Montag, 18. Mai 2026
Kirche bietet Begleitung in Zeiten beruflicher Unsicherheit an

Der Verlust des Arbeitsplatzes kann als tiefer Einschnitt im eigenen Leben empfunden werden. © AdobeStock
Das Referat „Seelsorge in der Arbeitswelt“ des Bistums Speyer richtet sich an Betroffene der Entwicklungen bei Mann+Hummel und TE Connectivity
Speyer. Die angekündigten Veränderungen bei Mann+Hummel und TE Connectivity sorgen derzeit bei vielen Menschen in Speyer für große Verunsicherung. Nachdem zunächst Mann+Hummel angekündigt hatte, seinen Standort in Speyer bis Ende 2028 schrittweise zu schließen, teilte nun auch TE Connectivity mit, die Produktion am Standort Speyer bis 2028 einstellen zu wollen. Insgesamt sind damit mehr als 1.200 Arbeitsplätze betroffen.
Für viele Beschäftigte und ihre Familien bedeutet diese Entwicklung weit mehr als wirtschaftliche Unsicherheit. Hinter den Zahlen stehen Menschen, die oft über viele Jahre oder Jahrzehnte mit ihrem Arbeitsplatz verbunden waren und nun vor offenen Fragen stehen: Wie geht es weiter? Was bedeutet die Situation für die eigene Familie, die finanzielle Sicherheit und die persönliche Zukunft?
Das Bistum Speyer möchte Betroffenen in dieser Situation Gespräch, Begleitung und Unterstützung anbieten. Das Referat „Seelsorge in der Arbeitswelt“ steht Menschen zur Seite, die von Arbeitsplatzverlust, Umbrüchen oder belastenden Veränderungen betroffen sind.
„Viele Menschen empfinden den Verlust des Arbeitsplatzes als tiefen Einschnitt im eigenen Leben“, sagt Andreas Welte vom Referat „Seelsorge in der Arbeitswelt“. „Arbeit gibt nicht nur finanzielle Sicherheit. Sie bedeutet für viele Menschen auch Alltag, Gemeinschaft, Anerkennung und persönliche Perspektive. Wenn das plötzlich wegbricht oder unsicher wird, entstehen Sorgen und Ängste, mit denen Menschen oft nicht allein bleiben möchten.“
Die Gesprächsangebote des Bistums richten sich an Beschäftigte, Familienangehörige sowie Interessenvertretungen und können unabhängig von Religionszugehörigkeit oder persönlicher Lebenssituation in Anspruch genommen werden. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Fragen und Belastungen der Betroffenen. Die Gespräche sind vertraulich.
„Gerade in Situationen wie diesen brauchen Menschen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die zuhören, Zeit haben und die persönliche Situation ernst nehmen“, so Generalvikar Markus Magin. „Als Kirche möchten wir für die Menschen da sein.“
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de







































