https://pornova.org/3d-hentai-video/5177-gravure-idol-audition.htmlhttps://myhentai.org/english-games/3d/6325-kirakira-stars-idol-project-ai.html

Kultur

Mittwoch, 09. September 2020

Zeitreise in die Welt der Bibel

Evangelische und katholische Bibel-Begeisterte bringen Besuchern das Buch der Bücher anhand von Szenen und Mitmach-Stationen näher

Besucher der Ausstellung können im Zelt den Erzählern einer Geschichte aus der Bibel lauschen. Erklärt wird, wie Johannes Gutenberg mit seiner neuen Druckerpresse die Heilige Schrift vervielfältigen will. (Foto: Mitzner/Wortschatz)

Was macht die Bibel für uns heutige Menschen immer noch aktuell? Wie ist sie entstanden? Was hat maßgeblich zu ihrer Verbreitung beigetragen? In wie viele Sprachen ist sie mittlerweile übersetzt? Wie hat man besonders in jüngerer Zeit versucht, Inhalte der Bibel umzusetzen und auf lebendige Weise erfahrbar zu machen? Antworten auf diese und noch weitere Fragen gibt das Projekt „Wortschatz“.
„Wortschatz“ ist ein gemeinsames Bibelprojekt der katholischen Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini Germersheim und der protestantischen Kirchengemeinde Westheim-Lingenfeld. Vom 28. August bis zum 27. September sind alle Interessierten in das katholische Pfarrheim Lingenfeld eingeladen, um die Bibel neu zu entdecken und vieles von ihr zu erfahren – sei es mittels kleinen schauspielerischen Szenen oder interaktiv an einzelnen Mitmach-Stationen.
Der Besucher wird dabei durch insgesamt acht Stationen geführt. Die Darsteller tragen detailgetreue und in die jeweilige Zeit der gespielten Szene passende Garderoben. Ein Scriptorium von Schreibmönchen und -nonnen oder die Kammer Martin Luthers auf der Wartburg sind liebevoll und mit viel Authentizität eingerichtet worden und können betreten und besichtigt werden. Eine originalgetreue Druckerpresse aus der Zeit Johannes Gutenbergs ist zu sehen, und es wird gezeigt, wie viel Aufwand man zu der damaligen Zeit betreiben musste, um eine Seite der Bibel zu drucken. Am Ende der Führung lädt eine Bibelausstellung mit etwa 85 Exponaten dazu ein, in die Welt des Buches der Bücher einzutauchen. Alte Luther-Bibeln aus dem 16. und 17. Jahrhundert können bestaunt werden, aber auch die kleinste Bibel der Welt oder besondere illustrierte Bibelausgaben wie etwa die Wiedemann-Bibel.
Es gibt viele Details, die erkennen lassen, mit wieviel Begeisterung und Leidenschaft die rund 150 Mitwirkenden bei der Sache waren: Kulissenbauer, Dekorateure, Kostümnäherinnen, Techniker, Darstellende, Betreuer der Bibel-Erlebniswelt und viele weitere mehr. Da wundert es nicht, dass die Vorbereitungszeit mehrere Monate dauerte.  
Das Bibel-Projekt sollte eigentlich schon Mitte März beginnen. Aber kurz nach dem Start kam Corona dazwischen. Mit einigen Veränderungen und einem Hygienekonzept konnte „Wortschatz“ am 28. August mit einer Eröffnungsführung wieder beginnen. Die erste Gruppe von elf Personen wurde von Marie-Christin Mayer, Pastoralassistentin im Praktikum in der Pfarrei Seliger Paul Nardini, durch die acht Stationen geführt. Abstand halten, Händedesinfektion bei allen sensiblen Interaktionen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Bewegen in der Ausstellung bis zu den Sitzplätzen waren für alle Teilnehmer obligatorisch und problemlos umzusetzen.
Zunächst wurden die Teilnehmenden in ein großes Beduinenzelt mit orientalisch ausgestattetem Interieur geführt und konnten sich auf verschiedenen Sitzgelegenheiten niederlassen. Eine Frau, die rein äußerlich mit ihrer Kleidung direkt aus der Zeit Jesu entsprungen sein konnte, begrüßte alle mit einem herzlichen Schalom. Alle waren gespannt, was nun folgen würde. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Frau um Marta handelte, aus der biblischen Geschichte „Maria und Marta“ aus dem Lukasevangelium. Eindrücklich schilderte sie aus ihrer Sicht die Erlebnisse aus dieser Szene. Dadurch war man als Zuhörer gleich mittendrin. Am Ende stellte Marta die Frage an die Teilnehmenden: „Auf was kommt es bei der Begegnung mit Jesus eigentlich wirklich an?“ Jeder konnte die Frage für sich beantworten.
Danach wurde die Gruppe im Pfarrheim in einen großen Raum geführt. Dort erfuhren die Teilnehmer zunächst in einem kurzen Film etwas über die Entdeckung der Qumran-Rollen am Toten Meer und über den unglaublichen Zufall, durch den die wertvollen Schriftrollen entdeckt wurden. Marie-Christin Mayer gab vor und nach den Stationen immer wieder kürzere Erläuterungen zu dem Gesehenen und Gehörten.
Bei der dritten Station warteten alle gespannt darauf, was an der anderen Seite des Raums, dem eingerichteten Scriptorium der Nonnen und Mönche, passieren wird. Zwei Mönche betraten ihre Schreibplätze und erzählten von ihrer mühevollen Arbeit: dem handschriftlichen Abschreiben der Bibel mit Tintenfass und Feder. In der nächsten Station erfuhr die Gruppe durch eine weitere Darstellerin etwas über die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg.
Anschließend ging die Reise weiter zur fünften Station. Zunächst sieht man den Mann nicht, der in seiner Schreibkammer sitzt und vor sich hin flucht. Sein Verdruss ist gerade so groß, dass er seine geschriebenen Seiten zerknüllt und aus der Tür in den Raum der Besucher-Gruppe wirft. Erst danach tritt der Mann, der sich als Martin Luther entpuppen wird, vor die Besucher. Er beschreibt sehr lebhaft und eindrücklich seine aktuelle Arbeit, die Übersetzung der Bibel ins Deutsche, und was sein Hauptanliegen dabei ist: „Jeder soll das Wort Gottes lesen können!“
In den folgenden zwei Stationen werden unterschiedliche Informationen rund um die Bibel vorgestellt: Wie ist sie zusammengesetzt? Warum bewegt sie die Menschen zu allen Zeiten? Wie werden die Bibelgeschichten heute umgesetzt, beispielsweise in Filmen, Hörbüchern, in Spielen? In wie vielen Sprachen ist sie übersetzt?
In der letzten Station können die Besucher das Gehörte und Gesehene noch einmal Revue passieren lassen. Es gibt die Möglichkeit, seinen Lieblings-Bibelspruch an die Wand zu schreiben oder ein abgedrucktes Bibelwort zu ziehen. Danach gelangen die Besucher in den Ausstellungsraum, der mit unterschiedlichen Bibelexponaten dazu einlädt, weiterhin über die Vielfalt und die Großartigkeit des Buches der Bücher zu staunen.

Das Projekt läuft noch bis zum 27. September. Die kostenlosen Führungen gibt es dienstags bis sonntags. Um Spenden wird gebeten. Anmeldung über www.wortschatz2020.de/ oder über das katholische Pfarrbüro, Telefon 07274/9485330.

Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Beitrag an:  Yvonne Greiner

Anzeige

21. Oktober 2020

Jüdisches Museum Frankfurt mit Festakt eröffnet

Mit einem Festakt ist am 20. Oktober das sanierte und erweiterte Jüdische Museum Frankfurt eröffnet...


14. Oktober 2020

Düstere Vorahnungen und Todesangst

1938er-Tagebuch von Bischof Faulhaber einsehbar


07. Oktober 2020

Anlaufstelle für Pilgerstempel

Niederkirchener Gotteshaus als „Weg-Marke“ auf dem Sternenweg


Anzeige

Abo der Pilger

Bestellen Sie bequem online Ihre persönliche Ausgabe der Kirchenzeitung.

Anmeldung im Benutzerbereich

Passwort vergessen?
neu registrieren