Redaktion der pilger

Donnerstag, 03. März 2022

Kreative Ideen für die Fastenzeit

Verkehrsmittel-Fasten: Manche Menschen sind auf das Auto angewiesen, viele aber auch nicht - und sie nutzen es trotzdem täglich. (Foto: Tim@@adobestock.com)

Weniger Plastikverbrauch, weniger Fleischverzehr, weniger Handynutzung - oder einfach mal nicht so viel jammern.

In der Fastenzeit lässt auf weit mehr sinnvoll verzichten als nur auf Süßes und Alkohol. Fasten in der Zeit vor Ostern kann das Leben verändern - oder zumindest die kommenden 40 Tage.

Im Januar schlossen sich überwiegend junge Menschen der Aktion „Veganuary“ an und lebten einen Monat lang vegan. Auf Plattformen wie Instagram warb die Gesundheitskampagne „Dry January“ für vier Wochen ohne Alkohol. Ein Blick in die Sozialen Netzwerke zeigt: Verzicht ist auch in Corona-Zeiten angesagt und hat viele Gesichter.

Die christliche Fastenzeit dauert 40 Tage - so lange, wie Jesus der biblischen Überlieferung nach in der Wüste gelebt hat. Anders als früher wird den Gläubigen heute nicht mehr detailliert vorgeschrieben, worauf sie von Aschermittwoch bis Karsamstag verzichten sollen. Es bleibt ihnen selbst überlassen, ob und wie sie sich auf Ostern vorbereiten. Im Verzicht liegt die Chance, lästige Gewohnheiten abzulegen und scheinbar Selbstverständliches wieder schätzen zu lernen. Deshalb gibt es viel mehr Möglichkeiten als auf Süßigkeiten zu verzichten. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) hat ein paar Vorschläge gesammelt:

Smartphone-Fasten: Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig das Smartphone ist - um auch unter erschwerten Bedingungen Kontakt zu den Liebsten zu halten. Trotzdem nehmen Messenger-Dienste, Soziale Netzwerke und Spiele auf dem Handy viel Zeit in Anspruch. Ein möglicher Fastenvorsatz wäre, sich ein Zeitlimit für den Handykonsum zu setzen. Dafür kann man im Vorfeld die eigene Nutzung des Smartphones über einen bestimmten Zeitraum beobachten. Verschiedene Apps messen im Hintergrund beispielsweise die tägliche Bildschirmzeit oder auch die Display-Berührungen. Weniger Zeit am Handy kann bedeuten: mehr Zeit für die „echte Welt“.

Plastik-Fasten: Ein Blick in den Kühlschrank zeigt oftmals Joghurts in Plastikbechern, Milch in Kartons und verpacktes Gemüse. In der Fastenzeit auf Essens-Lieferdienste zu verzichten und unverpackt einzukaufen, ist gut für die eigene Ernährung und gut für die Umwelt. Sich selbst ein „Mülllimit“ zu setzen, kann dabei helfen, den eigenen Wochenverbrauch nicht aus den Augen zu verlieren.

Verkehrsmittel-Fasten: Manche Menschen sind auf das Auto angewiesen, viele aber auch nicht - und sie nutzen es trotzdem täglich. All diejenigen könnten in der Fastenzeit auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen oder dem Rad in die Arbeit fahren. Vor allem in größeren Städten ist das Fahrrad oft das schnellere Fortbewegungsmittel, außerdem macht die kühle Luft am Morgen wach.

Suchtmittel-Fasten: Zu den Fasten-Klassikern zählen der Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten. Wer sich gesund ernährt, wenig Alkohol trinkt und nicht raucht, könnte den eigenen Kaffee-Konsum unter die Lupe nehmen. Das heißt, auf die eine oder andere Tasse zu verzichten - oder auch darauf zu achten, dass der Kaffee fair gehandelt ist.

Konsum-Fasten: Eine weitere Option wäre, einen Monat nur Notwendiges zu kaufen und das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Das betrifft unter anderem den Kauf neuer Kleidung. Stattdessen könnte der Kleiderschrank ausgemistet werden: Manches alte Teil wird vielleicht als neues Lieblingsstück wiederentdeckt, anderes kann gespendet werden.

Serien-Fasten: Wer abends zu lange vor dem Fernseher oder Laptop sitzt und Serien schaut, kommt am nächsten Tag schwer aus dem Bett. Auch für Filmliebhaber gilt, dass ein konkretes Zeitfenster und Zeitlimit für Plattformen oder DVD-Sammlungen mehr Zeit für andere Dinge schafft.

Jammer-Fasten: Menschen dürfen wütend und traurig sein und sie dürfen jammern. Wenn ständiges „Nörgeln“ über den Alltag, den Job oder die Beziehung jedoch zum Dauerzustand wird, dann sollte sich etwas ändern. Eine Zeitlang bewusst nicht zu jammern, kann helfen, die schönen Dinge des Alltags bewusster wahrzunehmen.

Fleisch-Fasten: Es muss nicht gleich der Verzicht auf alle tierischen Produkte sein. Kommt allerdings mehrmals die Woche Fleisch auf den Teller, kann das in der Fastenzeit dem Gemüse weichen. Wer sich ohnehin fleischlos ernährt, kann auf Milchprodukte verzichten oder auf Lebensmittel mit langen Transportwegen. Dazu zählen zum Beispiel Mangos, Avocados und Bananen. (Beate Laurenti/KNA)

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