Mittwoch, 01. Juli 2026
Weniger Abbrüche, beste Ergebnisse

Endlich geschafft! Eine Achterbahnfahrt mit Happy End und besten Leistungen: Die neuen Pflegefachfrauen und -männer des ABG 2427A. Fotos: Timo Siebenborn

Voller Stolz und Freude über den erfolgreichen Abschluss: Einige AbsolventInnen des Kurses 2427B. Fotos: Timo Siebenborn
Pflegeausbildung bei der Caritas in Ludwigshafen
Ludwigshafen. Während bundesweit über Fachkräftemangel, hohe Abbruchquoten in der Pflegeausbildung und Reformbedarf diskutiert wird, setzt die Pflegeschule der Caritas in Ludwigshafen ein bemerkenswertes Zeichen: Die bislang erfolgreichsten AbsolventInnen der Schule seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung haben ihre Ausbildung beendet und gebührend gefeiert bei der Absolventenfeier der Pflegeschule am Freitag, 19. Juni.
Von 43 Auszubildenden in der generalistischen Pflege erreichten 36 Absolventinnen und Absolventen ihr Ziel. Der Erfolg ist vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre besonders hervorzuheben: Mit der Einführung der generalistischen Ausbildung vor sechs Jahren zeitgleich zur Corona-Pandemie trafen damals zwei große Aufgaben die Auszubildenden und Ausbildungseinrichtungen in der Pflege: Ein Anstieg von Ausbildungsabbrüchen und nicht bestandenen Abschlussprüfungen waren die Folge.
Die Caritas-Pflegeschule Ludwigshafen zeigt nun, dass sich diese Entwicklung umkehren lässt: „Was wir hier sehen, ist das Ergebnis konsequenter Begleitung während der Ausbildung durch die Schule und ist vor allem auch dem hohen Einsatz unserer Auszubildenden zu verdanken“, sagt Timo Siebenborn, Schulleiter. „Vielerorts ist die Zahl der Personen, die die Ausbildung abbrechen, nach wie vor hoch. Diesem Jahrgang ist es gelungen, deutlich erfolgreicher zu sein.“
Unterschiedlichen Wege führten dabei zum Abschluss: Auszubildende aus dem Ausland, die ohne vorherigen Aufenthalt in Deutschland an der Pflegeschule vor drei Jahren mit der Ausbildung begannen, zeigten beachtliche, sehr gute Leistungen in allen Prüfungsteilen. Mit Bestnoten glänzten auch einige ältere Teilnehmerinnen, die zunächst den Weg über die einjährige Altenpflegehilfe gegangen waren. Besonders erfolgreich waren in diesem Jahr Auszubildende der ambulanten Pflege, was für hohe Ausbildungsqualität in der ambulanten Versorgung spricht.
Neben neuen Konzepten der Schulentwicklung wie Lerncoaching, sprachsensiblem Unterricht und einer engen Begleitung durch Schulsozialarbeit in Kooperation mit den Caritas-Beratungsstellen der Region war vor allem eines entscheidend: die Eigenleistung der Auszubildenden. Der Wille, dranzubleiben, auch wenn es schwierig wird, prägte diesen Jahrgang. Eine Absolventin sagte auf der Abschlussfeier: „Die drei Jahre waren eine Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen, doch letztlich mit einem Happ End. Wir haben uns getragen und sind daran gewachsen.“ Ab August gehen die neuen Pflegefachpersonen in die Einrichtungen der Region: Sie werden dort dringend gebraucht.
Text und Fotos: Timo Siebenborn, Caritasverband für die Diözese Speyer
Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.bistum-speyer.de






































