Mittwoch, 14. Februar 2024
„An allem sind die Juden schuld?“
Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart
Judenhass und Antisemitismus ziehen sich wie ein roter Faden seit der Antike und der frühen Kirche über das Mittelalter und die Aufklärung bis in die Gegenwart. Gerade in der Geschichte Deutschlands seit dem 19. Jahrhundert ist der Antisemitismus längst vor dem Nationalsozialismus tief verwurzelt gewesen. Auch wenn die ideologischen Begründungen für den Hass auf Jüdinnen und Juden in der historischen Entwicklung stets von ihren jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bedingt waren, konstruierte ein antisemitisches Weltbild durch die Geschichte hindurch stets scheinbar einfache und schnell greifbare Antworten für komplexe und eben nicht eindeutige Verhältnisse. Schon seit Jahren zeigt sich auch bei uns wieder eine beängstigende Zunahme von antisemitischen Einstellungen und Straftaten – und jetzt aktuell befeuert seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 in Israel. Angesichts dieser erschreckenden Entwicklung können sich Jüdinnen und Juden in Deutschland immer weniger sicher fühlen.
Der Online-Vortrag am 26. Februar 2024, 19:00 Uhr, möchte das Phänomen der Judenfeindschaft einerseits historisch einordnen und gleichzeitig den Blick für seine bedrohliche Aktualität schärfen.
Referent ist der Historiker Dr. Sebastian Voigt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin, Fellow am Institut für soziale Bewegungen in Bochum und Lehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr in München und der Ruhr-Universität Bochum. Sein 2023 erschienenes Buch „Der Judenhass. Eine Geschichte ohne Ende?“ verbindet die Entwicklung des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart mit einem leidenschaftlichen Aufruf zum mutigen Widerstand gegen all seine Erscheinungsformen.
Anmeldung bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Mail: keb@bistum-speyer.de . Den Zugangslink bekommen Sie zeitnah vor der Veranstalung zugeschickt.
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier zum Download.
Katholische Erwachsenenbildung Bistum Speyer in Kooperation mit der Stabsstelle Ökumene und theologische Grundsatzfragen sowie der Arbeitskreis Kirche und Judentum in der Evangelischen Kirche der Pfalz.
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