien und wurde der erste Präfekt der apostolischen Präfektur Indore. 1945 kehrte er in die USA zurück, wo er 1959 in Techny, einem Vorort von Chicago, starb.

Pater Jansers Erbe heute
Am nachhaltigsten aus heutiger Sicht war das Wirken von Pater Janser im Süden der USA. 1934 weihten die Steyler die ersten vier afroamerikanischen Priester für die USA in Bay St. Louis. Dies war das Signal, dass nach und nach auch andere Seminarien in Nordamerika dem Beispiel folgten.
Mehr als 90 Priester sind aus dem Seminar Bay St. Louis hervorgegangen. Auch die ersten afroamerikanischen Bischöfe seit den 1960er-Jahren rekrutierten sich allesamt aus dem Umfeld des Ordens. Von den bis heute 24 afroamerikanischen Bischöfen der USA haben allein acht ihre Wurzeln bei den Steylern.

Die Steyler betreuen heute 45 afroamerikanische Pfarreien in vielen Diözesen der USA. Der erste afroamerikanische Diözesanbischof der USA wurde 1984 in Memphis Msgr. Terry James Steib SVD, er ist Steyler und Schüler von Bay St. Louis. Der erste afroamerikanische Kardinal der USA ist seit einigen Wochen Erzbischof Wilton D. Gregory von Washington. Er stammt aus Chicago und konvertierte als Gymnasiast zur katholischen Kirche.

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