Redaktion der pilger

Donnerstag, 13. Februar 2014

Begegnung auch mit dem eigenen Glauben

Die Grabeskirche in Jerusalem. Eine von vielen Pilgerstationen im Heiligen Land. Foto: Berthold Werner/wikipedia.de

Pilgern im Heiligen Land „auf den Spuren Jesu“ – Reise des Pilgerbüros Speyer vom 6. bis 15. Mai

Das Heilige Land – direkter und unmittelbarer lassen sich die Wirkungsstätten Jesu nicht erleben. Der See Genezareth, Bethlehem, Jerusalem...  – Namen, die aus der Bibel bekannt sind. Kein Wunder, dass das Heilige Land seit Jahrhunderten ein wichtiges Ziel von Pilgern ist. Wer einmal dort war, liest die Bibel mit anderen Augen, sagt man. So ist eine Reise ins Heilige Land für christliche Pilger auch immer eine Begegnung mit dem eigenen Glauben. 
Viele Pilger beginnen ihren Besuch am See Genezareth im Norden des Landes. Der ist selbst nicht nur Schauplatz eines der in der Bibel beschriebenen Jesus-Wunder, sondern auch ein ausgezeichneter Startpunkt, um weitere Wirkungsstätten Jesu aufzusuchen. Hier schließt sich der irdische Wirkungskreis des Erlösers: In Nazareth, kaum 20 Kilometer vom See entfernt, steht die Verkündigungskirche mit der Inschrift „Hic verbum caro factum est – Hier ist das Wort Fleisch geworden“, der Überlieferung nach über dem Haus, in welchem Maria auf den Verkündigungsengel traf. Nur wenige Kilometer weiter liegt der Berg Tabor, Ort der Verklärung Jesu. Heute befinden sich an dieser Stelle eine Basilika und die Reste eines mittelalterlichen Benediktinerklosters. Der Berg der Seligpreisungen oder Tabgha, wo das Wunder der Brotvermehrung stattfand, oder Kafarnaum, der Ort, aus dem Petrus stammt, oder Kana, ein weiterer Ort, an dem Jesus ein Wunder tat, liegen ebenfalls in der näheren Umgebung.
Über die Golan-Höhen, die den See auf seiner östlichen Seite begrenzen und das Grenzgebiet zu Syrien bilden, wurde ebenfalls viel geschrieben – wenngleich in einem weit weniger friedfertigen Zusammenhang. Seit Jahrzehnten ist das Gebiet umkämpft. Heute sorgen dort UN-Truppen für Sicherheit.  Mit Caesarea Philippi findet sich aber auch hier ein Ort von biblischer Bedeutung: Hier soll Jesus Petrus als den Felsen, auf dem er seine Kirche bauen will, bezeichnet haben, nachdem dieser bekannt hatte, dass Jesus der Messias ist.
Weiter geht die Pilgerreise in Richtung Süden. Unterwegs bietet sich ein Abstecher nach Jericho, der wohl ältesten Stadt der Welt, an. Dort in der Nähe liegt auch Qumran, wo zwischen 1947 und 1956 in Felshöhlen rund 15000 Fragmente von 850 Schriftrollen aus der Zeit Jesu gefunden wurden. Wer abschalten möchte, der kann am Toten Meer eine Verschnaufpause einlegen.
Denn mit Bethlehem, dem Geburtsort Jesu, folgt anschließend einer der absoluten Höhepunkte jeder Pilgerreise. Ein Besuch der Geburtskirche und der Geburtsgrotte ist – trotz aller touristischen Verfremdung – für viele Pilger ein Muss.
Von Bethlehem ist Jerusalem, das Ziel jeder Pilgerfahrt, nur noch einen Steinwurf entfernt. Die Stadt ist gleich für drei Religionen – Judentum, Christentum und Islam – eine zentrale Stadt. Daran erinnern heute archäologische Zeugnisse und Heiligtümer, die sogenannten heiligen Stätten. Kaum eine andere Stadt hat eine solch wechselvolle Geschichte. Für Juden ist Jerusalem die Stätte des Tempels und die Hauptstadt des alten Israel. Muslime sehen in Jerusalem, das der Prophet Mohammed nach der Tradition in einem nächtlichen Himmelsritt aufsuchte, die drittwichtigste heilige Stätte nach Mekka und Medina.
Christen verbinden mit der Stadt den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu – und damit den Kern ihres Glaubens. Der Ölberg mit dem Garten Gethsemane, wo Jesus verraten wurde, die Via Dolorosa, über die Jesus auf seinem letzten irdischen Weg sein Kreuz schleppte, die Grabeskirche ­– sie alle sind wichtige Pilgerziele in dieser pulsierenden Stadt. Darüber hinaus lohnt ein Besuch der St. Anna-Kirche, der schönsten Kirche aus der Kreuzritterzeit. Aber auch die Gedenkstätte Yad Vashem, wo der Opfer des Nationalsozialismus gedacht wird, bietet sich als Ziel zum Innehalte an.
Das Pilgerbüro Speyer bietet vom 6. bis 15. Mai in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Pilgerbüro unter dem Titel „Auf den Spuren Jesu“ eine Reise ins Heilige Land an, wobei alle oben erwähnten Orte und noch viele weitere besucht werden. Pfarrer Michael Baldauf (Heßheim), ein profunder Kenner des Heiligen Landes, übernimmt dabei die geistliche Begleitung. Die zehntägige Flugreise kostet inklusive Halbpension, deutschsprachiger Reiseleitung sowie sämtlicher Eintrittsgelder 1778 Euro bei Übernachtung im Doppelzimmer (Einzelzimmerzuschlag: 230 Euro). (red)

Weitere Informationen und Anmeldung beim
Pilgerbüro Speyer
Marianne Backenstraß
Telefon 06232/102423
E-Mail info@pilgerreisen-speyer.de



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