Mittwoch, 09. September 2026
Zum Amtsverzicht unseres Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann
Speyer. Der Kolping-Diözesanverband Speyer hat mit großer Betroffenheit vom gesundheits-bedingten Verzicht unseres Bischofs auf das Amt des Bischofs von Speyer erfahren. Dieser Schritt ist sicher nicht leicht gefallen - und auch wir als Veband hätten uns gewünscht, dass unserem Bischof noch viele Jahre seines Wirkens in unserem Bistum geschenkt wären.
Zugleich haben wir volles Verständnis für diese Entscheidung. Gerade als Kolpingverband wissen wir: Zuerst kommt der Mensch, dann die Institution. Das gilt auch für einen Bischof. Bei allem, was ein Amt an Verantwortung, Verpflichtung und Erwartungen mit sich bringt, bleibt doch der Mensch mit seinem Leben, seinen Kräften und seinen Grenzen im Mittelpunkt.
Wir respektieren diesen Schritt und wünschen unserem Bischof von Herzen, dass er nun etwas von dem Druck und der Last der vergangenen Jahre ablegen kann. Wir wünschen Ihm, dass er innerlich frei werden kann für das, was jetzt vor Ihm liegt – und dass er seinem Herzen folgen kann, ohne ständig an das denken zu müssen, was das Amt verlangt.
Für sein Wirken als unser Bischof von Speyer sind wir ihm sehr dankbar. Besonders dankbar sind wir für die Nähe, Unterstützung und Wertschätzung, die Bischof Wiesemann unserem Kolpingverband entgegengebracht hat. Unser Bischof hat immer wieder deutlich gemacht, dass er sieht und schätzt, was Kolping in unserem Bistum bewegt: Menschen zusammenführen, Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft gestalten, füreinander einstehen und dort helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
Wir haben seine Zugewandtheit zu unserem Verband und zu den Menschen, die sich bei Kolping engagieren, als große Ermutigung erlebt. Seine Unterstützung hat uns gutgetan und uns darin bestärkt, unseren Weg weiterzugehen.
Wenn wir auf die vergangenen Jahre schauen, denken wir deshalb nicht zuerst an das Amt, das er als Bischof nun abgibt, sondern an den Menschen, der uns begegnet ist: an einen Bischof, der uns zugehört hat, der uns Wertschätzung entgegengebracht hat und dem die Menschen und ihre Lebensgeschichten wichtig waren.
Unser Kolping-Diözesanverband wünscht unserem Bischof für die kommende Zeit vor allem Gesundheit, Ruhe und neue Kraft. Möge nun manches möglich werden, wofür während der Jahre im bischöflichen Dienst wenig Raum war. Möge er Menschen begegnen, die Ihm guttun, Zeit finden für das, was Ihm Freude macht, und immer wieder spürt, dass sein Weg von Gott getragen ist.
Und vielleicht darf gerade jetzt ein Gedanke von Adolph Kolping begleiten: Nicht alles muss festgehalten werden. Manchmal besteht der mutigste Schritt darin, loszulassen und dem Leben eine neue Richtung zu erlauben.
So wünschen wir, dass nach all den Jahren des Gebens nun auch empfangen werden: Zeit, Zuwendung, Freundschaft, Ruhe und die Gewissheit, dass das Wirken Früchte getragen hat und weiterhin trägt.
Für seinen weiteren Weg bleiben wir ihm herzlich verbunden und versichern: Kolping im Bistum Speyer wird auch weiterhin dankbar verbunden bleiben.
Möge Gott Bischof Wiesemann auf diesem neuen Weg begleiten, Ihm Kraft schenken und sein Herz mit Frieden erfüllen.
Für den Kolping-Diözesanverband Speyer
Pfr. Michael Baldauf, Diözesanpräses
Stefan Krantz, Diözesanvorsitzender
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de








































