Mittwoch, 05. August 2026
Spiel, Spaß und Bewegung mit der Ministerin

Renate Trippen und Minister Bätzing-Lichtenthäler klatschten nach einem besonders gelungen Wurf eines Rings über eine Stange ab. © Dr. Christine Kraus

Hannelore Schmidt wuchs im Zielwerfen mit Sandsäckchen über sich hinaus. © Dr. Christine Kraus

Andelija Lazic verblüffte damit, ein Stück Stoff so aufzurollen, dass der Becher mit Tischtennisbällen nicht umfiel. © Dr. Christine Kraus

Bewohnerin Elisabeth Bader bewies, angefeuert von Bätzing-Lichtenthäler und Mitarbeiter Florian Arndt, dass man auch mit nur einem Bein farbige Bälle in die richtige Ecke kicken kann. © Dr. Christine Kraus

Gar nicht so leicht: (v.l.) Magdolna Szabo, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Hildegard Huber und Caritasdirektorin Barbara Aßmann (stehend) stellten fest, dass es gar nicht so leicht ist, einen Ball ins Loch zu schnippen. © Dr. Christine Kraus
Die „Mobility Games“ bringen Bewegung, Begegnung und Freude ins Caritas-Altenzentrum St. Martha. Beim Besuch von Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wurde gemeinsam gespielt.
Speyer. Bewegung gehört zum Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas-Altenzentrums St. Martha. Doch zusammen mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Bälle in Löcher zu schnippen, Ringe und Sandsäckchen zu werfen und sich gemeinsam über besonders gelungene Würfe zu freuen, das war schon etwas Besonderes und, wie Einrichtungsleiterin Gudrun Wolter sagte: „Eine Ehre für uns“.
Zustande kam dieser Besuch aufgrund eines Projektes des Altenzentrums zusammen mit der Medienwerkstatt Media:Tor in Speyer, einer Einrichtung der Landesmedienanstalt. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) ist Ministerin für Arbeit und Soziales des Landes Rheinland-Pfalz. Während der parlamentarischen Sommerpause besucht sie auf ihrer Sommertour Einrichtungen und Projekte im ganzen Land.
Nach Speyer ist sie auf Einladung von Media:Tor gekommen. Niklas Schaub von Media:Tor, der zusammen mit Medienpädagogin Lena Monka die „Mobility Games“ entwickelt hat, erklärt, wie es zu diesem Projekt kam. Die Idee sei es gewesen, generationenübergreifende Bewegungsspiele, auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, zu entwickeln. „Inspirationen zu diesen Spielen haben wir aus dem Internet“, erklärt Schaub. Diese wurden weiterentwickelt und in der Medienwerkstatt, in der es Werkzeug, 3D-Drucker, Laser-Cutter und Plotter gibt, umgesetzt.
Diese Spiele haben Schaub und Monka dann mit den Kindern der dem Altenzentrum benachbarten Kita St. Joseph getestet. Danach durften die Kinder an einem Vormittag im Mai den Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenzentrums die Spiele erklären und zusammen mit ihnen spielen. Berührungsängste gab es keine, denn die Kinder kommen regelmäßig zum Mittagessen ins Altenzentrum. Zum Abschluss des Projekts haben sowohl die Kita als auch das Altenzentrum eine Box mit den „Mobility Games“ bekommen.
Dr. Jörg Ukrow, stellvertretender Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, hob die Bedeutung der „Mobility Games“ für ältere Menschen hervor. Das Projekt verbinde Bewegung, Begegnung und Medienkompetenz auf besondere Weise und leiste damit einen wichtigen Beitrag zur körperlichen und geistigen Aktivierung sowie gegen Einsamkeit im Alter.
Die Spiele kommen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern gut an, versichert Gudrun Wolter. „Stefanie Wolff, die Leiterin der Sozialen Betreuung, achtet darauf, dass die Mobility Games in unserem Wochenplan stehen.“
Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zeigte sich beeindruckt über die Bereitschaft des Altenzentrums, sich auf dieses Projekt einzulassen. „Wir wissen alle, wie herausfordernd die Pflege ist“. Das betreffe nicht nur die Einrichtungsleitung, sondern auch die Fachkräfte und Arbeitskräfte, die hier täglich unterwegs seien, um den Bewohnerinnen und Bewohnern einen schönen Lebensabend zu gestalten. „Und dann kommt man wieder mit einer neuen Idee und Sie sagen: Jawohl, das nehmen wir an, es gefällt uns und wir integrieren das jetzt sogar in unseren wöchentlichen Ablauf. Das nötigt mir großen Respekt und Dank und Anerkennung ab. Das ist nicht selbstverständlich“, lobte Bätzing-Lichtenthäler. Doch nun seien genug der Worte gesprochen, jetzt wolle sie zusammen mit den Bewohnerinnen spielen.
Und das tat sie dann ausführlich, nicht als Zuschauerin, sondern als Mitspielerin, die sich richtig viel Zeit genommen hat. „Das ist gar nicht so leicht“, stellte sie fest, als sie unter Anleitung der beiden Bewohnerinnen Magdolna Szabo und Hildegard Huber beim Tisch-Minigolf einen Ball eine schräge Rampe hoch in ein Loch schnippen sollte. „Mit der rechten Hand geht das ja noch, aber links ist wirklich schwer“, trösteten die Seniorinnen, als der Ball schon wieder nicht im Loch landete und freuten sich zusammen mit der Ministerin, als es dann doch klappte.
Bewohnerin Elisabeth Bader bewies mit viel Humor und angefeuert von Bätzing-Lichtenthäler und Mitarbeiter Florian Arndt, dass man auch mit nur einem Bein farbige Bälle in die richtige Ecke kicken kann. Bewohnerin Andelija Lazic verblüffte die Ministerin damit, mit welcher Geschwindigkeit sie ein Stück Stoff aufrollen konnte, ohne dass der darauf stehende Becher mit Bällen umfiel. Für Bewohnerin Renate Trippen gab es spontanes Abklatschen mit Bätzing-Lichtenthäler nach einem besonders gelungenen Wurf eines Rings über eine Stange und Bewohnerin Hannelore Schmidt wuchs im Zielwerfen mit Sandsäckchen über sich selbst hinaus.
„Es war ein schöner Besuch und die Gemeinschaft hat mir gut gefallen“, fasst die Ministerin zusammen, bevor sie zur nächsten Station ihres Speyer-Besuchs ins Media:Tor fuhr.
Text: Dr. Christine Kraus für den Caritasverband für die Diözese Speyer
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de







































