Mittwoch, 29. April 2026
„Ein Stück Hoffnung“
Klausurtag zur Pfarreistrukturreform im Bistum Speyer
Speyer. Das Bistum Speyer befindet sich mitten in einer Pfarreistrukturreform, bedingt durch finanzielle und personelle Gründe, aber auch durch eine rückläufige Zahl der Gläubigen. Nach einem breit angelegten Beratungsprozess mit über 3.500 Rückmeldungen wurde im Herbst 2025 ein zweiter, durch fünf Arbeitsgruppen überarbeiteter, Entwurf veröffentlicht. Seitdem läuft die sogenannte Resonanzphase, ein synodales Beratungsformat. Am Samstag, 25. April, trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften in Ludwigshafen zu einem Klausurtag, um das Thema weiter zu bearbeiten.
Zu Beginn blickte Generalvikar Markus Magin auf die vergangenen Monate zurück: „In allen Beratungsveranstaltungen hatte ich den Eindruck, dass ein Stück Hoffnung gewachsen ist, von der ersten zur zweiten Beratungsphase. Hoffnung, dass es doch irgendwie gehen kann, auch wenn man noch nicht so genau weiß, wie. Dieses ‚wie‘ ist uns anvertraut.“ Er begrüßte die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften; er vertraue darauf, dass auch bei ihnen ein Stück Hoffnung mitschwinge: „Ein Stück Hoffnung darauf, dass wir, erstens, für unser Bistum eine Zukunft haben, und zweitens, dass wir mit dem, was wir tun, auch etwas bewegen und voranbringen können.“ Bischof Wiesemann rief die Anwesenden dazu auf, bei ihren Überlegungen immer den Leitgedanken einer möglichst schlanken und wenig komplexen, sowie einer überschaubaren und greifbaren Struktur im Hinterkopf zu behalten. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zentralistisch und hierarchisch denken, sondern nach unten ermöglichen“, betonte der Bischof.
Vier Säulen der Resonanzphase
Die noch bis zum 30. April laufende Resonanzphase stützt sich auf vier Säulen: die Dekanatsbesuche, Veranstaltungen für verschiedene Berufsgruppen im Bistum, Rückmeldungen per Mail von unter anderem Einzelpersonen oder Gruppierungen sowie ein digitaler Fragebogen. Hier haben sich bereits Themenfelder herauskristallisiert, die bei der Weiterentwicklung des aktuellen Entwurfs eine große Rolle spielen werden, darunter territoriale Fragen, die Zuständigkeiten der verschiedenen Gremien, die Rolle des Ehrenamts oder das Thema Verwaltung, insbesondere Finanzen und die Rolle des Verwaltungsrats.
Im Rahmen der Klausurtagung arbeiteten die Teilnehmenden arbeitsgruppenübergreifend an drei priorisierten Themen: Gemeinde(bildung), Vermögensverwaltung und Pastorale Gremien. Ziel war es, die Grundlage für weiterführende Vorschläge und Voten zu entwickeln, die dann wiederum im Juni der Diözesanversammlung zur Beratung vorgelegt werden können.
Nächste Schritte
Die Resonanzphase läuft noch bis zum 30. April. Bis dahin findet noch ein Dekanatsbesuch statt, außerdem ist der digitale Fragebogen auf der Bistumswebsite so lange weiterhin freigeschaltet. Nach Ende der Resonanzphase werden alle eingegangenen Rückmeldungen gesichtet und ausgewertet. Zusammen mit den Ergebnissen des Klausurtages werden so durch die Arbeitsgruppen Vorschläge für Überarbeitungen des aktuellen Entwurfs erarbeitet, die die Bistumsleitung am 13. Juni der Diözesanversammlung zum Votum vorlegen wird. Eine finale Entscheidung ist für Ende Oktober geplant. Im Herbst startet zudem der Prozess der inhaltlichen, geistlich-pastoralen Vergewisserung.
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de








































