Kultur

Mittwoch, 19. April 2017

Kirchengeschichte der Pfalz kommt auf die Bühne

Chawwerusch Ensemble erinnert an die Anfänge der Neugründung des Bistums vor 200 Jahren

Szene aus dem Theaterstück: Bischof Nikolaus von Weis (Ben Hergl, Mitte) im Gespräch mit Pfarrer Franz Tafel (Thomas Kölsch, links) und Pfarrer Paul Josef Nardini (Stephan Wriecz). Foto: Dudenhöffer/Chawwerusch

An Pfingsten feiert das Bistum Speyer das 200-jährige Jubiläum seiner Neugründung im Jahr 1817. Um auf anschauliche Weise an die Anfänge zu erinnern, hat das Bistum Speyer ein Theaterstück in Auftrag gegeben. Das Werk „Wer die Wahrheit tut – Scheidewege des neuen Bistums“ des Chawwerusch Theaters aus Herxheim macht für die Menschen in der Pfalz ein Stück ihrer Geschichte wieder lebendig.

Am 12. Mai feiert das Stück im Kurpfalzsaal in Edenkoben Premiere. Es beschäftigt sich mit der Neugründung des Bistums Speyer vor 200 Jahren und wird im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in allen Dekanaten des Bistums zu sehen sein.  Aus größtenteils historischen Persönlichkeiten hat der Autor Danilo Fioriti in Zusammenarbeit mit dem Chawwerusch Ensemble Theaterfiguren entwickelt, die jeweils ihre eigene Vision von einem christlichen Leben und der richtigen Gesellschaftsordnung verfolgen.

Worum es in dem Theaterstück geht: Für den bayerischen Regierungspräsident Zwack könnte alles so einfach sein, denn 1817 steht die Pfalz unter bayerischer Herrschaft und die katholische Kirche, dem Staat untergeordnet, ist ohne gesellschaftliche oder gar politische Macht. Aber anstatt einfach nur Gottesdienste zu halten, legt sich der neue Bischof Nikolaus von Weis mit dem Regierungspräsidenten an, um eine Antwort auf die aufkommende soziale Frage zu finden, das Bistum wieder mit funktionierenden Strukturen auszustatten und so nebenher den in Trümmern liegenden Speyerer Dom wieder aufzubauen.

Und als ob ein Störenfried nicht genug wäre, gibt es da auch noch den Pfarrer Franz Tafel in Zweibrücken, der dem Vormärz nahesteht, und Pfarrer Paul Josef Nardini in Pirmasens, der eigenmächtig einen Orden gründet. All das bedeutet viel Ärger für den Regierungspräsidenten. Aber die Fähigkeiten Weis’ als Stratege und sein politisches Gespür sorgen dafür, dass nach seiner Amtszeit das Bistum wieder aufgebaut ist und der Dom in neuem Glanz dastehen kann.

Insgesamt entfaltet sich ein buntes Panoptikum von Figuren, die die Vergangenheit zum Leben erwecken. Sie gewähren ganz unterschiedliche und oft amüsante Einblicke in ein turbulentes Stück Geschichte. (red)

Das Theaterstück „Wer die Wahrheit tut“ wird vom 12. Mai bis zum 10. Juni an insgesamt elf Orten in der Pfalz und im Saarpfalzkreis gezeigt.
Weitere Informationen zu den einzelnen Aufführungen gibt es im Internet unter www.bistum-speyer.de
 (Bistum Speyer/Bistumsjubilaeum 2017/Theaterstueck „Wer die Wahrheit tut“

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