Redaktion der pilger

Donnerstag, 02. September 2010

Dank für treuen Dienst auf Maria Rosenberg

Bischof Wiesemann mit dem scheidenden Direktor Dr. Arendt (rechts) und seinem Nachfolger Pfarrer Sehy (Mitte). Foto: is

Bischof Wiesemann verabschiedet Monsignore Dr. Hans-Peter Arendt als Direktor – Pfarrer Volker Sehy als neuer Leiter eingeführt

In einem festlichen Pontifikalamt in der Wallfahrtskirche von Maria Rosenberg hat Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am vergangenen Sonntag Monsignore Dr. Hans-Peter Arendt als Direktor des Wallfahrtszentrums mit seinen sozialen Einrichtungen verabschiedet und Pfarrer Volker Sehy als neuen Leiter eingeführt. Zu der Feier, an der auch eine große Zahl Priester aus dem ganzen Bistum teilnahm, drängten sich mehr als 500 Gläubige in das Gotteshaus, so dass die Sitzplätze bei weitem nicht ausreichten. Arendt hatte den Rosenberg, zu dem ein Exerzitien- und Bildungshaus, ein Haus der Kinder- und Jugendhilfe, eine Schule sowie ein Alten- und Pflegeheim gehören, fast 18 Jahre geleitet.

Bischof Wiesemann verwies in seiner Predigt darauf, dass trotz vieler Veränderungsprozesse in Gesellschaft und Kirche doch auch Konstanten im religiösen Leben erkennbar blieben. Dazu gehöre die Gottessuche. Der Mensch sei ein Suchender, der Orte brauche, wo er die Unbedingtheit der Wahrheit und der Liebe erspüren, wo er im Gebet zur inneren Ruhe kommen könne. In diesem Sinne sei Maria Rosenberg ein wunderbarer Ort mit großer Ausstrahlungskraft, eine Stätte der Verwurzelung in Gott und der Verehrung Marias, die sich – als Erbe des „Bet-Jörg“ und der Stifter des 19. Jahrhunderts – zudem zu einem großen Sozialwerk entfaltet habe. Diese „Kernverschmelzung von Mystik und Caritas, von Gottessuche und Hingabe“ sei das Geheimnis und die Konstante des Rosenbergs.

Gerade angesichts der heutigen Herausforderungen für die Kirche sei es eine wichtige Aufgabe, Maria Rosenberg als geistliches Zentrum und einen „Quellort unserer Diözese“ zu erhalten. „Ich bin Monsignore Arendt von Herzen dankbar, dass er durch seine Spiritualität, seine Bescheidenheit, seine Klugheit und sein priesterliches Vorbild hier viele, viele Menschen geistlich geprägt hat“, betonte der Bischof. Ebenso sei er froh, dass sich Pfarrer Sehy in einer Zeit großer Umbrüche dieser neuen Aufgabe stelle, nachdem er schon als Dozent am Priesterseminar und Leiter der „Diözesanstelle Berufe der Kirche“ junge Menschen in die Christusnachfolge geführt habe. Am Ende des Gottesdienstes dankte Bischof Wiesemann noch einmal ausdrücklich Monsignore Arendt für seinen fast zwei Jahrzehnte langen treuen Dienst auf Maria Rosenberg, um anschließend Pfarrer Sehy als Zeichen des neuen Amtes den Schlüssel der Gnadenkapelle zu überreichen.

Generalvikar Dr. Franz Jung als kommissarischer Vorsitzender des Verwaltungsrates erinnerte in seinem Grußwort an das uralte Bild von Maria als Knotenlöserin. „Wir haben hier auf Maria Rosenberg so manchen Knoten zu lösen“, bemerkte er im Hinblick auf die bevorstehenden Veränderungen in der Trägerstruktur für den Bereich Kinder- und Jugendhilfe und den Bereich Altenhilfe. Auch wenn Maria Rosenberg zum Geistlichen Zentrum weiterentwickelt werden solle, blieben die sozialen Einrichtungen bestehen, versicherte Jung. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man auf die finanzielle Situation schaut. Diese Entscheidung macht deutlich, dass Spiritualität und Einsatz für den Nächsten nicht voneinander zu trennen sind.“ Maria Rosenberg bleibe dabei „fest in katholischer Hand“, da mit dem Caritasverband und dem Jugendfürsorgeverein zwei dezidiert katholische Träger mit viel Erfahrung in diesen Aufgabengebieten die Einrichtungen übernähmen. Ausdrücklich dankte Jung dem bisherigen Verwaltungsrat und insbesondere dem scheidenden Vorsitzenden, Prälat Gerhard Fischer, für die Aufbauarbeit in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten.

Dekan Martin Ehling dankte im Namen des ganzen Dekanates Pirmasens Pfarrer Arendt für sein „segensreiches Wirken“ auf Maria Rosenberg. Dank- und Willkommensworte überbrachten auch Landrat Hans-Jörg Duppré und Verbandsgemeindebürgermeister Winfried Krämer, die damit die Bedeutung des Rosenbergs als kulturelles Zentrum und großer Arbeitgeber für die Region würdigten. Hans Wiesnet, der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, mach­te deutlich, dass beim Abschied von dem „beliebten Direktor“, der für alle immer ein offenes Ohr gehabt habe, auch ein wenig Wehmut im Spiel sei. An den neuen Direktor richtete er in einer Zeit, in der wichtige Entscheidungen anstünden, den Wunsch nach guter und fruchtbarer Zusammenarbeit. Hans-Peter Arendt selbst hob in seinem Dankwort die Bereitschaft der Mitarbeiterschaft hervor, trotz Sparzwängen neue Aufbrüche zu suchen. Ausdrücklich dankte er auch allen, die sich ehrenamtlich für den Rosenberg und seine Einrichtungen einsetzen.

(Bischöfliche Pressestelle)

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