Montag, 05. Januar 2026
Bericht: Lobe die Minze meine Seele!
Am letzten Wochenende im September war es wieder soweit: Das ganze Dorf hatte sich vorbereitet, die Straßen geschmückt und das Festzelt aufgestellt, denn Studernheim feierte seine traditionelle Kerwe
Doch alles der Reihe nach: Die Organisation und die Planung war unter der Federführung der Studernheimer Arbeitsgemeinschaft (SAG) bereits vor einigen Monaten angelaufen. In der Woche vor der Kerwe nahm das Fest dann für alle allerdings sichtbar Gestalt an, als das große Festzelt aufgestellt wurde. Glück mit dem Wetter hatten dabei die Freiwilligen im Bautrupp, denn kaum war die Plane aufgezogen, öffnete Petrus die Himmelsschleusen. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, da sich alle trockenen Fußes um die Inneneinrichtung kümmern konnten. Am späten Nachmittag des Freitags (26. September) stieg die Kerwe im und vor dem Festzelt mit dem Eröffnungsabend, obwohl der ökumenische Gottesdienst aus gesundheitlichen Gründen leider kurzfristig abgesagt werden musste. Trotz allgemeinen Bedauerns feierte die Dorfgemeinschaft dennoch bei ausgelassener Stimmung den Beginn der Kirchweihe bis weit nach Mitternacht, zumal die Himmelsschleusen wieder fest verschlossen waren.
Am Samstag fieberte ganz Studernheim beim Kerweumzug dem Höhepunkt der Kerwe entgegen. Katholiken und Protestanten zogen als gemeinsame Gruppe mit und hatten in diesem Jahr Pfefferminze in kleinen Klick-Klack-Döschen mit der Silhouette von St. Georg und dem Slogan „Lobe die Minze meine Seele!“ besorgt. Dieses Give-Away war zweifellos das Highlight bei den Besuchern, denn sogar die RHEINPFALZ erwähnte es in einem Artikel als einziges aller „Wurfgüter“ der knapp dreißig mitziehenden Gruppen.
Der Sonntag begann mit der Eucharistiefeier zur Kerwe, die Pfr. Léonard Katchekpele in St. Georg vor „vollem Haus“ zelebrierte und in der aus Anlass der Kirchweihe die Kommunion in beiden Gestalten gereicht wurde. Nach dem Schlusssegen zog es alle Teilnehmer wieder auf die Festwiese, wo ein gemeinsames Weißwurstfrühstück samt Frühschoppen auf sie wartete. Sportlich ging es dann mit Kerweläufen in den Tag hinein, der erst nach Siegerehrungen und einem abendlichen Ballonglühen und aufgedrehter Stimmung in der späten Nacht bzw. am frühen Morgen ausklang.
Wie üblich startete der Kerwemontag mit dem schon legendären Seniorennachmittag: Günter Reichard, den die Gemeinde als Lektor kennt, war spontan mit seiner Gitarre zur musikalischen Untermalung eingesprungen, weil der ursprünglich geplante Künstler kurzfristig abgesagt hatte. Herzlichen Dank an unseren „Ersatzmann“, der knappe drei Stunden das Festzelt rhythmisch unterhielt.
Nach der Ziehung aller Gewinner-Kerwebausteine (Glückslose) der großen Tombola wurde die Kerwe ordnungsgemäß am Montagabend begraben, zumal die Bestände an fester und flüssiger Nahrung über das Wochenende größtenteils ihrer irdischen Verwendung zugeführt worden waren.
Allen Organisatoren, Teilnehmern und Akteuren sei herzlich für ihren Einsatz und die stimmungsvolle Teilnahme gedankt. Wir freuen uns, wenn sich die Kerwe weiterhin so gut entwickelt, denn im Jahr 2028 steht für St. Georg das Jubiläum des 200. Weihetages an.
(Rainer Jacquemin)
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