Dombauverein

Dienstag, 31. März 2026

Paten und Spender für die Restaurierung des Ölbergs gesucht

Foto: Klaus Landry

Im Jahr 2025 wurde der Dombauverein Speyer 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass wollte der Vereinsvorstand ein besonderes Jubiläumsprojekt auf den Weg zu bringen. Die Entscheidung fiel auf die Sanierung des Ölbergs auf der Südseite des Speyerer Doms. Nachdem die erforderlichen Voruntersuchungen und Probereinigungen durchgeführt wurden, stehen nun die Kosten fest. Gesucht werden ab sofort Patinnen und Paten, welche mit einer Spende die Restaurierung einer der 18 Figuren finanzieren möchten.

 

Wenn Sie sich für die Übernahme einer „Figurenpatenschaft“ interessieren, gelangen Sie über den folgenden Link zur Kostenübersicht und zum Formular für eine Spendenzusage:  https://www.dombauverein-speyer.de/mitgliedschaft-spenden/pate-werden/

 

Bitte beachten Sie: Die Patenschaften werden in der Reihenfolge ihrer Anmeldung vergeben.

 

Alle Paten sollen nach Abschluss des Projekts mit einem Schild im Bereich des Ölbergs dauerhaft gewürdigt werden.

 

Da die mittelalterliche Felsenlandschaft und umgebende Architektur ebenfalls gereinigt und restauriert werden müssen, können zugunsten dieser Arbeiten ebenfalls Spenden gegeben werden. Über den oben genannten Link gelangen Sie zum Spendenformular. Bei Beträgen über 1.000 Euro werden die Spender ebenfalls namentlich auf einem Schild am Ölberg aufgeführt.

 

Beim Ölberg handelt es sich um eine steinerne Figurengruppe, die das biblische Geschehen des Gebets Jesu auf dem Jerusalemer Ölberg vor seiner Gefangennahme darstellt. Er bildete ehemals den Mittelpunkt des Domkreuzganges. Einst war dieser Ölberg ein Meisterwerk gotischer Bildhauerkunst und in seiner Zeit berühmter als der Dom selbst. Das in den Jahren 1509-1511 errichtete Bauwerk wurde von den Zeitgenossen einhellig als ein Kunstwerk gepriesen, wie im gesamten Deutschen Reich – und darüber hinaus – kein zweites von gleicher Qualität zu finden sei. Leider wurde der Ölberg 1689 und 1793 bis 1794 durch französische Soldaten schwer beschädigt. Die alten Figuren sind ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch Arbeiten von Gottfried Renn ersetzt worden.

 

Der Ölberg befindet sich heute in einem deutlich restaurierungsbedürftigen Zustand. Einzelne Figuren sind beschädigt, das gesamte Ensemble ist reinigungsbedürftig.

 

Die dringend notwendige Restaurierung des Ölbergs startete bereits im Jahr 2024 mit ersten Vorarbeiten. So wurde mit Unterstützung der Dr. Albrecht-und-Hedwig-Würz-Stiftung das Gitter mit Sandsteinsockel um den Ölberg restauriert.

 

Durch das Dach, das in den 1950er Jahren errichtet wurde, wird die Monumentalskulptur sehr verschattet. Deshalb wurde die dunkle Holzdecke unter dem Dach entfernt, um den an der Spitze befindlichen Skulpturen nach oben mehr Raum zu geben. Der umlaufende Holzschwellenkranz wurde gereinigt und von dunklen Überzügen befreit. Der Dachbereich soll zukünftig geöffnet bleiben und der Ölberg dort auch eine eigene Beleuchtung erhalten.

 

Anfang des Jahres 2025 wurde dann ein Gerüst gestellt, um die Schäden am Ölberg und dessen Figuren genauer in Augenschein nehmen zu können und erste Probereinigungen durchzuführen. Im Zentrum der Maßnahmen am Ölberg steht die Reinigung und Restaurierung der Steinoberflächen der Architektur und der 18 Figuren. Eine Vorreinigung der Pfeiler sowie von Teilen des Sockels wurde bereits mit Heißdampf durchgeführt. Die Figuren zeigen verschiedene Schadensphänomene je nach Position: Vergrünung im Norden, schwarze Krusten oben, Teilverschmutzungen im Süden. Je nach Nähe zum Außenbereich sind die Schäden durch Vandalismus unterschiedlich groß.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie durch eine Figurenpatenschaft oder eine Spende für die Restaurierung der Felsenlandschaft die Restaurierung des Ölbergs unterstützen würden.

 

 

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