Dombauverein

Donnerstag, 26. September 2024

Tag des offenen Denkmals am Dom zu Speyer

Dombauverein bot ein reichhaltiges Programm

Am Tag des offenen Denkmals am 8. September 2024 hat der Dombauverein den Besucherinnen und Besuchern zwischen 12 und 17 Uhr wieder eine Menge Möglichkeiten zur Domerkundung angeboten. Da die bundesweite Eröffnungsveranstaltung in Speyer stattfand, war das Programm am Dom insbesondere für Kinder noch etwas bunter und vielfältiger als sonst. „Wir freuen uns, dass wir am Tag des offenen Denkmals auf unser Anliegen, den Dom zu erhalten, aufmerksam machen konnten“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins, Dr. Gottfried Jung. „Junge Menschen für alte Gebäude zu begeistern ist dabei ein besonders wichtiges Ziel. Der Tag war aber auch ein Anlass um allen zu danken, die sich bereits für den Dom zu Speyer engagieren“, so Jung.

 

Zu den Angeboten des Dombauvereins kam als einmalige und neue Aktion eine Schaubaustelle dazu, welche das Dombauamt zusammen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz anlässlich der Eröffnungsveranstaltung in Speyer eingerichtet hatte. Diese befand sich auf der Südseite des Doms nahe des Ölbergs. Gezeigt wurden bereits ab 11 Uhr verschiedene Steinmetzarbeiten, die zur anstehenden Restaurierung der Osttürme gebraucht werden.

 

Ein besonderer thematischer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Salier Konrad II., dem Gründer des Doms zu Speyer, dessen Wahl zum König sich am 8. September zum tausendsten Mal jährte. Zwei Vorträge lieferten Erkenntnisse über die theologische Bedeutung einer Königskrönung sowie die neuesten Forschungsergebnisse zu seiner Grabkrone. Kinder konnten sich bei einer Fotoaktion selbst wie ein Kaiser fühlen oder Fliesen nach mittelalterlichem Vorbild gestalten. Vor dem Dom konnten junge Denkmalfreunde im mit mehr als 1000 Litern Wassern gefüllten Domnapf nach Enten angeln. Beides fand äußerst guten Anklang und davon wurde sehr rege Gebrauch gemacht.

 

Schaubaustelle gibt Einblick in Steinrestaurierung

Damit der Speyerer Dom auch künftig als Wahrzeichen und Zeitzeuge der Geschichte erhalten bleibt, muss er laufend saniert und instandgehalten werden. Eine eingerichtete Schaubaustelle mit Steinmetzarbeiten im südlichen Garten des Speyerer Doms bot Einblicke in die Bautätigkeit am Dom. Sie richtete ihr Augenmerk auf eine aktuelle Fördermaßnahme der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: die Sanierung des Südostturms der Kathedrale, die noch in diesem Jahr beginnen wird.

 

Angebote für Kinder 

In der Vorhalle fanden ab 12 Uhr zwei Aktionen für Kinder statt: Bei einer gemeinsamen Aktion des Dombauvereins und der Kunstschule „Pablo“ konnten sie Fliesen nach mittelalterlichem Vorbild gestalten. Begleitende Fachleute waren vor Ort und führten individuell in die Ritztechnik des Sgraffiitto ein. Für die jungen und junggebliebenen Gäste gab es zudem die Fotoaktion „Heute ein Kaiser“. Hier hatten alle Royalisten die Möglichkeit, sich in kaiserlicher Kleidung und mit einer Reichskrone auf dem Kopf zu fotografieren.

Als besonderes Angebot für junge Dom-Fans war in diesem Jahr ein Entenangeln am Domnapf, der zu diesem Zweck von der Speyerer Feuerwehr mit rund 1000 Litern Wasser gefüllt wurde; die Gummienten stammten von den Stadtwerken Speyer. Mit einem Kescher ging es dann auf Entenjagd. Auf die erfolgreichen Jäger warteten kleine Gewinne.

 Führungen rund um den Dom

Zwischen 12 und 16 Uhr fanden zu jeder vollen Stunde kostenfreie Führungen rund um den Dom statt. Besucherinnen und Besucher konnten erfahren, was den Speyerer Dom zu einem Wahrzeichen und Zeugen der Geschichte macht und welche Herausforderungen der Bauerhalt einer Kathedrale dieser Größenordnung mit sich bringt.

Vorträge im nördlichen Querhaus zum Jubiläum 1000 Jahre Krönung von Konrad II.

Um 14 Uhr startete Prof. Dr. Romedio Schmitz-Esser von der Universität Heidelberg mit einem Vortrag unter dem Titel „Die Grabkrone Konrads II. – Neue Forschungen zu einem besonderen Objekt“. Die originale Grabkrone des salischen Kaisers ist im Historischen Museum der Pfalz – nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt – zu sehen, eine überdimensionale Nachbildung kann im Mittelschiff des Doms bewundert werden. Über 100 Besucher folgten dem sehr interessanten Vortrag und stellten noch viele Fragen, die Prof. Schmitz-Esser sehr gut beantworten konnte. Um 15:30 Uhr widmete sich Domkapitular Dr. Georg Müller den theologischen Grundlagen der Herrscherlegitimation in seinem Vortrag „Krönung und Salbung“. Auch hier gab es zu dem tiefgründigen Vortrag weitere Fragen. Beide Vorträge wurden als sehr erkenntnisreich empfunden, die Zuhörer waren begeistert.

 

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