Freitag, 24. Juli 2026
Tag des heiligen Christophorus
Wie der Schutzpatron die Reisenden auf ihren Wegen begleitet
Schönenberg-Kübelberg. Der heilige Christophorus hat alle Hände voll zu tun in den Ferien und der Urlaubszeit, denn er gilt als Schutzpatron der Reisenden und aller unterwegs. Aber - warum eigentlich? „Das kommt aus der Legende heraus“, sagt Dekan Michael Kapolka, leitender Pfarrer in der kath. Pfarrei Heiliger Christophorus in Schönenberg-Kübelberg bei Kaiserslautern. „Der Hüne, der durch den reißenden Fluss getragen hat. Und so sollen auch wir Tragende sein, die Christus getragen haben oder andere Menschen tragen. Und wenn es zu einer Reise kommt, wird das dann übertragen.“
Selbst Fahrzeuge werden gesegnet
Die Pfarrei feiert am Sonntag ihren Schutzpatron und Namensgeber – den heiligen Christophorus. Und da darf natürlich eins nicht fehlen: „Bei unserem Christophorus-Fest nach der heiligen Messe fehlt natürlich nicht die Fahrzeugsegnung“, erklärt Michael Kapolka. „Die findet ganz am Ende statt, da bitte ich alle nochmal nach draußen, vor die Kirche. Wir beten gemeinsam ein Segensgebet für die Fahrerinnen und Fahrer, und für die Fahrzeuge. Dann stellen sich alle an ihre Fahrzeuge und ich gehe dann vorbei und segne Mensch und Maschine. Weil es auf beide ankommt, weil beide wichtig sind. Dass es keine Zauberei ist, sondern wir immer wieder einen neuen Blick bekommen, mit den Transportmitteln, die wir haben.“
Der Mensch denkt, Christophorus lenkt?
Wie klappt das mit dem Segen? Heißt es trotzdem weiter: Augen auf im Straßenverkehr – oder übernimmt das alles Sankt Christophorus? „Nein, er soll uns nur immer wieder darauf hinweisen“, so der Pfarrer. „In dem Gebet, welches ich dann bei der heiligen Messe spreche, wird auch ganz klar gesagt: Lass uns Rücksicht nehmen, lass uns Geduld haben im Straßenverkehr und im Leben. Das sind dann auch Hinweise, die auf die Verantwortung des Fahrers hindeuten. Auch bei der Segnung segne ich Maschine und Mensch immer zusammen, und nicht nur das Fahrzeug selbst.“
Jeder nimmt etwas für‘s Leben mit
Was könnte der heilige Christophorus auch Menschen heute noch geben: als Impuls, als Orientierung, als Einstellung fürs eigene Leben? „Einerseits ist das der Einsatz für die Schwachen“, sagt Michael Kapolka. „Er hat die schwachen Menschen rüber getragen. Mut in stürmischen Zeiten, das ist der Fluss, der stürmisch ist. Auch Achtsamkeit im Straßenverkehr, jetzt auf die Fahrzeuge hin; und dass auch wir Christus Träger in dieser Welt und für diese Welt sind.“
Pfarrer Michael Kapolka feiert in der katholischen Pfarrei Heiliger Christophorus in Schönenberg-Kübelberg bei Kaiserslautern an Sonntag ihren Schutzpatron. Mit großem Pfarrfest inklusive Fahrzeuge-Segnung nach dem Festgottesdienst um 10:30 Uhr. Fahrräder, Autos, Traktoren, Wohnmobile, Motorräder – alle sind willkommen! Ganz interessant ist übrigens: auch alle Rettungshubschrauber vom ADAC tragen den Namen „Christophorus“. Zu Ehren des Heiligen und Schutzpatrons für alle unterwegs.
Text: Parviz Khosrawi
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de








































