Dienstag, 05. Mai 2026
Diözesanreferentin i. R. Hildegunde Bickelmann verstorben
Edenkoben. Am Montag, 27. April 2026 verstarb Frau Hildegunde Bickelmann, Gemeindereferentin i. R., im Alter von 92 Jahren.
Sie wirkte als Katechetin, Seelsorgehelferin und Diözesanreferentin für die Gemeindereferent/innen im Bistum Speyer.
Die Beisetzung findet am Dienstag, 12.05.2026 um 14:00 Uhr auf dem Friedhof in Edenkoben statt.
Frau Bickelmann stammte aus Breitenbach, hier engagierte sie sich in der kirchlichen Jugendarbeit, in den Gremien der Pfarrei und übernahm aber auch Verantwortung als Dekanatsjugendführerin. Zunächst arbeitete sie in der Kalkulationsabteilung einer renommierten Straßenbaufirma in Neunkirchen. Aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen und Begegnungen in der kirchlichen Jugendarbeit entschloss sich Hildegunde Bickelmann 1968, im Alter von 34 Jahren, den Beruf der Seelsorgehelferin zu ergreifen. Zu dieser Zeit war sie Pionierin, es gab gerade mal fünf Seelsorgehilferinnen in der ganzen Diözese. Sie besuchte das Seminar für Seelsorgehelferinnen in Mainz (aus dem sich später dann die Fachakademie entwickelt hat), machte ein einjähriges Praktikum in Obersthausen (bei Offenbach/Mainz) und kam dann 1971 als Seelsorgehelferin in die Diözese Speyer, genauer in die Pfarrei Ludwigshafen St. Maria. 1976 wechselte sie nach St. Ingbert mit halber Stelle und betreute mit weiteren 50% Stellenumfang die Religionspädagogische Arbeitsstelle im Bezirk. 1977 wurde sie darüber hinaus Praxisanleiterin für die Speyerer Studierenden an der Fachschule und Fachhochschule für praktische Theologie in Mainz und Freiburg. 1979 ernannte sie der damalige Speyerer Bischof Dr. Friedrich Wetter zur ersten Diözesanreferentin für die Gemeindereferent/-innen. Neben der Praxisbegleitung für die Studierenden und dem notwendigen, ständigen Kontakt mit den Ausbildungseinrichtungen kam jetzt auch die Betreuung der im Dienst stehenden pastoralen Mitarbeitenden: Besuche in Problemsituationen, Beratung und Mitsorge in Konflikten, Mitwirkung bei Stellensuche oder Versetzung, Ausrichtung der Fortbildungsangebote, Etablierung neuer Kommunikationsstrukturen auf der Regional- und Diözesanebene, Gestaltung der Beauftragungsfeiern und so vieles mehr. Und immer galt es unendlich erfinderisch zu sein. Denn es gab kaum Vorgaben, an denen man sich einfach hätte orientieren können. Und die Anzahl der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg. Im Jahr 1987 gab es bereits 90 Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten, später stieg die Anzahl auf über 125. Mehrere Wahlperioden lang war Frau Bickelmann Mitglied des Katholiken- und des Pastoralrates der Diözese Speyer. Auch auf überdiözesaner Ebene war sie als Diözesanreferentin aktiv. Sie war Mitglied der Bundeskonferenz ihrer Berufsgruppe und übernahm dort auch für eine Wahlperiode die stellvertretende Leitung. Die Sorge um und für „ihre“ Berufsgruppe war ihr nicht nur eine dienstliche gewesen. Alle Kolleginnen und Kollegen durften mit ihren Sorgen, Wünschen und Anliegen zu ihr kommen. Sie durften ihr ihr Herz ausschütten. Hildegunde Bickelmann hatte für „ihre“ Gemeindereferent/-innen ein Ohr und ein Herz und immer die nötige Zeit, unabhängig von heute gängigen Kernarbeitszeiten. Diese Dienstauffassung war ein Geschenk für die Berufsgruppe und die Diözese. Kraft für ihren Dienst zog sie aus ihrer tiefen Spiritualität und dem Glauben an den wegbegleitenden Gott. Nicht nur die Berufsgruppe der Gemeindereferent/-innen hat der Pionierkraft von Hildegunde Bickelmann viel zu verdanken. Wir werden sie als herzliche, humorvolle, tiefgläubige und lebensfrohe Kollegin in dankbarer Erinnerung behalten. Möge sie bei Gott in Frieden ruhen.
Patrick Stöbener, Diözesanreferent
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de








































