Donnerstag, 30. April 2026
MFM-Regionalfortbildung 2026 zum Thema „Interkulturelle Aspekte zu Fruchtbarkeit, Sexualerziehung und Sexualität"
Kaiserslautern. Am 17. April fand unter Leitung der MFM-Zentrale Speyer die MFM-Regionalfortbildung (MyFertilityMatters) für alle Referentinnen und Referenten der MFM-Zentrale Speyer in den St-Franziskus-Schulen in Kaiserslautern statt.
Die kulturellen und religiösen Unterschiede im Blick auf Sexualität, Fruchtbarkeit, Partnerschaft und Sexualerziehung und wie sie in den verschiedenen Kulturen gesehen und gelebt werden, sind Herausforderungen, die den MFM-Referentinnen und Referenten an den Schulen und in den Workshops immer wieder begegnen. Mehr oder weniger, je nach dem, in welcher Schule die Workshops stattfinden.
Wichtig ist immer eine reflektierte Haltung und ein gewisses Hintergrundwissen, damit angemessen reagiert werden kann.
Ziel der Regionalfortbildung war, das Verständnis der kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Fragen rund um Fruchtbarkeit, Sexualerziehung und Sexualität zu vertiefen; eigene Werte und Vorurteile zu reflektieren und eine respektvolle, informierte Diskussionen zu fördern.
Fruchtbarkeit und Sexualität sind zentrale Lebensbereiche, die in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich geregelt, erklärt und bewertet werden. Migration, Globalisierung und Medien machen den interkulturellen Dialog immer wichtiger.
Kinder und Jugendliche wachsen heute mit Gleichaltrigen in „superdiversen Kindheiten“ auf, die unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Sprachen, Familienmodelle, Religionen, Hautfarben, Geschlechterrollen und Fähigkeiten haben. Man sieht die Vielfalt nicht nur, sie wirkt tief: in ihren Alltagsbeziehungen, im Selbstbild und in ihrem Denken über die Gesellschaft. Für die Kinder und Jugendlichen ist es normal, dass es keine klare „Mehrheitskultur“ gibt. Oder anders gesagt: Sie erleben Vielfalt nicht als Ausnahme, sondern als Ausgangspunkt - als Lebensrealität.
Was heißt das für die Arbeit in den werteorientierten sexualpädagogischen Workshops?
Kinder und Jugendliche bekommen biologisches Faktenwissen in neutraler Wissensvermittlung und wertschätzender, liebevoller Sprache vermittelt. Sie werden mit ihrem Vorwissen ernst genommen. In einem sehr sensiblen Umgang bekommen die Kinder die Möglichkeit, dass sie ein „2. Weltbild“, einen „2. Blick auf Sexualität“ dazugewinnen und damit ihr Wissen ergänzen können. Alle Kinder werden als Personen mit ihrem kulturellen Hintergrund wahrgenommen und wertgeschätzt und haben ein Recht darauf, dass ihre Gefühle ernst genommen und nicht übergangen werden.
Es wird ein Raum für Verständigung zwischen den Kulturen geschaffen, in dem Toleranz und ein respektvolles Miteinander vorgelebt wird.
Weitere Informationen zum MFM-Programm:
www.bistum-speyer.de/schule/ueber-uns/sexualpaedagogik/
Text: Alexandra Dellwo-Monzel
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de








































